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 FAQ: Studieren in den USA (for German students)

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       ein "tenured graduate student" schon lange genug an der Uni
       ist, dass er eigentlich schon "Tenure" bekommen sollte (also
       VIEL ZU LANGE fuer einen Doktoranden).  Ein "tenured gradu-
       ate student" ist im Prinzip ein Versager.

  Fuer die meisten deutschen Studierenden sind Graduiertenprogramme
  i.d.R. wohl interessanter als Untergraduiertenprogramme, sofern sie im
  Laufe des Studiums lediglich zeitweise in den Staaten studieren, oder
  natuerlich/offensichtlich wenn sie nach dem Diplom/Magister (in
  manchen Faellen Vordiplom/Zwischenpruefung) eine Promotion in den
  Staaten absolvieren wollen. An verschiedenen Unis besteht die
  Moeglichkeit, sich als TA/RA zu bewerben und so eine Menge Geld zu
  sparen. (Im Einzelfall zu regeln.)

  Der beste Zeitpunkt fuer einen EINjaehrigen Aufenthalt duerfte fuer
  die meisten Leute unmittelbar nach dem Vordiplom/der Zwischenpruefung
  liegen, da man sich dann, vor Beginn des eigentlichen Hauptstudiums,
  noch einen besonderen Interessenschwerpunkt suchen KANN (keineswegs
  musss!). Von vielen grossen Universitaeten wird das Vordiplom/die
  Zwischenpruefung als ausreichend zur Aufnahme von Graduate Studies
  angesehen; am besten ist es natuerlich, sich diesbezueglich
  ausfuehrlich bei den einzelnen Unis umzuhoeren, es sei denn, man hat
  das Glueck, ueber seinen Stipendienfinanzierer gleich als Graduate zum
  Studium zugelassen zu werden.

  Zu Fragen des "Graduate Advising for Undergrads" gibt es eine
  Mailingliste, .  Adresse zum
  Anmelden:  mit Subject "subscribe
  grad-adv".

  14.  [Hat es Sinn, als Abiturientin/als Abiturient ein Studium in den
  USA anzufangen?]

  Die Frage betrifft wohl hauptsaechlich solche Leute, die sich in
  Deutschland erfolglos fuer einen Studienplatz beworben hatten und
  jetzt nicht verfaulen wollen .... Die Antwort haengt natuerlich von
  ganz verschiedenen Faktoren ab:

  o  Eigene Neigung, sowieso irgendwann ins Ausland gehen zu wollen --
     dann nimmt man natuerlich auch das Erwerben einer ganz anderen
     Abschlussqualifikation in Kauf als die hiesige, und bezieht in die
     Ueberlegungen wohl nicht nur studienorientierte Gesichtspunkte ein.

  o  Unbedingter Willen, ein Studium anzufangen und in Deutschland
     fortzusetzen -- in dem Fall sollte man bereits vorher irgendwie
     absichern, dass die in den USA erbrachten Studienleistungen an
     einer deutschen Hochschule anerkannt werden. Das wiederum ist stark
     vom Einzelfall abhaengig und sicher recht schwierig, d.h.
     erfahrungsabhaengig. [[Hat jemand einen Erfahrungsbericht?]] Aber
     durchaus eine Moeglichkeit!

  o  NC-Druck -- Um den deutschen NC zu umgehen ist ein Auslandsstudium
     nur einer sehr bedingt geeignete Alternative.  "Klassische" NC-
     behaftete Faecher (z.B. BWL, Jura oder Medizin) sind auch in den
     USA sehr spezialisiert und teilweise fuer Studienanfaenger voellig
     unzugaenglich (siehe Frage ``Gibt es spezielle
     Information/Kontaktadressen o.ae. fuer mein Fach?'').  Folglich ist
     der Anwendungsnutzen eines Vollstudiums in den USA sehr vorsichtig
     einzuschaetzen. Ich will nicht abschrecken -- nur vor uebereiltem
     Enthusiasmus warnen!

  Zu Bewerbungsproblemen siehe Frage ``Wie laeuft eine Bewerbung direkt
  bei einer Universitaet ab?''. In der Regel gibt es fuer
  Studienanfaenger KEINE Foerderungsmoeglichkeiten ins Ausland aus
  oeffentlichen Mitteln, also z.B. keine DAAD-Stipendien!

  15.  [Werden in den USA erbrachte Studienleistungen anerkannt?]

