allanswers.org - FAQ: Studieren in den USA (for German students)

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 FAQ: Studieren in den USA (for German students)

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  o  Behoerde fuer Wissenschaft und Forschung in Hamburg
     Landesamt fuer Ausbildungsfoerderung
     Papenstr. 27
     22089 Hamburg
     Tel.: (040) 248802

  Siehe auch oben, Frage ``Ueber WWW'': "BAFoeG-Reader" auf dem WWW-
  Server der Uni Dortmund.

  Alexander Schoemig  schreibt
  zum Thema:

       Das Amt ist chronisch ueberlastet, sodass auf Anrufe ausser
       in wirklichen Notfaellen verzichtet werden sollte.  Aus dem
       gleichen Grund sollte man Antraege sehr fruehzeitig, laenger
       als ein halbes Jahr vor dem geplanten Antritt des Ausland-
       saufenthaltes stellen. Ich rate, alle Unterlagen per Ein-
       schreiben mit Rueckantwortschein zu versenden und bei der
       Antragsstellung eine Abschlagszahlung bzw. eine vorlaeufige
       Foerderung unter Vorbehalt der Rueckforderung gem. Par.51
       Abs.2 BAfoeG zu beantragen. Ich kenne Leute, die ihr Geld
       erst bekommen haben, als sie schon laengst wieder aus den
       USA zurueck waren. Ich selbst habe erst die Ueberweisungen
       bekommen, als mein Rechtsanwalt Klage vor einem Verwaltungs-
       gericht wegen Untaetigkeit und Schlamperei gegen das Amt
       erhob.

       Der Grund fuer die Foerderung sonst nicht beduerftiger
       Studierender liegt nicht an hoeheren Freibetraegen, die
       bleiben naemlich gleich (eine Ausnahme waere allerdings der
       Fall, wenn der Antragsteller zunaechst bei den Eltern
       gewohnt hat und dann im Ausland nicht bei den Eltern wohnt),
       sondern an der BAfoeG-Zuschlags-Verordnung, nach der der
       BEDARFSSATZ um Reisekosten, Studiengebuehren bis DM
       9000/Jahr, Auslandszuschlag und einen evtl. Krankenver-
       sicherungszuschlag erhoeht wird.

  7.  [Gibt es Informationen zu Visa-Bestimmungen?]

  Die Botschaft der Vereinigten Staaten in Bonn bietet unter dem URL
   Informationen zu
  Visa-Bestimmungen und dem konsularischen Dienst in Deutschland, gut
  organisiert und auf Deutsch, mit einem besonderen Abschnitt fuer
  Studenten. (Dank an Paul C. Brazell von der USIA fuer diesen Hinweis.)

  Aussderdem gibt es unter dem URL 
  (verwaltet von Rajiv S. Khanna) ausfuehrliche Informationen zu Visa-
  Bestimmungen und Immigration in die USA.

  Fuer alle Visa- und Einreisedinge ist der INS (Immigration and
  Naturalization Service) zustaendig.  Die Unterschiede zwischen einem
  "A"-Visum (Immigrant), "B" (Tourist), und "F" oder "J" (Student und
  Exchange Visitor) sind enorm.  Ein "B"-Visum ist zwar trivial zu
  bekommen, ist aber nur fuer drei Monate gut, und man kann damit nicht
  arbeiten oder studieren.  Ein "F" oder "J" Visum bekommt man im
  Prinzip dann, wenn man als Student bei einer bestimmten Uni angenommen
  ist; es gilt fuer die Dauer des Studiums und kann ggf. verlaengert
  werden.  Ein "A" Visum ist so gut wie unmoeglich (ausser durch
  Familien-Beziehung oder viel Geld).

  Schliesslich muss noch erwaehnt werden, dass auf einem Studenten-Visum
  (B, F, oder J) es KEINERLEI Moeglichkeit gibt, durch Jobben etwas
  dazuzuverdienen, da ein solches Visum keine Arbeitserlaubnis enthaelt.
  Der illegale Versuch ist recht riskant, und duerfte in der Mehrzahl
  der Faelle mit Ausweisung enden. Davon ausgenommen sind natuerlich
  "jobs" an der Uni.

  (Zu Jobs an Unis, die MIT einem gueltigen Visum angenommen werden
  duerfen, siehe Fragen ``Was ist eigentlich der Unterschied zwischen
  "Graduate" und "Undergraduate"?'' und ``Wie laeuft eine Bewerbung
  direkt bei einer Universitaet ab?''.)

