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Fernseh- und Videonormen, Filmformate und Soundsysteme (FAQ)

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  Kapitel eingeteilt werden. Diese können dann am Gerät oder auf
  der Fernbedienung direkt angewählt werden.

* Stoppstellen
  Auf Laserdiscs im CAV-Format können Stoppstellen gesetzt werden,
  an denen der Player in den Standbildmodus geht. Dieses Features
  kombiniert mit dem Kapiteln ergibt die interaktiven Möglichkeiten
  der Laserdisc. So können Lehrlaserdiscs so gestaltet sein, daß
  zunächst ein Filmbeitrag abläuft (Wiedergabemodus), dann eine
  Stoppstelle kommt (Standbildmodus), wobei auf dem Standbild eine
  Frage gestellt wird, die der Zuschauer nach dem »Multi Choice«-
  Prinzip beantworten muß, indem er auf der Fernbedienung die
  entsprechende Nummer eingibt. Die Nummer ist dann nichts anderes,
  als das Kapitel mit der entsprechenden Fortsetzung.  Viele werden
  auch noch den 1983 erschienenen Spielautomaten »Dragon's Lair«
  kennen, bei dem der Spieler einen Zeichentrickfilm interaktiv
  steuern konnte - dieses Spiel basierte schlicht auf einer
  CAV-Laserdisc und einem Joystick als Fernbedienungsersatz.

* Untertitel
  Untertitel sind für Laserdiscs das kleinste Problem. Auf NTSC-Scheiben
  sind sie üblicherweise im Close-Caption-Format (CC), das auch auf
  NTSC-VHS-Kassetten Verwendung findet. Mit diesem Format können
  zwei Sätze Untertitel angeboten werden.  (Das CC-Verfahren soll
  jetzt auch auf PAL-LDs eingesetzt werden.) Auf PAL-Laserdiscs
  können fast beliebig viele Untertitel nach dem Teletext-Verfahren
  (oder besser bekannt als »Videotext«) untergebracht werden.
  Theoretisch könnten PAL-LDs sogar ein komplettes Teletext-Programm
  halten - aber mir ist keine entsprechende Laserdisc bekannt.
  Beide Verfahren erfordern aber den passenden Decoder im Fernsehgerät
  oder anderweitig extern - die Decoder sind also nicht in den
  Playern eingebaut.

* Multi-Audio
  Insbesondere auf NTSC-Laserdisc ist es wegen der reichlich
  vorhandenen Tonspuren üblich, speziell sogenannte »Special Editions«
  mit verschiedenen Audiotracks auszustatten. So bieten viele Filme
  den Stereo-Ton auf den beiden digitalen Spuren, während der
  Regisseur oder der Produzent die gerade laufenden Szenen auf einem
  der Analogspuren kommentiert. Im Bereich von »Making-Ofs« findet
  man dann auch mal Interviews, Vorversionen der Filmmusik oder
  Filmausschnitte ohne Sprache, ohne Musik oder ohne Effekte.
  Natürlich sich auch mehrere Sprachen denkbar, aber solche LDs
  sind wirklich selten (ich kenne nur eine LD von »Das Boot« mit
  dt. Dialogen auf den beiden Digitalspuren und englischer
  Synchronisation auf den analogen Kanälen, sowie eine PAL-LD von
  »Stand By Me« mit englischem Original und deutscher Synchronisation,
  natürlich beides nur in Mono, was aber nicht weiter stört, da der
  Film sowieso nur in Mono gedreht wurde).


6.1.5. Ausstattungsmerkmale moderner Laserdisc-Player   ------------------

Nicht nur im Bereich der Laserdiscs selbst hat sich viel getan (die
Qualität heutiger Scheiben hat keine Ähnlichkeit mehr zu den
dürftigen Masterings von 1980), auch die Player sind moderner
geworden. So verfügen die besseren Player heute alle über einen
mehrsprachigen On-Screen-Dialog, Umschaltung zwischen analogem und
digitalem Ton (bei NTSC-LDs), Umschaltung zwischen linkem und
rechtem Kanal bzw. Stereo usw.

Schon frühzeitig wurde eine Wendemechanik erfunden, damit Laserdiscs
nicht umgedreht werden müssen, um die zweite Seite zu sehen. Statt
dessen fährt die Lasereinheit um die LD herum. In neuen Playern
dauert dieser Seitenwechsel weniger als 15 Sekunden. (Falls jetzt
jemand fragt, warum man nicht zwei Lasereinheiten, eine für unten
und eine für oben, einbaut, dem sei kurz erklärt, daß nicht das
Herumfahren der Lasereinheit so lange dauert, sondern die Tatsache,
daß die LD selbst gebremst und in die andere Richtung beschleunigt
werden muß - bis zum Erreichen der nötigen 1800 UpM dauert es eben
seine Zeit, denn eine LD ist nicht so ein Leichtgewicht, wie z. B.
eine CD-ROM.)