  Grundsaetzlich ja, allerdings ist dies der Erfahrung nach sehr
  instituts-/lehrstuhlabhaengig:

  o  Wenn z.B. ein Austauschprogramm der jeweiligen Universitaet oder
     gar des jeweiligen Instituts mit der besuchten Institution in den
     Staaten besteht, sollte die Anerkennung keine Schwierigkeiten
     bereiten.

  o  Wenn man mit einem "allgemeineren" Stipendium drueben ist (z.B.
     einem nicht fachgebundenen Fulbright-Vollstipendium), dann
     unbedingt vorher am Lehrstuhl erkundigen, wie Anerkennungen
     geregelt werden, bzw. ob man ueber einen Modus verhandeln kann
     (NICHT im Pruefungsamt, denn i.d.R. stellt der Lehrstuhl die
     Scheine aus; recht oft schickt das Pruefungsamt einen nur zurueck
     zum Lehrstuhl).

  Wenn man nach der Rueckkehr aus den Staaten das Studium an einer
  ANDEREN deutschen Hochschule wieder aufnimmt, wird es schon
  schwieriger; am besten auch dann zuerst mit dem Lehrstuhl reden,
  danach mit dem Pruefungsamt.

  Es ist immer eine gute Idee, sich fuer in den USA besuchte
  Veranstaltungen, ueber deren Anrechenbarkeit/Relevanz fuer das eigene
  Studium/o.ae. man nicht sicher ist, oder die man unbedingt anrechnen
  lassen will, von der jeweiligen Dozentin/dem Dozenten in den USA ein
  kurzes Statement (mit Briefkopf der Universitaet) schreiben zu lassen,
  in dem bestaetigt wird, um was es denn ging, wie die Anforderungen
  lagen (Pruefungen, Papers, ...), ggf. wie die Note war. Auf diese
  Weise ist man nicht so sehr von den in Deutschland oft nicht so gut
  verstandenen amerikanischen "Transcripts" (Zeugnissen mit
  Notenauflistung, aber ohne Inhaltsbeschreibung) abhaengig.

  16.  [Werden in den USA erworbene akademische Grade anerkannt?]

  Im FAQ fuer soc.culture.german von Ralf Vogelgesang  findet sich dazu ein guter, ausfuehrlicher
  Abschnitt, den ich hier nur kurz zusammenfasse.  Das FAQ ist u.a.
  beziehbar vom Newsarchiv der TU Muenchen .

  o  Um einen amerikanischen Grad in seiner Originalform zu FUeHREN
     bedarf es einer "Erlaubnis zum Fuehren ...", die durch die fuer
     Universitaeten zustaendige Behoerde (i.d.R. also das Kultus- oder
     Wissenschaftsministerium) des Landes ausgestellt wird, in dem der
     erste Wohnsitz des Antragstellers/der Antragstellerin liegt. Die
     Bearbeitung kostet 100 bis 150 DM und dauert etwa einen Monat; sie
     sagt NICHTS ueber die Gleichwertigkeit des jeweiligen Grades aus.

  o  Dann gibt es noch den Weg, die Gleichwertigkeit ANERKENNEN zu
     lassen (d.h. sich statt Ph.D. Dr. nennen zu
     duerfen). Das Verfahren dauert laenger (drei bis vier Monate) und
     ist etwas teurer. Die Details variieren von Bundesland zu
     Bundesland (in Bayern anscheinend ganz unmoeglich); der Antrag kann
     natuerlich auch abgelehnt werden. Fuer naehere Auskuenfte also an
     das entsprechende Kultusministerium wenden.

  Alexander Schoemig  schreibt
  ausserdem:

       Auf dem Arbeitsmarkt: Da habe ich auch schon Geschichten
       gehoert, bei denen man nicht weiss, ob man lachen oder
       weinen soll.  M.B.A.s, die hierzulande keinen Job bekommen,
       weil die Herren Personalchefs nicht wissen, was das (MBA)
       fuer'n Ding ist und was man damit machen kann.  Muss umso
       schlimmer sein, je kleiner die Firma ist. Grundsaetzlich:
       Mit einem B.A./B.Sc. kann man nix anfangen, Master duerfte
       als Diplomgleich angesehen werden.

  Noch eine Ergaenzung von Johannes Ullrich :

       Seit einiger Zeit gibt es eine Broschuere:

       "Anerkennung auslaendischer Studienleistungen und aus-
       laendischer Hochschulabschluesse"

       vom Bundesministerium fuer Bildung und Wissenschaft. Die
       Broschuere ist kostenlos. Die Adresse des Ministeriums ist:
       Bundesministerium fuer Bildung und Wissenschaft, 53170 Bonn

       Ueber den Inhalt: Insgesamt nicht zu konkret. Im
       wesentlichen geht es darum, dass nicht der Bund, sondern die
       Laender und die Universitaeten fuer diese Fragen zustaendig
       sind. Es werden jedoch viele Adressen der zustaendigen Beho-
       erden genannt und es wird ein guter Ueberblick gegeben.

