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ein "tenured graduate student" schon lange genug an der Uni
ist, dass er eigentlich schon "Tenure" bekommen sollte (also
VIEL ZU LANGE fuer einen Doktoranden). Ein "tenured gradu-
ate student" ist im Prinzip ein Versager.
Fuer die meisten deutschen Studierenden sind Graduiertenprogramme
i.d.R. wohl interessanter als Untergraduiertenprogramme, sofern sie im
Laufe des Studiums lediglich zeitweise in den Staaten studieren, oder
natuerlich/offensichtlich wenn sie nach dem Diplom/Magister (in
manchen Faellen Vordiplom/Zwischenpruefung) eine Promotion in den
Staaten absolvieren wollen. An verschiedenen Unis besteht die
Moeglichkeit, sich als TA/RA zu bewerben und so eine Menge Geld zu
sparen. (Im Einzelfall zu regeln.)
Der beste Zeitpunkt fuer einen EINjaehrigen Aufenthalt duerfte fuer
die meisten Leute unmittelbar nach dem Vordiplom/der Zwischenpruefung
liegen, da man sich dann, vor Beginn des eigentlichen Hauptstudiums,
noch einen besonderen Interessenschwerpunkt suchen KANN (keineswegs
musss!). Von vielen grossen Universitaeten wird das Vordiplom/die
Zwischenpruefung als ausreichend zur Aufnahme von Graduate Studies
angesehen; am besten ist es natuerlich, sich diesbezueglich
ausfuehrlich bei den einzelnen Unis umzuhoeren, es sei denn, man hat
das Glueck, ueber seinen Stipendienfinanzierer gleich als Graduate zum
Studium zugelassen zu werden.
Zu Fragen des "Graduate Advising for Undergrads" gibt es eine
Mailingliste, . Adresse zum
Anmelden: mit Subject "subscribe
grad-adv".
14. [Hat es Sinn, als Abiturientin/als Abiturient ein Studium in den
USA anzufangen?]
Die Frage betrifft wohl hauptsaechlich solche Leute, die sich in
Deutschland erfolglos fuer einen Studienplatz beworben hatten und
jetzt nicht verfaulen wollen .... Die Antwort haengt natuerlich von
ganz verschiedenen Faktoren ab:
o Eigene Neigung, sowieso irgendwann ins Ausland gehen zu wollen --
dann nimmt man natuerlich auch das Erwerben einer ganz anderen
Abschlussqualifikation in Kauf als die hiesige, und bezieht in die
Ueberlegungen wohl nicht nur studienorientierte Gesichtspunkte ein.
o Unbedingter Willen, ein Studium anzufangen und in Deutschland
fortzusetzen -- in dem Fall sollte man bereits vorher irgendwie
absichern, dass die in den USA erbrachten Studienleistungen an
einer deutschen Hochschule anerkannt werden. Das wiederum ist stark
vom Einzelfall abhaengig und sicher recht schwierig, d.h.
erfahrungsabhaengig. [[Hat jemand einen Erfahrungsbericht?]] Aber
durchaus eine Moeglichkeit!
o NC-Druck -- Um den deutschen NC zu umgehen ist ein Auslandsstudium
nur einer sehr bedingt geeignete Alternative. "Klassische" NC-
behaftete Faecher (z.B. BWL, Jura oder Medizin) sind auch in den
USA sehr spezialisiert und teilweise fuer Studienanfaenger voellig
unzugaenglich (siehe Frage ``Gibt es spezielle
Information/Kontaktadressen o.ae. fuer mein Fach?''). Folglich ist
der Anwendungsnutzen eines Vollstudiums in den USA sehr vorsichtig
einzuschaetzen. Ich will nicht abschrecken -- nur vor uebereiltem
Enthusiasmus warnen!
Zu Bewerbungsproblemen siehe Frage ``Wie laeuft eine Bewerbung direkt
bei einer Universitaet ab?''. In der Regel gibt es fuer
Studienanfaenger KEINE Foerderungsmoeglichkeiten ins Ausland aus
oeffentlichen Mitteln, also z.B. keine DAAD-Stipendien!
15. [Werden in den USA erbrachte Studienleistungen anerkannt?]