Zur weiteren Verbesserung der Bildqualität haben heute praktisch
alle LD-Player einen TBC (Time Base Corrector) eingebaut, der
jegliche Gleichlaufschrankungen ausgleicht.

Die High-End-Modelle der meisten Hersteller bieten heute ein
sogenanntes »Digital Field Memory«. Dabei handelt es sich um einen
digitalen Zwischenspeicher, mit dessen Hilfe auch auf CLV-Scheiben
(siehe 6.1.2.) ein Standbild und störungsfreie Suchläufe in
verschiedenen Geschwindigkeiten möglich sind.

Manche billigen PAL- oder PAL&NTSC-Player können keine PAL-LDs mit
analogem Ton wiedergeben - man sieht nur einen Stummfilm, wenn man
eine entsprechende (alte) LD einlegt.


6.1.6. Sonstiges   -------------------------------------------------------

* Der Transfer von Film auf ein NTSC-Medium findet mit dem
  »3:2-Pulldown«-Verfahren statt (siehe 2.2.). Bei einer NTSC-Laserdisc
  ist das nicht anders. Ist die LD im Format CAV (mit Standbild),
  könnte es nun zu dem Problem kommen, daß ein Standbild aus zwei
  Halbbildern besteht, die verschiedenen Filmbildern entstammen.
  Um das mögliche Flimmern zu verhindern, sind diese Spuren (=
  Einzelbilder) der CAV-LD gekennzeichnet und werden weder als
  Standbild angezeigt, noch im Frame-Zähler des Players mitgezählt.


6.2. Digital Versatile Disc (DVD)   --------------------------------------

Von Kai Rode 

6.2.1. Einführung   ------------------------------------------------------

DVD ist ein neues, Anfang 1997 eingeführtes Speichermedium für Bild-
und Tondaten, das langfristig die Nachfolge sowohl der altbekannten
AudioCD, als auch der Laserdisc antreten soll. Im wesentlichen ist
die DVD - Digital Versatile Disc oder auch Digital Video Disc -
eine verbesserte Variante der CD mit höherer Kapazität, und wie die
CD besteht die DVD aus einer 12 cm durchmessenden, 1,2 mm dicken
Polycarbonatscheibe mit aufgedampften Reflexionsschichten, mit dem
Unterschied, daß diese Scheibe aus zwei je 0,6 mm dicken Teilen
besteht.

Im Gegensatz zur CD kann die DVD sowohl doppelseitig sein, als auch
auf jeder Seite zwei Datenschichten haben, so daß die Kapazität
zwischen 4,7 (dezimalen) Gigabyte (= 4,38 binäre GByte) für eine
einseitige, einlagige, und 17 Gigabyte (15,9 GByte binär) für eine
zweiseitige, zweilagige DVD variiert. Das entspricht einer Laufzeit
von über 2 bis zu 8 Stunden, wobei der Hersteller die Wahl hat,
zugunsten einer besseren Qualität die Laufzeit zu verkürzen und
umgekehrt.

Automatische Wendemechanismen wie bei der Laserdisc sind noch nicht
üblich, aber auch nicht unbedingt notwendig, da sämtliche Filme
problemlos auf eine Seite passen. Zweiseitige DVDs werden vorwiegend
dazu benutzt, einen Film zweimal in verschiedenen Formaten (Pan &
Scan, Letterbox) aufzuzeichnen. Eine Mischung aus DVD und CD, bei
der eine Seite im DVD-Format und die andere Seite im CD-Format ist,
ist ebenfalls möglich.

Zum Vergleich: Die Kapazität einer CD beträgt nur etwa 0,65 GByte.

Die DVD wurde primär zur qualitativ hochwertigen Aufzeichnung von
Videodaten geschaffen, nachdem der Versuch, die VideoCD als
Consumermedium zu etablieren, in Europa und den USA an Qualitätsmängeln
gescheitert war: Die Qualität war nicht wesentlich besser als die
von VHS-Video, dafür fehlte die Aufzeichnungsmöglichkeit. Aufzeichnen
kann auch die DVD (noch, siehe 6.2.3) nicht, dafür übersteigt die
theoretisch mögliche Qualität die der Laserdisc und selbst des
PALplus-Systems (siehe 1.2.3) um einiges, und auch die Tonqualität
kann um einiges besser sein, als die von TV-Übertragungen.


6.2.2. DVD-ROM   ---------------------------------------------------------

Die DVD-ROM ist die primär für den Personalcomputereinsatz gedachte
Variante der DVD, die mit einem Filesystem aufwarten kann und pro
Seite knapp 8 GB Daten speichern kann, genug selbst für aufwendige
Multimedia-Applikationen, die zur Zeit noch auf mehreren CDs verteilt
werden müssen. Die technischen Parameter sind identisch und
DVD-ROM-Laufwerke können die DVD lesen.