  Natuerlich ist das naechstgelegene amerikanische GENERALKONSULAT die
  kompetenteste Anlaufstelle fuer solche Fragen:

  o  Generalkonsulat der USA
     Clayallee 170
     14195 Berlin

  o  GK der USA
     Siesmayerstr. 21
     60323 Frankfurt

  o  GK der USA
     Alsterufer 27
     20354 Hamburg

  o  GK der USA
     Koeniginstr. 5
     80539 Muenchen

  Oder natuerlich die US-Botschaft in Bonn:

  o  Botschaft der Vereinigten Staaten von Amerika
     Deichmanns Aue 29
     53179 Bonn
     Tel.: (0228) 33910
     Fax: (0228) 3392663

  Beachtet bitte, dass auch die amerikanische Regierung gewisse
  Einsparungen vornimmt und nicht mehr jedes Konsulat auch fuer die
  eigentliche Visabearbeitung zustaendig ist.  Antraege per Post koennen
  jedoch bei jeder Konsularabteilung eingereicht werden.

  Eine Liste von Konsulaten der USA auf diesem Planeten findet Ihr unter
  dem URL: .

  8.  [Welche Sprachanforderungen werden gestellt? (TOEFL)]

  JEDE amerikanische Universitaet verlangt von auslaendischen
  Bewerberinnen und Bewerbern den TOEFL: "Test of English as a Foreign
  Language". Dieser Test ist global (!)  einheitlich und wird durch eine
  zentrale Agentur in Princeton, New Jersey verwaltet.  Es gibt mehrere
  "Test Dates" uebers Jahr verteilt (wiederum global, d.h. auf der
  ganzen Welt am selben Tag), die in "Test Centers" stattfinden
  (mindestens Maerz, Juni, August, Dezember). In Deutschland finden sich
  Test Centers i.d.R. in jedem Amerika-Haus, ausserdem oft in
  Universitaeten, amerik. High Schools (wenn noch welche da sind), u.ae.

  Der TOEFL ist seit dem Sommer 1995 leicht veraendert worden.  Unter
  dem URL  findet Ihr einen
  kleinen Bericht zum TOEFL mit ausfuehrlichen Details zu diesen
  Aenderungen, geschrieben von Janine Willms .

  Ueber aktuelle Aenderungen des TOEFL-Modus berichtet der Gopher-Server
  des "Educational Testing Service"
  

  8.1.  [Bewertung]

  Beim TOEFL werden Punkte verteilt (je nach Jahr bis zu 680); man kann
  nicht im engen Sinn durchfallen, sondern man muss eine bestimmte
  Punktzahl erreichen. Verschiedene Unis wollen verschiedene
  Punktzahlen. Wenn eine Uni Bewerberinnen/Bewerber mit niedrigerer
  Punktzahl auch nimmt, muss sie/er i.d.R. an einem unter Umstaenden
  recht aufwendigen Sprachkurs zusaetzlich zu den normalen Seminaren und
  Vorlesungen teilnehmen. Die folgenden Zahlen sind unverbindliche
  Richtwerte: Ueber 600 ist die Zulassung sicher, ueber 550 ist die
  Zulassung als Undergraduate i.d.R. sicher, ueber 500 kommt es auf die
  Uni an, unter 500 geht nirgendwo mehr was. Welche Unis welche
  Punktzahl verlangen kann man z.B. der aktuellen Ausgabe von "Barron's
  Profiles" entnehmen (siehe Frage ``Amerika-Haeuser u.a.'').

  Mit sieben Jahren Schulenglisch sollte man sich, natuerlich
  eingeschlossen den nachzuholenden Lernaufwand, und wenn der
  Schulabschluss nicht gerade zehn Jahre her ist, auf 550-Punkte-Niveau
  bewegen koennen (meine Meinung, YMMV).

  ACHTUNG: Das Ergebnis des TOEFL gilt genau zwei Jahre.  Wenn man den
  TOEFL also abgelegt und sich dann erfolglos um ein Stipendium oder
  einen Studienplatz in den USA beworben hat, muss man bei einer
  Neubewerbung auf das Datum des alten Tests achten!

  8.2.  [Anmeldung und Ablauf]

  Zur ANMELDUNG besorge man sich das jaehrlich erscheinende "TOEFL
  Bulletin of Information" in einem Amerika-Haus, oder mit einem kurzen,
  hoeflichen Briefchen an

  o  CITO-TOEFL
     PO Box 1203
     6801 BE Arnhem
     Niederlande
     Tel.: +31 (85) 455 555

  o  Educational Testing Service
     TOEFL Office
     CN 6151
     Princeton, NJ 08541
     USA

  (Der ETS-WWW-Server findet sich unter dem URL .)