Grundsaetzlich ja, allerdings ist dies der Erfahrung nach sehr
instituts-/lehrstuhlabhaengig:
o Wenn z.B. ein Austauschprogramm der jeweiligen Universitaet oder
gar des jeweiligen Instituts mit der besuchten Institution in den
Staaten besteht, sollte die Anerkennung keine Schwierigkeiten
bereiten.
o Wenn man mit einem "allgemeineren" Stipendium drueben ist (z.B.
einem nicht fachgebundenen Fulbright-Vollstipendium), dann
unbedingt vorher am Lehrstuhl erkundigen, wie Anerkennungen
geregelt werden, bzw. ob man ueber einen Modus verhandeln kann
(NICHT im Pruefungsamt, denn i.d.R. stellt der Lehrstuhl die
Scheine aus; recht oft schickt das Pruefungsamt einen nur zurueck
zum Lehrstuhl).
Wenn man nach der Rueckkehr aus den Staaten das Studium an einer
ANDEREN deutschen Hochschule wieder aufnimmt, wird es schon
schwieriger; am besten auch dann zuerst mit dem Lehrstuhl reden,
danach mit dem Pruefungsamt.
Es ist immer eine gute Idee, sich fuer in den USA besuchte
Veranstaltungen, ueber deren Anrechenbarkeit/Relevanz fuer das eigene
Studium/o.ae. man nicht sicher ist, oder die man unbedingt anrechnen
lassen will, von der jeweiligen Dozentin/dem Dozenten in den USA ein
kurzes Statement (mit Briefkopf der Universitaet) schreiben zu lassen,
in dem bestaetigt wird, um was es denn ging, wie die Anforderungen
lagen (Pruefungen, Papers, ...), ggf. wie die Note war. Auf diese
Weise ist man nicht so sehr von den in Deutschland oft nicht so gut
verstandenen amerikanischen "Transcripts" (Zeugnissen mit
Notenauflistung, aber ohne Inhaltsbeschreibung) abhaengig.
16. [Werden in den USA erworbene akademische Grade anerkannt?]
Im FAQ fuer soc.culture.german von Ralf Vogelgesang findet sich dazu ein guter, ausfuehrlicher
Abschnitt, den ich hier nur kurz zusammenfasse. Das FAQ ist u.a.
beziehbar vom Newsarchiv der TU Muenchen .
o Um einen amerikanischen Grad in seiner Originalform zu FUeHREN
bedarf es einer "Erlaubnis zum Fuehren ...", die durch die fuer
Universitaeten zustaendige Behoerde (i.d.R. also das Kultus- oder
Wissenschaftsministerium) des Landes ausgestellt wird, in dem der
erste Wohnsitz des Antragstellers/der Antragstellerin liegt. Die
Bearbeitung kostet 100 bis 150 DM und dauert etwa einen Monat; sie
sagt NICHTS ueber die Gleichwertigkeit des jeweiligen Grades aus.
o Dann gibt es noch den Weg, die Gleichwertigkeit ANERKENNEN zu
lassen (d.h. sich statt Ph.D. Dr. nennen zu
duerfen). Das Verfahren dauert laenger (drei bis vier Monate) und
ist etwas teurer. Die Details variieren von Bundesland zu
Bundesland (in Bayern anscheinend ganz unmoeglich); der Antrag kann
natuerlich auch abgelehnt werden. Fuer naehere Auskuenfte also an
das entsprechende Kultusministerium wenden.
Alexander Schoemig schreibt
ausserdem:
Auf dem Arbeitsmarkt: Da habe ich auch schon Geschichten
gehoert, bei denen man nicht weiss, ob man lachen oder
weinen soll. M.B.A.s, die hierzulande keinen Job bekommen,
weil die Herren Personalchefs nicht wissen, was das (MBA)
fuer'n Ding ist und was man damit machen kann. Muss umso
schlimmer sein, je kleiner die Firma ist. Grundsaetzlich:
Mit einem B.A./B.Sc. kann man nix anfangen, Master duerfte
als Diplomgleich angesehen werden.