Für die Echtzeitwiedergabe von DVD-Filmen sind jedoch die meisten
heutigen (März 1998) Personalcomputer noch zu langsam: nur
HighEnd-Rechner mit Pentium-II-Prozessoren können DVD-Filme
softwaremäßig in voller Qualität und mit voller Bildanzahl abspielen.
Daher werden DVD-ROM-Laufwerke häufig mit Decoderkarten gebündelt
ausgeliefert; eine solche Kombination kostet ca. DM 600.

DVD-ROM-Laufweke können auch CD-ROMs lesen, jedoch können nur neuere
Laufwerke CD-Rs (einmal beschreibbare CDs) lesen, da das rote
Laserlicht, mit dem das Laufwerk die Datenträger abtastet, von den
auf das Infrarotlicht der CD-ROM-Laufwerke ausgelegten Farbstoffen
der CD-Rs absorbiert wird. Die Laufwerke benötigen daher einen
zusätzlichen infraroten Laser mit derselben Wellenlänge wie CD-Laser.


6.2.3. DVD-R, DVD-RAM   --------------------------------------------------

DVD-R ist die einmal, DVD-RAM die mehrfach beschreibbare Variante
der DVD.  Beide Standards sind verabschiedet und es gibt erste
Produkte auf dem Markt, jedoch versuchen einige Hersteller wie
Sony, ein anderes, inkompatibles DVD-RAM-Format durchzusetzen. Die
Kapazität liegt hier nur zwischen 2,6 und 4 GB und die Preise sind
noch unattraktiv für den Massenmarkt.

Beide Formate sollen von normalen DVD-Laufwerken gelesen werden
können, dies scheitert aber momentan noch daran, daß die DVD-RAMs
ein Gehäuse besitzen, das nicht in derzeitige DVD-ROM-Player hinein
paßt.

Für den Einsatz als Video-Aufzeichnungsmedium zu Hause wird keines
der Formate vorerst geeignet sein: Die Echtzeitkompression von
Videodaten auf die mit DVD möglichen Datenraten erfordert noch
Hardware im Wert von einigen hunderttausend DM. Ersatzweise bietet
sich ein DVC (Digital Video Cassette)-Recorder an, der mit einem
Magnetband arbeitet und so die höhere Geschwindigkeit für einfachere
Kompressionsalgorithmen, die mit billiger Hardware möglich sind,
erreicht. Komfort und Datensicherheit lassen dort aber zu wünschen
übrig.


6.2.4. Datenformate der DVD   --------------------------------------------

Eine DVD enthält neben den Bilddaten und qualitativ hochwertigem
Digitalton in maximal 8 Kanälen und 8 Sprachen bis zu 32 verschiedene
Untertitelungsmöglichkeiten, Titel für die Disc und einzelne Kapitel
(siehe Laserdisc) sowie die Möglichkeit, verschiedene Fassungen
eines Films auf einer einzigen DVD unterzubringen: Ist der Player
auf »FSK16« geschaltet, so können gewalttätige Szenen automatisch
übersprungen oder durch entschärfte ersetzt werden, ebenso kann
interaktiv zwischen verschiedenen Kameraperspektiven und/oder
Handlungssträngen gewählt werden. Ob diese Möglichkeiten auch von
den Herstellern genutzt werden, bleibt abzuwarten.

Weithin üblich bei Video-DVDs ist ein komfortables, individuell
gestaltetes Bildschirmmenü zur Auswahl der Ton-, Untertitel- und
Bild-Optionen, zum Abruf von Informationen zu Film, Regisseur und
Schauspielern und zur Kapitelwahl. Letzteres kann sogar animiert
sein, d.h. es wird auf einer Bildschirmseite gleichzeitig der Anfang
mehrerer Kapitel angespielt.

Auf dem US-Markt ebenfalls Standard sind drei Sprachen (Englisch,
Spanisch [Mexiko], Französisch [Kanada]) sowohl als Tonspur als
auch als Untertitel; in Europa wird dies wahrscheinlich nicht der
Fall sein, da die Rechte für die unterschiedlichen Sprachfassungen
häufig bei unterschiedlichen Tochterfirmen des Filmproduzenten
liegen und diese - so widersinnig dies klingt - sich gegenseitig
als Konkurrenten ansehen.


6.2.4.1. Videoformate   --------------------------------------------------

Die Videodaten sind im MPEG2-Format und können in verschiedenen
Auflösungen gespeichert sein:

           Auflösung horiz.  720        720         720
           Auflösung vert.   480        576         576 od. 480
           Bildfrequenz      29,97      25          24
           Bildaufbau        interlaced interlaced  progressive
           Bildquelle        NTSC       PAL         Kinofilm

Sofern die Daten im »Kinofilm«-Format abgespeichert sind, werden
sie vom PAL-Player etwa 4% schneller abgespielt um auf die normgerechten
25 Bilder/Sekunde zu kommen. NTSC-Player verwenden das sog.
»3-2-Pulldown« (siehe 2.2) um auf 30 Bilder/Sekunde zu gelangen.