  Darin finden sich auch Test Dates, moegliche Test Centers und eine
  Liste von Uebungsmaterialien, die man bestellen kann. Die Anmeldung
  kostet etwa 60 Dollar, das Ergebnis des Tests wird direkt an die Uni
  geschickt, an der man sich bewirbt, das muss man also nicht selber
  machen. Auf dem Anmeldebogen kann angegeben werden, an welche Unis das
  Ergebnis geschickt werden soll. Das Test Center wird der
  Kandidatin/dem Kandidaten jeweils zugewiesen, man hat dabei zwei
  Praeferenzen. (Es ist aber durchaus schon passiert, dass Leute von
  Freiburg nach Hamburg fahren mussten, o.ae ...)

  Janine Willms 
  schreibt ueber ihre Testerfahrungen:

       Allgemein soll es beim TOEFL darum gehen, seine Kenntnisse
       im Bereich der englischen Sprache unter Beweis zu stellen.
       Dies wird evtl. erschwert durch unbequeme Klappstuehle mit
       eingebauten Tischen, die bequemes Sitzen unmoeglich machen,
       lange Wartezeiten (3/4 h) bis alle (in Hamburg waren es 100)
       Teilnehmer ihre Unterlagen abgegeben und ordentlich von
       vorne nach hinten die Reihen fuellend Platz genommen haben.

       Auf Tonband werden auf englisch alle Anweisungen dafuer
       gegeben, wie man seine Unterlagen auszufuellen hat.  Schoen
       langsam, damit dies auch alle mitkriegen. Dabei kann man
       dann auch schon einmal ueben, wie man Ovale mit Bleistift
       schoen saeuberlich ausfuellt, so dass die darunterligende
       Ziffer nicht mehr sichtbar ist. Dies wird fuer den TOEFL-
       Test wichtig sein, in dem man immer jeweils ein Oval von 4
       als Loesung (oder durch Raten) fuer eine Frage auswaehlen
       und ausfuellen muss.

  Der Test besteht aus DREI TEILEN, die zusammen 140 Fragen umfassen und
  formell etwa 110 bis 120 Minuten dauern (aber man sollte fuer den
  ganzen Vorgang mehr Zeit einplanen). Der erste Teil ist "Listening
  Comprehension" (Hoerverstaendnistest, bei dem vom Band ein Text
  gesprochen wird, ueber den Fragen zu beantworten sind, 40 Minuten/50
  Fragen); dann "Structure + Written Expression" (25 Min./40 Fragen);
  schliesslich "Reading Comprehension + Vocabulary" (45 Min./50 Fragen).
  Es wird sehr genau auf formellen Kram geachtet, da der Test so stark
  normiert ist. Man sollte sich dran halten. Sogar die einschlaegigen
  Tricks sind in den einschlaegigen Uebungsunterlagen beschrieben ...

  Seit 1988 gibt es den TWE ("Test of Written English"), der bei manchen
  Test Dates (siehe "Bulletin") mitgegeben wird. Scheinbar haben damals
  viele amerik. Unis nach so etwas verlangt. Man muss dabei in 30
  Minuten ein Essay ueber ein vorgegebenes Thema schreiben, das dann auf
  einer Skala von 1.0 aufwaerts bis 6.0 bewertet wird (bei 6.0 ist man
  in schriftlichem Englisch voellig fluessig und selbstaendig). Das
  Ergebnis des TWE fliesst NICHT in die TOEFL-Punktzahl mit ein und wird
  getrennt auf dem TOEFL-Transkript vermerkt. Ich habe bis jetzt von
  keinem Fall gehoert, in dem das TWE-Ergebnis fuer eine amerik. Uni
  entscheidend bei der Zulassung oder Ablehnung war.

  8.3.  [Vorbereitung]

  Zum ENGLISCHTRAINING: Beim TOEFL-Office in Princeton/der Filiale in
  Arnhem sollte man sich die im TOEFL-Bulletin angebotenen Materialien
  bestellen, um ein Gefuehl fuer die wahrscheinlich ungewohnte Form des
  Tests zu bekommen: Alle drei Teile des TOEFL sind "multiple choice",
  die Choice wird gemacht, indem man mit Bleistift eines von vier
  kleinen Ovalen ausmalt (Beispiele finden sich reichlich im TOEFL-
  Uebungsmaterial). Fuer deutsche Klausurenschreiber immer wieder eine
  unerschoepfliche Quelle der Heiterkeit ... :-)