       Ich weiss nicht ob die Broschuere auch ins Ausland geschickt
       wird.

  17.  [Wie laeuft eine Bewerbung direkt bei einer Universitaet ab?]

  Eine einleitende WARNUNG: Bei einer privaten Bewerbung UNBEDINGT
  darauf achten, dass man sich an einer "accredited" Hochschule bewirbt,
  d.h. an einer Hochschule, deren Abschluesse (besonders ausserhalb der
  USA) anerkannt werden. Viele der Unis, deren Anzeigen man in
  europaeischen populaeren (populaerwissenschaftlichen) Zeitschriften
  findet, sind NICHT "accredited". In den Amerika-Haeusern findet man
  dazu vielleicht das folgende: "Accredited Institutions of
  Postsecondary Education", Hrsg. American Council on Education
  (haeufige Neuauflagen).  Vgl. dazu auch die Broschuere von Littmann,
  siehe Frage ``Deutsche Stellen''.  Einen ganz schnellen, ersten
  Ueberblick ueber die Accreditation bietet etwa die Seite
  http://ieie.nsc.ru/~eac/fair_97/materials.htm. (Dank fuer den Hinweis
  an Dirk Osterkamp .)

  Das "Institute of International Education" hat einen Fragebogen
  entwickelt, der mglw. hilfreich sein kann bei der Anforderung von
  Bewerbungsunterlagen direkt von einer amerikanischen Uni (siehe auch
  bei Littmann, Frage ``Amerikanische Stellen'').

  Wenn man einen irgendwie zustandegekommenen Kontakt zu einer
  Professorin/einem Professor oder einer Forschungseinrichtung an einer
  amerikanischen Uni hat, sollte man diesen UNBEDINGT aktivieren und
  pflegen, besonders dann, wenn man in ein Graduate-Programm will.
  (Beispiel: Man kennt einen Prof von einem Unibesuch waehrend eines
  USA-Urlaubs; dieser Prof weiss, welche fachlichen Qualitaeten man hat,
  nachdem man sich ausfuehrlich mit ihm unterhalten hat, und ist auch
  daran interessiert, einen auslaendischen TA fuer sein Department zu
  gewinnen. An diesen Prof haelt man sich dann.)

  Das Hauptproblem liegt wohl darin, wie die deutschen Noten (so denn
  welche verteilt werden) auf das amerikanische Notensystem des "Grade
  Point Average" (GPA) angerechnet werden. (GPAs fangen oben bei 4.0 an,
  wenn man dauernd "A"s in den Kursen bekommt, und gehen im Prinzip bis
  1.0 runter, sind aber nur bis 2.0 akzeptabel.)

  Das naechste groessere Problem sind die "admission tests", die man
  i.d.R. bestehen muss, um ueberhaupt zugelassen zu werden. Fuer
  Undergrads kann dies der CEEB (College Entrance Examination Board)
  oder der SAT (Scholastic Aptitude Test)/ACT (American College Test)
  sein. Fuer Graduates gibt es den GRE (Graduate Record Examination).
  Fuer alle MBA-Bewerber verpflichtend ist der GMAT (Graduate Management
  Admission Test). Alle diese Tests koennen in Deutschland absolviert
  werden und sind unter Umstaenden recht haarig. Informationen kann man
  einholen beim Educational Testing Service (Adresse siehe oben, Frage
  ``Welche Sprachanforderungen werden gestellt?'')  oder in den
  "Barron's Guide to the " in Unibibliotheken, Amerika-
  Haeusern oder faehigen Buchhandlungen. Diese Tests kosten Geld, wie
  der TOEFL. Der GRE etwa kostet 120 Dollar.

  Ausserdem braucht man (fast) immer eine genaue Aufstellung der
  bisherigen Schul-/Studienleistungen, Sprachzeugnis (siehe oben TOEFL),
  Hochschulreifezeugnis, ausfuehrlichen Lebenslauf, zwei, besser drei
  Empfehlungsschreiben von deutschen Profs, und nicht zu vergessen ein
  "Statement of Purpose", also etwa einen eigenen Studienplan.
  Einfuehrende Informationen zum "Statement of Purpose" und zum "Letter
  of Recommendation" findet man z.B. unter
  http://ieie.nsc.ru/~eac/fair_97/materials.htm. (Dank fuer den Hinweis
  an Dirk Osterkamp .)