Die Videodaten können entweder im 4:3-Format von PAL und NTSC (siehe
1.2.1 und 1.2.2) vorliegen oder im z.B. von PALplus verwendeten
16:9-Format (siehe 1.2.3). Der Player sorgt nach Einstellung auf
den verwendeten Fernsehertyp automatisch dafür, daß die Bilder in
einem geeigneten Format (siehe 5) ausgegeben werden:

                                           4:3-Film 16:9-Film

    4:3-Fernseher                          normal   letterboxed oder
                                                    Pan & Scan (wählbar)
    16:9-Fernseher,
    4:3-Fernseher mit Umschaltmöglichkeit  normal   anamorph
	
Dabei kann der Hersteller der DVD unglücklicherweise Ausgabeformate
einzeln sperren, so daß es auch bei DVDs spezielle »Widescreen-Editions«
geben kann. Viele erhältliche US-Filme haben jedoch eine 4:3-optimierte
Fassung auf der einen und eine 16:9-Fassung auf der anderen Seite,
was sogar noch nützlicher als die Pan-&-Scan-Umrechung ist.

Die Datenrate als wesentlicher Qualitätsmaßstab kann bis zu 9,8
Mbit/s betragen, kann aber im Verlauf eines Filmes variieren, so
daß bei unkritischen Sequenzen Platz gespart wird, der dann zur
Verfügung steht, wenn's »zur Sache geht«. Die typischen Artefakte
digital komprimierter Videos können so größtenteils vermieden werden.
Zum Vergleich: Die VideoCD benutzt feste 1,856 Mbit/s, der private,
digitale Fernsehsender df1 zwischen 3 Mbit/s (schwarzweiße Oldies)
und 6,8 Mbit/s (Sportübertragungen auf DSF plus).


6.2.4.2. Audioformate   --------------------------------------------------

Es sind im wesentlichen drei Audioformate (siehe 7) vorgesehen, von
denen eines oder mehrere in mehreren Spachen vorhanden sein können:

  * LPCM (Linear Pulse Code Modulation, das Format der AudioCD) mit
    48 kHz (DAT-Qualität) oder 96 kHz und 16, 20 oder 24 bit. Der
    Player muß alle Formate lesen können, darf die Ausgabe aber auf
    48/16 beschränken.
  * Dolby Digital, auch bekannt als »AC3«. Dieses Audioformat oder
    LPCM muß auf allen NTSC-DVDs vorhanden sein. Siehe auch
    http://www.atsc.org/document.html
  * MPEG-2, dieses Format oder LPCM oder Dolby Digital muß auf allen
    PAL-DVDs vorhanden sein.

Optional sind:

  * DTS (Digital Theater Sound, Produkte angekündigt)
  * SDDS (Sony Dynamic Digital Sound, derzeit keine Produktpläne
    Sonys)

Dabei sind verschiedene Möglichkeiten für die Kanalanzahl vorgesehen:

                                              LPCM Dolby Digital MPEG-2

   Mono                                       ja   ja            ja
   Stereo                                     ja   ja            ja
   Zweikanal (Dual Mono) *                    ja   ja            ja
   3-Stereo (Links, Mitte, Rechts) *          nein ja            nein
   Phantom (Links, Rechts, Surround) *        nein ja            nein
   »Dolby Surround« (Links, Mitte, Rechts,
     Surround)                                nein ja            nein
   2/2 (Links, Rechts,
     Surround Links, Surround Rechts) *       nein ja            nein
   3/2 (Links, Mitte, Rechts,
     Surround Links, Surround Rechts)         ja   ja            ja
   5/2 (Links, Halblinks, Mitte,
     Halbrechts, Rechts, Surround
     links, Surround Rechts) *                ja   ja            ja
   Karaoke (Links, Rechts, Melodie,
     Vocal 1+2) *                             ja   ja            ja

* Diese Formate sind unüblich.

Dabei bieten Dolby Digital und MPEG-2 die Möglichkeit eines
zusätzlichen Subwoofer-Kanals. Üblich sind bei NTSC-DVDs für die
»Hauptsprache« 5.1-Kanal-Ton (3/2) sowie der verbesserten Kompatibilität
mit analogen Surround-Decodern wegen 2.0-Kanal-Ton mit aufcodiertem
Dolby Surround.

Jeder DVD-Player hat zumindest einen Stereo-Ausgang, über den der
Ton im bekannten Dolby-Surround-Format ausgegeben wird, dazu werden
gegebenenfalls einige der Kanäle auf der DVD zusammengemischt.
Bessere Player haben zusätzlich einen digitalen Decoderausgang oder
direkt einen integrierten mehrkanaligen AC3- oder MPEG-Decoder.