  Da nach wie vor deutsche Englischlehrer sehr oft der Meinung sind,
  Oxford English sei tatsaechlich eine gesprochene Sprache und kein
  Standard (tatsaechlich ist es umgekehrt ... :-) ), ist der
  Hoerverstaendnisteil fuer viele wahrscheinlich die Crux der ganzen
  Sache. Dazu stehen unten die besten Tips. Grundregel: hoeren, hoeren,
  hoeren! Wenn man schon keine Gelegenheit zum Sprechen hat.  Vokabeln
  gezielt zu pauken hat i.d.R. weniger Sinn als die alten
  Grammatikuebungen aus der Schule wieder rauszukramen, viel zu lesen
  und dabei immer wieder Vokabeln nachzuschlagen. Je laenger man in der
  Schule Englisch hatte, um so leichter wird einem das Wiederholen
  wahrscheinlich fallen.

  Groessere Unis haben uebrigens oft ein Sprachenzentrum (z.B. Uni
  Stuttgart), in dem man an SPRACHKURSEN teilnehmen kann.  Alternativ
  bieten einige groessere anglistische Institute Sprachkurse fuer Nicht-
  Anglisten an (z.B. Uni Muenchen).  Ansonsten gibt es auch
  Volkshochschulen mit Englischkursen, die man zumindest in Erwaegung
  ziehen sollte. Wenn die Kohle stimmt, kann man natuerlich auch an
  einem Sommersprachkurs in den USA/notfalls England teilnehmen.  Ein
  Auslandssprachkurs kann unter Umstaenden auch durch ein
  Kurzzeitstipendium vom DAAD gefoerdert werden.

  Die folgenden Buecher kann man ueber faehige Buchhandlungen bestellen:

  o  "Barron's Practice Exercises for the TOEFL" plus Audiotape (fuer
     Anfaenger)

  o  "Barron's How to Prepare for the TOEFL" by Pamela J. Sharpe (fuer
     Fortgeschrittene).

  Ein Tip zum Ueben von Kurt Jaeger 

       "Einfach" fuer den geuebten UseNet-Leser. Die akustische
       Wahrnehmung vielleicht vorher mal an einigen Internet-Talk-
       Radio-Sendungen ueben. Reden muss mensch ja dort nicht, lei-
       der.

  Noch mehr Tips von Alexander Schoemig :

       Die einhellige Meinung war, dass die Hoerverstehensuebung
       einerseits sehr ungewohnt sei und andererseits schwer zu
       trainieren ist. Die meisten hatten hier wohl am schlecht-
       esten abgeschnitten.  Ich empfehle den Testkandidaten von
       meiner Fakultaet taeglich AFN zu hoeren. (In Wuerzburg sind
       die HQs der 3rd Inv. Div. mit ca. 5000 Amerikanern; AFN ist
       im Aether und am Kabel.)  Ferner empfiehlt es sich SitComs
       wie Golden Girls oder Herman's Head im Originalton anzusehen
       und zu HOeREN, falls ein entsprechend ausgestattetes Geraet
       zur Verfuegung steht. Oder wer Kabel/Schuessel hat sollte
       sich oefters mal Nachrichten und Talkshows auf Sky, CNN und
       NBC-Superchannel antun. Die Uebungsunterlagen, die man zum
       TOEFL bekommen kann, sind ebenfalls zu empfehlen, zumindest
       uebt man schon mal die Ovale auszufuellen. :-)

       Bei der Hoerverstehensuebung, die mitgeliefert wird, kann
       man aber je nach Fachgebiet einen falschen Eindruck bekom-
       men: Ich hatte seinerzeit als Uebung etwas ueber Primzahlen
       (leicht zu verstehen fuer'n Mathe-Informatiker) und live vor
       Ort ging's dann um die Milchenzymverdauung im Magen wenn man
       Joghurt isst. War saubloed!

  9.  [Gibt es die Moeglichkeit eines Kurzstudiums oder Sommerstudiums?]

  Viele amerikanische Universitaeten und Colleges bieten die sogenannte
  "Summer School" oder "Summer Session" an, in der Pause zwischen dem
  Spring Term und dem Fall Term (allgemein Anfang Juli bis Ende August).
  Fuer die dabei angebotenen Programme gibt es tlw. Stipendien, oefter
  muss man alles selber zahlen (was sich aber schlimmer anhoert, als es
  ist, da die Summer Session kaum laenger als acht bis zehn Wochen
  laeuft, i.d.R. kein voller Term).