Noch eine Ergaenzung von Johannes Ullrich :
Seit einiger Zeit gibt es eine Broschuere:
"Anerkennung auslaendischer Studienleistungen und aus-
laendischer Hochschulabschluesse"
vom Bundesministerium fuer Bildung und Wissenschaft. Die
Broschuere ist kostenlos. Die Adresse des Ministeriums ist:
Bundesministerium fuer Bildung und Wissenschaft, 53170 Bonn
Ueber den Inhalt: Insgesamt nicht zu konkret. Im
wesentlichen geht es darum, dass nicht der Bund, sondern die
Laender und die Universitaeten fuer diese Fragen zustaendig
sind. Es werden jedoch viele Adressen der zustaendigen Beho-
erden genannt und es wird ein guter Ueberblick gegeben.
Ich weiss nicht ob die Broschuere auch ins Ausland geschickt
wird.
17. [Wie laeuft eine Bewerbung direkt bei einer Universitaet ab?]
Eine einleitende WARNUNG: Bei einer privaten Bewerbung UNBEDINGT
darauf achten, dass man sich an einer "accredited" Hochschule bewirbt,
d.h. an einer Hochschule, deren Abschluesse (besonders ausserhalb der
USA) anerkannt werden. Viele der Unis, deren Anzeigen man in
europaeischen populaeren (populaerwissenschaftlichen) Zeitschriften
findet, sind NICHT "accredited". In den Amerika-Haeusern findet man
dazu vielleicht das folgende: "Accredited Institutions of
Postsecondary Education", Hrsg. American Council on Education
(haeufige Neuauflagen). Vgl. dazu auch die Broschuere von Littmann,
siehe Frage ``Deutsche Stellen''. Einen ganz schnellen, ersten
Ueberblick ueber die Accreditation bietet etwa die Seite
http://ieie.nsc.ru/~eac/fair_97/materials.htm. (Dank fuer den Hinweis
an Dirk Osterkamp .)
Das "Institute of International Education" hat einen Fragebogen
entwickelt, der mglw. hilfreich sein kann bei der Anforderung von
Bewerbungsunterlagen direkt von einer amerikanischen Uni (siehe auch
bei Littmann, Frage ``Amerikanische Stellen'').
Wenn man einen irgendwie zustandegekommenen Kontakt zu einer
Professorin/einem Professor oder einer Forschungseinrichtung an einer
amerikanischen Uni hat, sollte man diesen UNBEDINGT aktivieren und
pflegen, besonders dann, wenn man in ein Graduate-Programm will.
(Beispiel: Man kennt einen Prof von einem Unibesuch waehrend eines
USA-Urlaubs; dieser Prof weiss, welche fachlichen Qualitaeten man hat,
nachdem man sich ausfuehrlich mit ihm unterhalten hat, und ist auch
daran interessiert, einen auslaendischen TA fuer sein Department zu
gewinnen. An diesen Prof haelt man sich dann.)
Das Hauptproblem liegt wohl darin, wie die deutschen Noten (so denn
welche verteilt werden) auf das amerikanische Notensystem des "Grade
Point Average" (GPA) angerechnet werden. (GPAs fangen oben bei 4.0 an,
wenn man dauernd "A"s in den Kursen bekommt, und gehen im Prinzip bis
1.0 runter, sind aber nur bis 2.0 akzeptabel.)
Das naechste groessere Problem sind die "admission tests", die man
i.d.R. bestehen muss, um ueberhaupt zugelassen zu werden. Fuer
Undergrads kann dies der CEEB (College Entrance Examination Board)
oder der SAT (Scholastic Aptitude Test)/ACT (American College Test)
sein. Fuer Graduates gibt es den GRE (Graduate Record Examination).
Fuer alle MBA-Bewerber verpflichtend ist der GMAT (Graduate Management
Admission Test). Alle diese Tests koennen in Deutschland absolviert
werden und sind unter Umstaenden recht haarig. Informationen kann man
einholen beim Educational Testing Service (Adresse siehe oben, Frage
``Welche Sprachanforderungen werden gestellt?'') oder in den
"Barron's Guide to the " in Unibibliotheken, Amerika-
Haeusern oder faehigen Buchhandlungen. Diese Tests kosten Geld, wie
der TOEFL. Der GRE etwa kostet 120 Dollar.