Es ist wahrscheinlich, daß auch fast alle PAL-DVDs AC3-Ton haben
werden, da dieses Format die größte Unterstützung der Filmindustrie
genießt und Philips als stärkster Vertreter des MPEG-Formates noch
nicht in ausreichenden Stückzahlen Hardware zur MPEG-Encodierung
liefern kann.

Das Format für spezielle Nur-Audio-DVDs, die langfristig die Audio-CD
ablösen sollen, ist momentan noch in Diskussion; wahrscheinlich
ist, daß LPCM mit maximal 24/96k das Pflichtformat wird und zusätzlich
Dolby Digital, DTS, MPEG sowie das neue Sony DSD-Format optional
zugelassen sein werden.  Audio-DVDs sollen auch (in CD-Qualität)
in CD-Playern abspielbar sein, jedoch nicht in derzeitigen
Video-DVD-Playern.


6.2.5. Schutzmechanismen   -----------------------------------------------

6.2.5.1. Kopierschutz

Digitale Kopien werden bei der DVD mit einem System ähnlich dem
SCMS (Serial Copy Management System) im Audio-Bereich eingeschränkt.
Der Produzent der DVD kann bestimmen, ob die DVD keinmal, einmal
oder unbegrenzt oft digital kopierbar sein soll. Dieses System
findet auch bei Analogüberspielungen auf Digitalrecorder (DVC)
Anwendung!

Analogkopien werden mit einer Variante des von VHS-Leih- und
Kaufvideos bekannten Macrovision komplett verhindert - sofern die
DVD den in jedem Player eingebauten Macrovision-Generator aktiviert,
wofür der Hersteller Lizenzgebühren zahlen muß. Dabei gibt es
verschiedene Stufen, wobei die komplizierteren auch teurer für den
Hersteller werden.

Die einfachste Stufe ist die bereits von VHS bekannte: die AGC
(Automatic Gain Control) des Videorecorders wird durch
Helligkeitsschwankungen der Referenzmeßstelle in der Austastlücke
durcheinandergebracht. Ergebnis sind starke Helligkeitsschwankungen
in der Kopie. Gegen diesen Kopierschutz helfen übliche Kopierschutzkiller.

Die zweite Stufe schaltet noch das »Colorstriping« hinzu. Hierbei
wird das Farbburstsignal schnell moduliert, was bei der Kopie starke
Farbfehler hervorruft - leider auch bei vielen 100 Hz-Fernsehern.
Aus technischen Gründen ist dieser Kopierschutz auf den
Komponentenausgängen besserer Player nicht vorhanden.

Zusätzlich können die gesamten Daten der DVD verschlüsselt sein,
um ein Auslesen mit DVD-ROM-Laufwerken zu verhindern. Dazu tauschen
das Laufwerk und die Decoderkarte/Decodersoftware Schlüssel miteinander
aus, so daß nur zertifizierte Hardware oder Software Zugriff auf
die Daten hat, nicht jedoch irgendwelche Kopierprogramme.


6.2.5.2. Länderkennung   -------------------------------------------------

Um zu verhindern, daß beispielsweise US-DVDs nach Europa importiert
werden, bevor der Film in Europa in den Kinos lief, kann der
Hersteller jeder DVD einen Ländercode mitgeben, so daß die DVD nur
auf Playern, die in den entsprechenden Ländern gekauft wurden,
abgespielt werden können. Wer also US-Filme importieren will, der
muß theoretisch auch seinen DVD-Player aus den USA importieren. Für
viele Player und auch für PC-Decoderkarten sind jedoch Umbauten
oder Softwaremodifikationen erhältlich, mit denen auf Knopfdruck
der Ländercode gewechselt werden kann.

Die Länderzonen sind:

  1. Nordamerika
  2. Japan, Europa, Mittlerer Osten, Südafrika
  3. Südostasien, Hongkong
  4. Australien, Neuseeland, Mittel- und Südamerika
  5. Nordwestasien, Nordafrika
  6. China

Ältere Filme, die bereits weltweit aufgeführt wurden, sollten nach
ursprünglichen Planungen eine Ländercodefreigabe für alle Zonen
erhalten.  Wegen der Konkurrenz der unterschiedlichen
Vertriebstochterfirmen geschieht dies jedoch in der Praxis nur
selten.


6.2.5.3. DiVX   ----------------------------------------------------------

DiVX war ein Pay-per-View-Verfahren für DVDs, das im Frühjahr 1998
in den USA den Probebetrieb aufgenommen hat und am 16. Juni 1999
wieder eingestellt wurde, weil das Verfahren (zum Glück) zu wenig
Kunden fand. In den folgenden beiden Absätzen ist das jetzt tote
System kurz beschrieben.
 
Durch eine geänderte Verschlüsselung (Triple-DES) kann eine DiVX-DVD
nicht von einem normalen Player (»Open DVD«-Player) abgespielt
werden, wohl aber können (US$ 100-200 teurere) DiVX-Player Open
DVDs abspielen. Jede einzelne Disc ist mit einer individuellen
Seriennummer versehen.