  Es spricht einiges dafuer, einmal eine Summer Session besucht zu
  haben, da dabei oft gut qualifizierte Kurse angeboten werden. Der
  Hauptnachteil ist natuerlich, dass im Sommer auf dem Campus nur sehr
  wenig los ist, und dass man auch viel Pech haben kann mit den Kursen
  (mglw. schlechte Profs). Das Geld ist dann ziemlich futsch, da man nur
  so kurz da ist.

       ACHTUNG: Es ist zu betonen, dass die Meinungen ueber den
       Wert des Besuchs von Summer Sessions durchaus geteilt sind;
       sie schwanken (bei den Leuten, mit denen ich darueber gere-
       det/korrespondiert habe) von "Geldmacherei der Unis in brot-
       losen Zeiten" bis zu "wertvolle Erfahrung, wenn man nicht
       genug Zeit im Studium hat und trotzdem mal weg gewesen sein
       will".

  INFORMATIONEN ueber die Summer Session verteilen/verschicken oft die
  einzelnen Unis direkt aus den Staaten, das Akademische Auslandsamt
  hilft dann weiter. Recht oft haengen solche Programme auch in den
  Instituten fuer Anglistik/Amerikanistik/Neuere Englische Philologie
  aus (falls es ein solches Institut an der jeweiligen Uni gibt,
  natuerlich. Wir koennen ja nicht ueberall sein :-).  Ausserdem haben
  die Amerika-Haeuser oft eine Broschuere "Studying in the USA -- Summer
  Edition" (o.ae.).

  Fuer einige schnell erreichbare Beispiele von Summer Session-
  Programmen siehe die folgenden URLs:

  o  Columbia University (New York, New York)
     , unter dem Stichwort "Summer
     Programs at Columbia"

  o  Cornell University (Ithaca, New York) 

  o  Harvard University (Cambridge, Massachusetts)
     , Division of Continuing Education

  o  University of California at Berkeley 

  o  University of California at Davis
     

  o  University of Oregon (Eugene)
     

  Vom IIE (siehe Frage ``Amerikanische Stellen'') gibt es das Buch
  "Specialized Study Options USA. A Guide to Short-term Programs for
  Foreign Nationals", ed. by Barbara Cahn Contillo.

  Vom CIEE (siehe Frage ``Amerikanische Stellen'') gibt es ein
  Austauschprogramm, mit dem man die Summer Schools der University of
  California at Los Angeles (UCLA) und Santa Barbara (UCSB) besuchen
  kann. Dieses Programm haengt sehr oft an Unis aus. Allerdings sind die
  Anforderungen da gar nicht so gering (z.B. 600 TOEFL-Punkte), was aber
  vielleicht auch fuer die Qualitaet von UCLA/UCSB spricht.

  [[TODO: Neuere Information sagt, dass dieses Programm inzwischen
  ausgeweitet wurde. Weiss jemand mehr?]]

  10.  [Kann ich mein Studium allein finanzieren/meine Eltern
  finanzieren lassen?]

  Grundsaetzlich nein ... :-) :-(. Ausnahmen bestaetigen die Regel.
  Keine mir bekannte amerikanische Universitaet verlangt z.Zt. WENIGER
  als ca. 3000 Dollar pro Jahr an Studiengebuehren ("tuition"), dazu
  kommen Flug/Fluege, Lebenshaltung (regional stark unterschiedlich) und
  diverse Pflichtversicherungen. Einzelangaben bringe ich hier erstmal
  nicht, da hier wohl die Erfahrungen zu unterschiedlich sind und die
  Betraege sich laufend aendern. I.d.R. sind diverse Stipendien (auch
  direkt von amerikanischen Unis oder anderen amerikanischen
  Foerderungsstellen zu bekommen)/Bafoeg "The way to go".

       ACHTUNG: Dieser letzten Aussage haben seit der ersten
       Veroeffentlichung dieses FAQ einige Leute qualifiziert
       widersprochen. Ihre jeweiligen Erfahrungen z.B. mit
       deutschen Stipendiengebern seien sehr negativ gewesen, und
       schliesslich seien sie nahezu ohne institutionelle Hilfe von
       deutscher Seite mit einem grossen Teil privater Finanzierung
       in den USA gelandet.  Solche Faelle kommen sicherlich vor.

       Dennoch bleibe ich dabei, dass die meisten deutschen
       Studierenden, die in den USA studieren, meist kein volles
       Degree Program absolvieren, oder nicht fuer laenger als ein
       oder zwei Jahre bleiben wollen, und dass daher "kuerzere"
       Stipendien vorzuziehen sind.