Ausserdem braucht man (fast) immer eine genaue Aufstellung der
bisherigen Schul-/Studienleistungen, Sprachzeugnis (siehe oben TOEFL),
Hochschulreifezeugnis, ausfuehrlichen Lebenslauf, zwei, besser drei
Empfehlungsschreiben von deutschen Profs, und nicht zu vergessen ein
"Statement of Purpose", also etwa einen eigenen Studienplan.
Einfuehrende Informationen zum "Statement of Purpose" und zum "Letter
of Recommendation" findet man z.B. unter
http://ieie.nsc.ru/~eac/fair_97/materials.htm. (Dank fuer den Hinweis
an Dirk Osterkamp .)
Die Bewerbung kostet ausserdem einen gewissen Betrag (25 bis 80
Dollar, evtl. mehr), der meist mit einer "International Money Order"
beglichen werden muss [[oder nehmen amerikanische Unis neuerdings
Kreditkarten?]].
Ergaenzend schreibt Alexander Schoemig :
Im Prinzip muss man sich vom Admissions Office der gewuen-
schten Uni die Unterlagen zur Anmeldung (oder den Antrag auf
Erteilung ... usw.) zuschicken lassen und dann ausfuellen.
Die groesste Schwierigkeit ist es sich Studienleistungen aus
Deutschland dort so anrechnen zu lassen, dass das in das
GPA-System passt und man z.B. nach 6 Semestern in D dort als
senior (undergrad) aufgenommen wird. Insofern ist die Anmel-
dung als Abiturient im Wesentlichen einfacher. Habe schon
von Leuten gehoert, denen in USA entweder gleich ein ganzes
Jahr (freshman) oder zumindest einige Kurse (insb. Mathe und
Fremdsprache) erlassen wurden. ('Studienzeitverkuerzung' ;-)
Andere Frage ist, ob die Uni die allgemein ueblichen Bewer-
bertests verlangt. Habe da keine Ahnung, die Grad School
Admisson-Tests werden z.T. auch in D veranstaltet. Hier muss
man wohl definitiv bei der Uni vor Ort nachfragen, was die
wollen. Vielleicht gibt es da auch ein zwischenstaatliches
Abkommen ... Nachteil einer Direktbewerbung: Man hat halt
kein Stipendium o.a. dabei und muss die oft sehr viel hoe-
here tuition fuer Auslaender bezahlen. (Die Wuerzburger Aus-
tauschprogramme beeinhalten i.d.R. einen Studiengebuehrener-
lass oder Stipendien oder aehnliches). Ferner kann man
nicht auf Erfahrungswerte ehemaliger Studenten
zurueckgreifen.
Dem muss noch hinzugefuegt werden, dass (besonders in geistes- und
sozialwissenschaftlichen Faechern) Leute auch durchaus bereits nach
dem 6. Semester als Graduate zugelassen werden. Nach allem, was ich
hoere, kommt das hauptsaechlich darauf an, wieviel Erfahrung die
amerikanische Uni mit auslaendischen Studierenden und deren Zeugnissen
gesammelt hat.
Ein sehr guter Einblick von Ralph Becker-Szendy (Stanford University):
Hier muss erwaehnt werden, dass Graduate Students in den
harten Wissenschaften (z.B. Physik, Informatik) oft Stipen-
dien bekommen, wenn sie hauptsaechlich Forschung betreiben
(aehnlich wie in Deutschland, wo Diplomanden und Doktoranden
in den harten Wissenschaften meist irgendwie bezahlt wer-
den). Das gilt natuerlich nur, wenn man keine Vorlesungen
mehr hoert, sondern Forschung betreibt.
Dazu muss auch noch gesagt werden, dass man bei solchen Din-
gen manchmal mit der Uni handeln kann. Wenn man echt ein
Top-Student ist, wird die Uni oft versuchen, einen mit
finanziellen Mitteln an Land zu ziehen. Das geht vor allem
bei kleineren Unis, die nicht so buerokratisch sind, und wo
der "Department Chair" oder "Dean of Admissions" etwas
Entscheidungs-Spielraum hat. Wenn man sich sicher ist, dass
man ein begehrenswerter Student ist, kann es sich lohnen,
darauf hinzuweisen, dass man ohne finanzielles Zutun der Uni
(z.B. durch RA/TA Job) nicht in die USA gehen kann.