Nach dem Kauf einer (billigeren) DiVX-DVD kann man diese vom
Zeitpunkt des ersten Einlegens an 48 Stunden lang abspielen, danach
muß jeder 48-Stunden-Zeitraum nochmals bezahlt werden. Der Player
ist hierzu ans Telefonnetz angeschlossen und tauscht in regelmäßigen
Abständen die Abrechnungsinformationen über eine gebührenfreie
Nummer mit der Zentrale aus. Will man sich die pay-per-View-Zahlungen
ersparen, kann man für einen höheren Betrag die DVD nur für einen
Player unbegrenzt freischalten - falls der Hersteller dies für den
jeweiligen Titel erlaubt.

Am 16. Juni 1999 hat DiVX offiziell die Einstellung des Geschäftsbetriebs
verkündet. Neue Kunden werden nicht mehr angenommen, alte DiVX-Scheiben
können, im Rahmen einer zweijährigen Auslaufphase, noch bis zum
30. Juni 2001 genutzt werden. Käufer, die vor dem 16. Juni 1999
einen DiVX-Player gekauft haben, bekommen auf Antrag den Aufpreis
für die DiVX-Funktionalität des Players, immerhin 100 US$,
zurückerstattet.
 
Als Grund fuer die Einstellung wurde mangelnde Unterstützung durch
die Filmindustrie genannt, das Interesse der Kunden sei ungebrochen
groß gewesen. Die Einstellung von DiVX bedeutet für die Betreiber
einen Verlust von über 100 Mio. US$.


6.2.6. Qualitätsvergleich zwischen DVD und anderen Medien   --------------

Nachdem die DVD jetzt bereits ein Jahr auf dem Markt ist und das
(NTSC)-Softwareangebot auf weit über tausend Titel angestiegen ist,
bezweifelt kaum jemand mehr, daß die Qualität einer professionell
gemasterten DVD selbst der besten Laserdisc und erst recht einer
VHS-Cassette merklich überlegen sein kann. Helligkeits- und Farbrauschen
sind nicht existent und die Schärfe ist minimal besser als bei der
Laserdisc.

Artefakte wie man sie von MPEG-1-Videos (Video-CD) oder AVIs kennt,
sind so gering, daß sie bei korrekt eingestelltem Fernseher (Schärfe,
Kontrast) nicht sichtbar sind. Daher ist die DVD zur Zeit das Medium
der Wahl für Videophile, wie u.a. auch die stark rückläufigen
Verkaufszahlen von Laserdiscs zeigen.

Es gibt jedoch Ausnahmen: viele der für den Europastart der DVD
hastig hergestellten PAL-DVDs und Veröffentlichungen alter Filme,
bei denen das Ausgangsmaterial nicht korrekt vorbearbeitet wurde
(Entfernen von Kratzern etc.) oder bei denen die Encodierung nicht
handoptimiert wurde (Weichzeichnung stark verrauschter Passagen,
Bitratenoptimierung) weisen sichtbare Artefakte auf, die das Bild
schlechter aussehen lassen können, als ein gutes Analogbild.


6.2.7. Sonstiges   -------------------------------------------------------

Weitere Informationen findet man im englischsprachigen DVD-FAQ,
erhältlich unter der URL
http://www.videodiscovery.com/vdyweb/dvd/dvdfaq.html


7. Soundsysteme   --------------------------------------------------------

Seit der Einführung des Tonfilms haben die Soundsysteme einen weiten
Weg zurückgelegt. Zuerst kommt eine kleine Evolutionsgeschichte,
dann folgen ein paar Worte zu den ausgestorbenen Soundsystem und
dann wird klargestellt, was es sich mit »THX« auf sich hat.


7.1. Analoge Soundsysteme   ----------------------------------------------

7.1.1. Mono

Ein analoger Tonkanal.


7.1.2. Stereo   ----------------------------------------------------------

Zwei analoge Kanäle für links und rechts.


7.1.3. Dolby Stereo / Dolby Surround   -----------------------------------

Ein Verfahren der Firma Dolby. Was im Kino »Dolby Stereo« heißt,
wird im Heimbereich »Dolby Surround« genannt. Das Verfahren wird
im Kino auch oft als »Dolby A« bezeichnet, weil es ursprünglich
direkt in die Rauschunterdrückungsanlage von Dolby eingebaut war -
und die arbeitete eben nach dem Verfahren »Dolby A«.

Heute nennt Dolby dieses analoge Verfahren schlicht »Dolby«, um
alle möglichen Verwirrungen zu komplettieren.

Erster Film:  »A Star Is Born« (1976)

Vier Kanäle für links, Mitte, rechts und hinten; die vier Kanäle
werden mit einem Matrix-Verfahren auf zwei Kanäle reduziert; Lichtton
auf Film. Verbreitung im Heimbereich auf Laserdisc, Video, Fernsehen
usw.