  Man ziehe aber NICHT den Fehlschluss, dass je teurer die Uni ist, sie
  desto besser fuer einen persoenlich sei. Das ist sicher so nicht
  richtig. Geld wollen sie alle. Wieviel genau kann am besten den
  jaehrlichen Katalogen entnehmen, die z.B. in den Amerika-Haeusern
  ausliegen (siehe Frage ``Amerika-Haeuser u.a.''). Wenn ihr in den
  Katalogen nachschlagt, beachtet bitte, dass alle Auslaender die
  Tuition fuer "out-of-state students" zahlen, da ihr ja keine
  Steuerzahler innerhalb des Bundesstaates seid, in dem ihr studieren
  wollt.

  Wenn die Eltern oder andere Teile der Familie in der Lage sind, so was
  zu finanzieren, um so besser :-). Wenn man zu seinem Schritt ueber den
  Teich entschlossen ist und keine Stipendien- oder
  Foerderungsmoeglichkeiten hat, sollte man jede andere Moeglichkeit
  ausnutzen.

  10.1.  [Weitere Finanzierungsinformation auf dem Internet?]

  Eine Menge Information zum Thema enthaelt die "Financial Aid
  Information page"
  
  von Mark Kantrowitz .  Diese Seite ist zwar auf
  amerikanische Verhaeltnisse zugeschnitten, dennoch finden sich dort
  auch Informationen fuer auslaendische Studierende.  Die folgenden, von
  dieser Seite abzweigenden URLs scheinen mir wertvoll zu sein:

  o  "A SELECTED LIST OF FELLOWSHIP AND OTHER SUPPORT OPPORTUNITIES FOR
     ADVANCED EDUCATION for United States Citizens and Foreign
     Nationals"
     )

  o  "American University and English as a Second Language Information
     Service" 

  Ohne jede Gewaehr fuer ihre Nuetzlichkeit und/oder Serioesitaet gebe
  ich ausserdem die folgenden URLs weiter (aus einem Posting in
  comp.internet.net-happenings von Liz W. Tompkins ):

  o  University Pages 

  o  Student Services, Inc. 

  o  Your Scholar Ship 

  o  One World Resources 

  o  Scholarship Resources for Students
     

  o  Winning Scholarship Searches
     

  o  Crestar Student Loan 

  o  Free Money For College! 

  o  Info-Center ... The Scholarship Source
     

  o  FEDIX 

  o  Funding Opportunities
     
  o  Computer Assisted Scholarship Searches
     

  o  US Bank Financial Aid 

  o  Scholarships and Financial Aid 

  11.  [Gibt es spezielle Information/Kontaktadressen o.ae. fuer mein
  Fach?]

       ACHTUNG: Diese Liste soll vorzugsweise Faecher ein-
       schliessen, aus denen Studierende im deutschen Usenet
       vertreten sind. Wenn sich jemand uebergangen fuehlt --
       Ergaenzungen willkommen! ("Vertreten" heisst bis jetzt, dass
       ich schon mal Beitraege von Leuten aus diesen Faechern gese-
       hen habe.)

  Vgl. dazu auch die Bibliographie bei Littmann (siehe Frage ``Deutsche
  Stellen'').  Ausserdem sollte man die Anzeigenteile der diversen
  Fachzeitschriften genau durchblaettern, dort finden sich regelmaessig
  entsprechende Angebote.

  11.1.  [BWL/VWL?]

  o  "Graduate Study in Management", Hrsg. Educational Testing Service
     (jaehrlich neu, Adresse siehe Frage ``Welche Sprachanforderungen
     werden gestellt?''.) Darin z.B. weiteres fuer alle MBA-
     Interessierten, z.B. ueber GMAT (siehe Frage ``Wie laeuft eine
     Bewerbung direkt bei einer Universitaet ab?'').

  o  "Guide to Graduate Studies in Economics and Agricultural
     Economics", Hrsg: The Economics Institute, Box 259, University of
     Colorado, Boulder CO 80309, USA

  Von Dick Startz gibt es ein Dokument namens "Graduate Economics
  Admissions Standards".  URL:
  

  (Siehe auch oben, Frage ``Relevante Newsgruppen'' (AIESEC).)

  11.2.  [Informatik?]