Wenn ihr irgendeinen Zugang habt, versucht die staendig laufende
Diskussion in soc.college.grad/gradinfo/admissions ueber "admission
requirements", GRE/SAT-Punkte usw. usf. zu verfolgen. Dort sitzen sehr
gut informierte Leute.
Von Lothar Fritsch gibt es im WWW
einen Erfahrungsbericht ueber die Bewerbung, und darueber hinaus auch
das Studium und das Leben an der University of Missouri, Columbia, in
Tagebuchform. URL: , mit
weiteren Links zu aehnlichen Berichten.
18. [Soll/kann ich per Internet Kontakt mit einer Universitaet
aufnehmen?]
Natuerlich! (Auf beide Fragen :-).) Bis 1992/93 waere das zwar eher
die Ausnahme oder unueblich gewesen, aber spaetestens seit
Vizepraesident Al Gore Anfang 1993 die Initiative zur "National
Information Infrastructure" ins Leben gerufen hat, haben sich auch die
letzten "Backwoods Colleges" ans Internet gehaengt. Viele Admission
Offices sind per E-Mail erreichbar (siehe Frage ``Per Mail''). Auch
auf dem WWW bieten viele (alle?) Unis Kontaktmoeglichkeiten (siehe
Fragen ``Gibt es weitere Informationsquellen auf dem/via Internet?'').
Darueber hinaus besteht natuerlich die Moeglichkeit, direkten Kontakt
mit amerikanischen Universitaetsdozentinnen und -dozenten aufzunehmen.
Dabei sollte man aber bereits VOR der Kontaktaufnahme gewisse
Vorerkundungen anstellen, und NICHT (wiederhole NICHT!) einfach den
naechstbesten Prof fragen, der zufaellig das Fach lehrt, fuer das Ihr
Euch interessiert. Ein gemeinsames Interesse sollte schon feststellbar
sein (z.B. indem Ihr Euch vorher durch Fachzeitschriften oder
Vorlesungsverzechnisse ueber Interessengebiete von Leuten informiert
habt.)
Auch muss nach wie vor davon ausgegangen werden, dass in bestimmten
Faechern Leute staerker auf dem Netz vertreten sind (Informatik (kaum
zu glauben :-), Mathematik, E-Technik, Physik, sogar
Sozialwissenschaften) als in anderen (Medizin, Jura, auch BWL).
Dazu ein instruktiver Artikel von Scott Schmidler aus soc.college.gradinfo:
From: schmid at rikers.CS.Berkeley.EDU (Scott Schmidler)
Newsgroups: soc.college.gradinfo
Subject: Re: E-mailing professors at other universities
(good/bad)?
Date: 18 Jan 1995 08:39:17 GMT
Organization: University of California, Berkeley
Message-ID: <3fik3l$p51@agate.berkeley.edu>
In article <3fi82t$pu9@news.ysu.edu>, Dawn Hammond wrote:
> ...
> Just make sure you use the same rules of
> etiquette that you would if you were sending
> a letter: address with respect, get to the
> point, and make sure you put your return
> email address at the bottom - some programs
> don't let one automatically reply.
> ...
I have also had very positive results to email inquires to
potential advisors. The above is good advice, and let me
add a little more that should be obvious. The first is to
do some research: make sure you truly are contacting "poten-
tial advisors", and not "professors at a school I want to go
to". There is a big difference, and it will probably make a
big difference in the type of response you get. Unfortu-
nately, if you don't know what type of research you want to
do as a grad student, this probably means don't bother any-
body. You'll have plenty of opportunities to meet them
after you're admitted, and you won't help the admissions
process by bothering randomly selected professors with ques-
tions more appropriately addressed to an admissions secre-
tary.
Nearly everybody I contacted was suggested to me as a poten-
tial advisor by my own undergraduate research advisor or
someone in a similar position; generally these people were
known to them on at least a professional level. (Of course,
as Dawn mentioned, they may then suggest someone else to you
themselves.)