Um im Heimbereich auch den Mittenkanal decodieren zu können, benötigt
man einen »Dolby Surround Pro Logic«-Decoder.


Wie funktioniert Dolby Surround?

Wie werden in zwei physikalisch vorhandenen Tonkanälen (Stereo)
vier untergebracht? Im Prinzip (hier leicht vereinfacht dargestellt)
ist das nicht schwierig. Schauen wir uns zunächst ein normales
Stereo-Signal an: Wird ein Ton nur auf den linken Kanal gegeben,
hören wir ihn von links. Ist er nur auf dem rechten Kanal, hören
wir ihn nur von rechts. Teilt man den Ton auf beide Kanäle auf,
hören wir ihn von einer virtuellen Quelle irgendwo zwischen den
beiden Lautsprechern. Ist die Aufteilung 50/50 erscheint es, als
würde der Ton genau aus der Mitte kommen - unter zwei Voraussetzungen:
1. müssen wir in der Mitte zwischen beiden Lautsprechern sitzen und
2. die Lautsprecher müssen richtig angeschlossen sein, d.h. beide
Plus-Pole des Verstärkers mit den Plus-Polen der beiden Lautsprecher
und entsprechend beide Minus-Pole des Verstärkers mit den beiden
Minus-Polen der Lautsprecher.

Interessant ist nun, was passiert, wenn man einen der beiden
Lautsprecher falsch polarisiert ... der Ton, der bei der 50/50-Aufteilung
eigentlich aus der Mitte zu hören sein sollte, nimmt plötzlich eine
relativ undefinierbare, diffuse Art an und ist eigentlich nicht
mehr richtig zu lokalisieren - bestenfalls könnte man glauben, man
höre ihn vom linken und vom rechten Lautsprecher gleichzeitig. Was
ist passiert? Sind beide Lautsprecher gleich polarisiert, schwingen
die Membrane synchron, also gleichzeitig nach vorne bzw. hinten.
Dreht man den Anschluß eines Lautsprechers bewegen sich die Membrane
entgegengesetzt, d.h. wenn (bei gleichem Ton auf beiden Kanälen)
sich eine Membran nach vorne bewegt, geht die andere gleichzeitig
nach hinten. Deshalb hört man den Ton nicht mehr aus der Mitte,
sondern von beiden Lautsprechern.

Um diesen Effekt zu erreichen, muß man nicht unbedingt einen
Lautsprecher umpolen, man kann natürlich auch den gleichen Ton um
180 Grad phasenverschoben auf einen der beiden Stereo-Kanäle bringen.
Nimmt man als Beispiel einen reinen Sinus-Ton, läßt man, während
sich der Sinus für den linken Kanal aufwärts bewegt, den rechten
Sinus abfallen. Der rechts Kanal ist sozusagen das Spiegelbild des
linken Kanals.

Das wars. Wir haben vier verschiedene Zustände definiert. So
funktioniert Dolby Surround. Unzufrieden? :-) Naja, dann mache ich
es fertig ... stellen wir uns vor, wir sind Sounddesigner bei einer
Filmproduktion und sollen verschiedene Töne auf die verschiedenen
Boxen eines Surround-Systems verteilen. Links fährt ein Auto; der
Ton dazu kommt auf den linken Kanal. Rechts läuft ein Radio; der
Ton dazu kommt auf den rechten Kanal. In der Mitte des Bilds sprechen
Leute; die Dialoge kommen PHASENGLEICH auf beide Kanäle. Im Hintergrund
hört man ein paar Vögel singen; der Ton dazu kommt 180 Grad
PHASENVERSCHOBEN auf beide Kanäle. Somit sind die vier Kanäle auf
zwei reduziert.

Der Dolby-Surround-Decoder geht nun her und vergleicht den linken
mit dem rechten Kanal. Findet er Tonanteile, die links und rechts
gleich sind, werden diese extrahiert und auf den Mittenkanal (Center)
gelegt. Findet er Tonanteile, bei denen rechts das Spiegelbild von
links ist, werden diese extrahiert und auf den hintern Kanal
(Surround) gelegt. Der neue linke und rechte Kanal ist, was nach
dem Extrahieren des Center- und Surround-Kanals noch übrig bleibt.


7.1.4. Dolby Stereo 70mm 6-Track   ---------------------------------------

Erster Film:  »Apocalypse Now« (1979)

Kanäle für links, halblinks, Mitte, halbrechts, rechts und hinten
bzw. später auch links, Mitte, rechts, hinten links, hinten rechts
und Subwoofer; Magnetton mit sechs Spuren auf 70-mm-Film.  Keine
Verbreitung im Heimbereich.


7.1.5. Dolby Stereo Spectral Recording (SR)  -----------------------------

Erster Film:  »Die Reise Ins Ich« (1988)

Wie Dolby Stereo, aber mit besserer Rauschunterdrückung und mehr
Dynamik.