  Alexander Schoemig  empfiehlt
  das folgende Buch:

       Toelle, W.; Yasner, J.; Pieper, M: Study and Research Guide
       in Computer Science.  Profiles of Universities in the USA.
       Springer 1993.  ISBN 3-540-55319-3, DM 25,-

  Es gibt ausserdem die "Association for Computing Machinery".  Von Uwe
  Thiemann :

       ACM unterstuetzt seine Mitglieder, d.h. natuerlich auch
       seine studentischen Mitglieder, bei der Karriere-Planung.
       (ACM ist die Computer-Gesellschaft schlechthin, in der Wis-
       senschaftler, Praktiker usw. Mitglieder sind.)

       Beispielsweise gibt es einmal im Jahr eine Zusammenstellung
       von nordamerikanischen Universitaeten: Adressen,
       Forschungsschwerpunkte, Stip.-Moeglichkeiten usw. (Fuer Stu-
       denten kostenlos !!)

       "Association for Computing Machinery (ACM) Student Member-
       ship ACM, the largest and most influential society of com-
       puting professionals, helps students get their careers
       started; improve job prospects; get detailed information on
       over 100 graduate assistantships; stay current with the
       state-of-the-art in computing; make contacts; build net-
       works; and win job offers. Membership information is avail-
       able from ACM's Member Services Department: 1515 Broadway,
       New York, NY 10036; Email: ; Phone:
       800-342-6626 (In U.S. and Canada); 1-212-626-0500 (In metro
       NY and outside U.S.); Fax: 212-944-1318.  (#CBD11932)"

  Siehe auch die Newsgruppe comp.org.acm ("Topics about the Association
  for Computing Machinery") sowie der URL .
  (Letzteres ist das "Graduate Assistantship Directory": Ausschreibungen
  von Stellen als "Graduate Assistant" in Informatik an einem ganzen
  Haufen Universitaeten.)

  11.3.  [Ingenieure?]

  Ich weiss leider nicht, fuer welche spezifischen Richtungen das hier
  relevant ist, aber trotzdem:

  "Annual Directory: Engineering College Research and Graduate Study",
  Hrsg.: American Society for Engineering Education, 11 Dupont Circle,
  Suite 200, Washington DC 20036, USA

  11.4.  [Jura?]

  Bedingt durch das "etwas andere" juristische Studium an den Law
  Schools in den USA kann/will ich hier keine konkreten Informationen
  weitergeben, ausser der einen Grundregel: Zum "NC-Umgehen" ist das Law
  School-Studium sicher vollstaendig ungeeignet! (Um das Law-Studium
  ueberhaupt erst anzufangen, muss bereits ein Uniabschluss vorhanden
  sein ...). Im Regelfall geht man nach dem ersten Staatsexamen rueber.
  (Dank an Volker Schleifstein .)

  Siehe auch auf die folgenden URLs (Dank an Joerg M. Aumann ):

  o  Seite der Deutsch-Amerikanischen Juristenvereinigung e.V., Mainz
     , dabei auch:

  o  Heiner Baab 
     : Erfahrungen
     beim Studium in den USA

  o  Seite der Deutsch-Amerikanischen Juristenvereinigung e.V.,
     Saarbruecken 

  Die DAJV ist auch unter der folgenden Adresse zu erreichen:

  o  Deutsch-Amerikanische Juristenvereinigung e.V.
     Alte Bahnhofstr. 10
     53173 Bonn
     Tel.: (0228) 361376
     Fax.: (0228) 357972

  Siehe auch in Druck:

       Grossfeld/Vieweg (Hrsg.), "JuS-Auslandsstudienfuehrer.
       Jurastudium und Wahlstation im Ausland." (2. Auflage,
       Muenchen 1991), Par. 23 "USA" und Par. 24 "Die Aus-
       landswahlstation der Referendare" (mit weiteren Verweisen).

       "USA-Studienfuehrer fuer Juristen", hrsg. von der Deutsch-
       Amerikanischen Juristenvereinigung (3. Auflage, Bonn 1990).

  Volker Schleifstein  empfiehlt
  noch die folgenden Artikel:

  o  Martinek, JuS 1984, 92ff m.w.N.

  o  Mahler, JuS 1987, 333ff

  11.5.  [Medizin?]

  Wie bei den Juristen ist auch bei den Medizinern "alles anders",
  besonders was das Umgehen des NC betrifft.  Fuer ALLE Mediziner (auch
  Zahn usw.) verpflichtend ist der MCAT (Medical College Admission
  Test):

  MCAT Registration, American College Testing Program, PO Box 414, Iowa
  City IA 52243, USA

  Ausserdem war es bislang fuer Aerzte im Praktikum nicht moeglich, in
  den USA ohne volle Approbation zu arbeiten. Dies soll sich 1998
  aendern. Informationen hierzu beim Marburger Bund in Koeln.