  Die Bewerbung kostet ausserdem einen gewissen Betrag (25 bis 80
  Dollar, evtl. mehr), der meist mit einer "International Money Order"
  beglichen werden muss [[oder nehmen amerikanische Unis neuerdings
  Kreditkarten?]].

  Ergaenzend schreibt Alexander Schoemig :

       Im Prinzip muss man sich vom Admissions Office der gewuen-
       schten Uni die Unterlagen zur Anmeldung (oder den Antrag auf
       Erteilung ... usw.)  zuschicken lassen und dann ausfuellen.
       Die groesste Schwierigkeit ist es sich Studienleistungen aus
       Deutschland dort so anrechnen zu lassen, dass das in das
       GPA-System passt und man z.B. nach 6 Semestern in D dort als
       senior (undergrad) aufgenommen wird. Insofern ist die Anmel-
       dung als Abiturient im Wesentlichen einfacher. Habe schon
       von Leuten gehoert, denen in USA entweder gleich ein ganzes
       Jahr (freshman) oder zumindest einige Kurse (insb. Mathe und
       Fremdsprache) erlassen wurden. ('Studienzeitverkuerzung' ;-)
       Andere Frage ist, ob die Uni die allgemein ueblichen Bewer-
       bertests verlangt. Habe da keine Ahnung, die Grad School
       Admisson-Tests werden z.T. auch in D veranstaltet. Hier muss
       man wohl definitiv bei der Uni vor Ort nachfragen, was die
       wollen. Vielleicht gibt es da auch ein zwischenstaatliches
       Abkommen ... Nachteil einer Direktbewerbung: Man hat halt
       kein Stipendium o.a. dabei und muss die oft sehr viel hoe-
       here tuition fuer Auslaender bezahlen. (Die Wuerzburger Aus-
       tauschprogramme beeinhalten i.d.R. einen Studiengebuehrener-
       lass oder Stipendien oder aehnliches).  Ferner kann man
       nicht auf Erfahrungswerte ehemaliger Studenten
       zurueckgreifen.

  Dem muss noch hinzugefuegt werden, dass (besonders in geistes- und
  sozialwissenschaftlichen Faechern) Leute auch durchaus bereits nach
  dem 6. Semester als Graduate zugelassen werden.  Nach allem, was ich
  hoere, kommt das hauptsaechlich darauf an, wieviel Erfahrung die
  amerikanische Uni mit auslaendischen Studierenden und deren Zeugnissen
  gesammelt hat.

  Ein sehr guter Einblick von Ralph Becker-Szendy (Stanford University):

       Hier muss erwaehnt werden, dass Graduate Students in den
       harten Wissenschaften (z.B. Physik, Informatik) oft Stipen-
       dien bekommen, wenn sie hauptsaechlich Forschung betreiben
       (aehnlich wie in Deutschland, wo Diplomanden und Doktoranden
       in den harten Wissenschaften meist irgendwie bezahlt wer-
       den). Das gilt natuerlich nur, wenn man keine Vorlesungen
       mehr hoert, sondern Forschung betreibt.

       Dazu muss auch noch gesagt werden, dass man bei solchen Din-
       gen manchmal mit der Uni handeln kann.  Wenn man echt ein
       Top-Student ist, wird die Uni oft versuchen, einen mit
       finanziellen Mitteln an Land zu ziehen. Das geht vor allem
       bei kleineren Unis, die nicht so buerokratisch sind, und wo
       der "Department Chair" oder "Dean of Admissions" etwas
       Entscheidungs-Spielraum hat. Wenn man sich sicher ist, dass
       man ein begehrenswerter Student ist, kann es sich lohnen,
       darauf hinzuweisen, dass man ohne finanzielles Zutun der Uni
       (z.B. durch RA/TA Job) nicht in die USA gehen kann.

  Wenn ihr irgendeinen Zugang habt, versucht die staendig laufende
  Diskussion in soc.college.grad/gradinfo/admissions ueber "admission
  requirements", GRE/SAT-Punkte usw. usf. zu verfolgen. Dort sitzen sehr
  gut informierte Leute.

  Von Lothar Fritsch  gibt es im WWW
  einen Erfahrungsbericht ueber die Bewerbung, und darueber hinaus auch
  das Studium und das Leben an der University of Missouri, Columbia, in
  Tagebuchform. URL: , mit
  weiteren Links zu aehnlichen Berichten.

  18.  [Soll/kann ich per Internet Kontakt mit einer Universitaet
  aufnehmen?]