In addition, I had read publications of most of them, and
was familiar with their broad research interests (web pages,
department publications are good here) as well as specific
work related to my interests. Because I opened each message
mentioning who had referred me to them, and what aspects of
their research I was interested in, I was able to convey in
a very short message that I had legitimate questions and
interest in their work. By doing all this, I was able to
target a very few people that I was truly interested in
working with, and thus the responses were overwhelmingly
positive. It also allowed me to narrow my list of schools
when applications came around, both saving me money and giv-
ing me confidence that I hadn't missed anyplace less famous
but more appropriate for my own interests.
It remains to be seen how much benefit this has when it
comes down to actual admissions, but certainly I had some
very positive responses (including invitations to visit
labs) and received some useful information. So I would
agree that it's a worthwhile thing to do. On the other
hand, having spoken to my advisor about his views on this, I
wouldn't recommend it unless you have some valid reason to
believe that you both share mutual interests.
scott.
19. [Wo kann ich etwas ueber die Einstufung ("Ranking")
amerikanischer Universitaeten erfahren?]
Fuer Leute, die nicht wissen, was mit Ranking gemeint ist: Darunter
versteht man in der "Higher Education"-Diskussion in den USA und
anderswo die Einstufung und Auflistung von Universitaeten nach
verschiedenen Kriterien (z.B. Zahlenverhaeltnis Profs zu Studierende,
Qualitaet der Profs, Hoehe der Forschungsdrittmittel, u.v.a.). I.d.R.
sind Rankinglisten dann am aussagekraeftigsten, wenn sie nach
einzelnen Fachrichtungen aufgegliedert sind. In Deutschland ist
Ranking in den letzten Jahren besonders durch die Veroeffentlichungen
des "Spiegel" in die Diskussion gekommen. Ob man sich in der Auswahl
der Uni von Rankings beeinflussen oder bestimmen laesst will ich hier
lieber nicht diskutieren. In soc.college und soc.college.grad finden
dazu immer wieder Diskussionen statt.
Zum Ranking gibt es eine Reihe von Reports:
o "Gourman Report" (umstritten)
o "Educational Rankings Annual, published by Gale Research" (besser)
o Die jaehrliche Sonderausgabe zu Colleges und Universities des "US
News and World Report", die in Deutschland an Bahnhoefen und
Flughaefen recht leicht aufzutreiben sein sollte. (Der "US News
and World Report" hat auch einen WWW-Server laufen: "US News
College Fair" . Die Rankings
kann man sich auch direkt unter
anschauen.)
o Ausserdem natuerlich: Amerika-Haeuser abgrasen!
20. [Und wann soll ich mich um das alles kuemmern?]
Die letzte Antwort, weil sie am einfachsten zu geben ist: So frueh wie
moeglich ... :-). Richtwert ist, eineinhalb Jahre vor Beginn des
geplanten Aufenthaltes mit Vorerkundungen anzufangen, und ein Jahr
davor konkrete Schritte einzuleiten, also TOEFL-Unterlagen zu besorgen
und sich nach Stipendien/Bafoeg umzutun. Die meisten Stipendien haben
die BEWERBUNGSFRIST zwischen Juni und November, und dann fliegt man im
August danach, denn sehr viele amerikanische Unis fangen schon Mitte
bis Ende August an. Zu dieser Zeit (November) muss auch bereits der
TOEFL absolviert sein, auch wenn man das Endergebnis noch im Dezember
nachreichen kann.
Wenn man sich direkt an einer Uni bewirbt, hat man u.U. laenger Zeit
mit der endgueltigen Bewerbung; genaue Fristen stehen z.B. in den
College Catalogs in den Amerika-Haeusern. In jedem Fall muss man die
verschiedenen Eingangstests rechtzeitig vor der endgueltigen Bewerbung
ablegen.
Beachtet bitte, dass die Tests und Bewerbungsunterlagen
amerikanischer Unis BEARBEITUNGSGEBUEHREN kosten, die sich
u.U. ganz schoen hochsummieren!
Wer also 1999/2000 rueber will, sollte jetzt (Winter/Fruejahr 1998) in
Ruhe Unis auskundschaften, die Bewerbung abschicken und Englisch
lernen ... :-)
Und zum Schluss: Viel Glueck dabei!!!
--
Christian Taube -- taube@isa.de
PGP public key available. Any opinions expressed are mine! Thought for today:
Time is hard, like a tractor beam with computers, channels and impatience.
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