  W. Esch, "Medizinstudium und Weiterbildung in den USA" (Zuelpich:
  Biermann Verlag, 2. Auflage 1991), enthaelt jede Menge weiterer
  Information.

  "Medical School Admission Requirements" (jaehrlich neu), Hrsg.:
  Association of American Medical Schools, One Dupont Circle, Washington
  DC 20036, USA

  11.6.  [Sozialwissenschaften?]

  o  "Graduate Guide to Political Science", Hrsg.: American Political
     Science Association, [[Adresse noch unbekannt, kostet etwa 35
     Dollar]], Tel.: +1 (202) 483-2512

  o  "Graduate Study in Psychology", Hrsg.: American Psychological
     Association, 1200 17th Street NW, Washington DC 20036, USA

  o  "Guide to Graduate Departments of Sociology in the US and Canada",
     Hrsg.: American Sociological Association, 1772 N Street NW,
     Washington DC 20036, USA

  12.  [Gibt es sowas wie ein Fernstudium in die USA?]

  Per WWW laesst sich die "Internet University - College Courses by
  Computer"  ansteuern.  Selbstwerbung:

       The most comprehensive listing of online college courses
       available (700+ courses).  Profiles of over thirty accred-
       ited online course providers.  Dynamic links to more than
       2,000 Internet study resource sites.

  Leider weiss ich nichts ueber diese Programme und kann daher auch
  nichts nuetzliches ueber ihre Qualitaet sagen (aber vielleicht jemand
  anders?)

  Ralf W. Stephan  mailte mir ausserdemdie
  folgende Liste zu:

       Title: Accredited Graduate Distance Education
       From: cdeemer
       Date: Friday 23 Aug 91 10:39:49 PDT

       COLLEGES THAT OFFER FULLY ACCREDITED DEGREES THROUGH CORRE-
       SPONDENCE STUDY WITH LITTLE OR NO TIME ON CAMPUS

       A compilation by Steve Vise

  [[Mailadresse leider unbekannt und nicht nachvollziehbar.]]
  Verfuegbar im Infosystem der Uni Stuttgart .

  13.  [Was ist eigentlich der Unterschied zwischen "Graduate" und
  "Undergraduate"? Was ist besser fuer mich?]

       ACHTUNG: Tatsaechlich ist das System bedeutend komplizierter
       als hier dargestellt. Siehe dazu auch (einfuehrend) die
       Broschuere von Littmann, "Studienfuehrer USA" (siehe Frage
       ``Deutsche Stellen'').

  Die "Undergraduate Studies" erstrecken sich auf die ersten vier Jahre
  eines amerikanischen Hochschulstudiums und fuehren zum Abschluss
  ("degree") eines "Bachelor of " (mit oder ohne
  Schreiben einer Abschlussarbeit, "Thesis" genannt). Die ersten vier
  Jahre heissen "freshman", "sophomore", "junior" und "senior year".

  "Graduate Studies" beginnen danach (viele Leute sammeln aber auch erst
  einige Jahre Berufserfahrung, bevor sie einen hoeheren Abschluss
  anfangen) und fuehren zum Abschluss "Master of " (mit Thesis, je nach Programm gibt es
  aber auch den "Master by coursework" ohne Thesis) und danach zum
  "Ph.D." (Doctor of Philosophy, mit oft LANGER Thesis). Sehr oft werden
  Graduates als "Teaching Assistants"/"Graduate Teaching Fellows",
  "Research Assistant" oder "Administrative Assistant" beschaeftigt,
  gegen Erlass der Studiengebuehren und/oder gegen (mittelgutes) Gehalt
  als "tenured graduate".

  Ergaenzend zu letzterem von Ralph Becker-Szendy (Stanford University):

       "Tenure" ist die Einrichtung der lebenslaenglichen Profes-
       sur: Wenn ein Prof sieben Jahre lang gelehrt hat, kann er
       "Tenure" beantragen; wenn er die bekommt, wird er unkuend-
       bar. Das ganze hat den Sinn, die Freiheit der Lehre
       finanziell zu sichern (wer gut genug ist, um "Tenure" zu
       bekommen, hat seinen Lehrauftrag sicher, selbst wenn seine
       Meinungen der Uni oder ihrem Traeger nicht gefallen).

       Ein "tenured graduate student": Natuerlich kann man als Stu-
       dent (selbst als "graduate student", d.h. Doktorand) keine
       Professur auf Lebenszeit bekommen. Der Witz ist also, dass

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