»SR«, wie der Kinobetreiber sagt, ist heute der Standard für den
Analogton von Filmen. »Dolby SR« ist somit eine Weiterentwicklung
von »Dolby A« (siehe 7.1.3.); Hauptunterschied ist die stark
verbessere Rauschunterdrückung, die entsprechend auch eine Nachrüstung
der Kinos erforderte. Als Abfallprodukt aus dieser Weiterentwicklung
entstand für den Heim-Audio-Bereich die analoge Rauschunterdrückung
»Dolby S«, mit der alle modernen Tape-Decks ausgestattet sind.

Im Heimbereich gibt es keinen Unterschied zwischen »Dolby A« und
»Dolby SR«, weil Rauschen auf den gängigen Medien (VHS Hifi-Stereo,
Laserdisc und DVD) kein Problem ist.

Alle neueren Filme sind aber mit einem besseren, digitalen Ton
ausgestattet, siehe dazu 7.2.


7.1.6. Sonstige analoge Soundsysteme   -----------------------------------

Sie heißen »Ultra Stereo«, »dts Stereo« usw. Alles sind Matrix-
Soundsysteme, die kompatibel zu Dolby Stereo sind. Teilweise bieten
sie bessere Qualität als Dolby Stereo.


7.2. Digitale Soundsysteme   ---------------------------------------------

7.2.1. Dolby Digital (DD)

Erster Film:  »Batmans Rückkehr« (1992)

Sechs Kanäle für links, Mitte, rechts, hinten links, hinten rechts
und Subwoofer; digital datenreduziert mit AC-3, auf Film auf einer
Seite zwischen den Perforationslöchern; zum Digitalton existiert
auf dem Film weiterhin ein analoger »SR«-Ton (siehe 7.1.5.), auf
den im Falle des Ausfalls des digitalen Tons sofort zurückgeschaltet
wird. Solch einen Filmstreifen nennt der Kinobetreiber deshalb
»SR-D«.

Verbreitung im Heimbereich auf NTSC-Laserdisc inzwischen Standard,
auf NTSC-DVD Pflicht, auf PAL-DVD optional.

Alle Kanäle können eine Auflösung von 16 bis (theoretisch) 24 Bit
haben; in der Regel werden 16-Bit-Master verwendet. Die fünf
Hauptkanäle bieten einen Frequenzbereich von 20 Hz bis 20 kHz, der
Subwoofer-Kanal 20 bis 120 Hz. Die Dynamik liegt bei über 90 dB
(bei 16 Bit). Aufgrund dieser Unterscheidung spricht man von 5.1
Kanälen.

Ein Tonsignal im Format Dolby Digital muß nicht unbedingt 5.1 Kanäle
umfassen; ein Dolby-Digital-Datenstrom kann auch weniger Kanäle
enthalten. Typische Möglichkeiten sind 1.0 Kanäle (Mono), 2.0 Kanäle
(Stereo), 2.0 Kanäle (Dolby Surround) und 5.0 Kanäle (ohne Subwoofer).
Im Fall von 2.0 Kanälen kann tatsächlich durch ein Flag im Datenstrom
entschieden werden, ob der Dolby-Digital-Decoder Stereo ausgeben
soll oder seine Dolby-Surround-Schaltkreise aktiviert und damit aus
den beiden Kanälen links, Mitte, rechts und hinten macht. (Viele
DD-Decoder werten dieses Flag nicht richtig aus und überlassen dem
Benutzer die richtige Einstellung.)


7.2.2. Dolby EX   --------------------------------------------------------

Erster Film: »Star Wars: Episode I - The Phantom Menace« (1999)

Passend zur ersten Episode von »Star Wars« bringt Dolby ein neues
Soundsystem - naja, so neu ist es nicht. Es bietet sieben Kanäle
für links, Mitte, rechts, hinten links, hinten mittig, hinten rechts
und Subwoofer. Neu ist also nur der Mittenkanal hinten.

Überhaupt nicht neu ist die Aufzeichnung auf Film (oder Heimkino-Medien):
Es handelt sich ganz normal um Dolby Digital (AC-3-kodiert, siehe
7.2.1.) mit 5.1 Kanälen. Der neue Kanal wird im Prinzip über einen
Dolby-Surround-Pro-Logic-Decoder (siehe 7.1.3.) gewonnen, der auf
die beiden hinteren Kanäle des 5.1-Signals angesetzt wird. Damit
wird aus hinten links und hinten rechts ein Hinten-Mitte-Kanal
erzeugt.

Teilweise findet man Dolby EX auch unter der Bezeichnung »Dolby
Digital 6.1«.


7.2.3. Digital Theater Sound (dts)   -------------------------------------

dts steht für »Digital Theater Sound«. Mit »dts« ist grundsätzlich
»dts Digital« gemeint und nicht das analoge »dts Stereo« (siehe

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