  Natuerlich! (Auf beide Fragen :-).) Bis 1992/93 waere das zwar eher
  die Ausnahme oder unueblich gewesen, aber spaetestens seit
  Vizepraesident Al Gore Anfang 1993 die Initiative zur "National
  Information Infrastructure" ins Leben gerufen hat, haben sich auch die
  letzten "Backwoods Colleges" ans Internet gehaengt. Viele Admission
  Offices sind per E-Mail erreichbar (siehe Frage ``Per Mail''). Auch
  auf dem WWW bieten viele (alle?) Unis Kontaktmoeglichkeiten (siehe
  Fragen ``Gibt es weitere Informationsquellen auf dem/via Internet?'').

  Darueber hinaus besteht natuerlich die Moeglichkeit, direkten Kontakt
  mit amerikanischen Universitaetsdozentinnen und -dozenten aufzunehmen.
  Dabei sollte man aber bereits VOR der Kontaktaufnahme gewisse
  Vorerkundungen anstellen, und NICHT (wiederhole NICHT!) einfach den
  naechstbesten Prof fragen, der zufaellig das Fach lehrt, fuer das Ihr
  Euch interessiert. Ein gemeinsames Interesse sollte schon feststellbar
  sein (z.B. indem Ihr Euch vorher durch Fachzeitschriften oder
  Vorlesungsverzechnisse ueber Interessengebiete von Leuten informiert
  habt.)

  Auch muss nach wie vor davon ausgegangen werden, dass in bestimmten
  Faechern Leute staerker auf dem Netz vertreten sind (Informatik (kaum
  zu glauben :-), Mathematik, E-Technik, Physik, sogar
  Sozialwissenschaften) als in anderen (Medizin, Jura, auch BWL).

  Dazu ein instruktiver Artikel von Scott Schmidler  aus soc.college.gradinfo:

       From: schmid at rikers.CS.Berkeley.EDU (Scott Schmidler)
       Newsgroups: soc.college.gradinfo
       Subject: Re: E-mailing professors at other universities
       (good/bad)?
       Date: 18 Jan 1995 08:39:17 GMT
       Organization: University of California, Berkeley
       Message-ID: <3fik3l$p51@agate.berkeley.edu>

       In article <3fi82t$pu9@news.ysu.edu>, Dawn Hammond  wrote:

       > ...
       > Just make sure you use the same rules of
       > etiquette that you would if you were sending
       > a letter: address with respect, get to the
       > point, and make sure you put your return
       > email address at the bottom - some programs
       > don't let one automatically reply.
       > ...

       I have also had very positive results to email inquires to
       potential advisors.  The above is good advice, and let me
       add a little more that should be obvious.  The first is to
       do some research: make sure you truly are contacting "poten-
       tial advisors", and not "professors at a school I want to go
       to".  There is a big difference, and it will probably make a
       big difference in the type of response you get.  Unfortu-
       nately, if you don't know what type of research you want to
       do as a grad student, this probably means don't bother any-
       body.  You'll have plenty of opportunities to meet them
       after you're admitted, and you won't help the admissions
       process by bothering randomly selected professors with ques-
       tions more appropriately addressed to an admissions secre-
       tary.

       Nearly everybody I contacted was suggested to me as a poten-
       tial advisor by my own undergraduate research advisor or
       someone in a similar position; generally these people were
       known to them on at least a professional level.  (Of course,
       as Dawn mentioned, they may then suggest someone else to you
       themselves.)

       In addition, I had read publications of most of them, and
       was familiar with their broad research interests (web pages,
       department publications are good here) as well as specific
       work related to my interests.  Because I opened each message
       mentioning who had referred me to them, and what aspects of
       their research I was interested in, I was able to convey in
       a very short message that I had legitimate questions and
       interest in their work.  By doing all this, I was able to
       target a very few people that I was truly interested in
       working with, and thus the responses were overwhelmingly
       positive.  It also allowed me to narrow my list of schools
       when applications came around, both saving me money and giv-
       ing me confidence that I hadn't missed anyplace less famous
       but more appropriate for my own interests.

       It remains to be seen how much benefit this has when it
       comes down to actual admissions, but certainly I had some
       very positive responses (including invitations to visit
       labs) and received some useful information.  So I would
       agree that it's a worthwhile thing to do.  On the other
       hand, having spoken to my advisor about his views on this, I
       wouldn't recommend it unless you have some valid reason to
       believe that you both share mutual interests.

       scott.

  19.  [Wo kann ich etwas ueber die Einstufung ("Ranking")
  amerikanischer Universitaeten erfahren?]

  Fuer Leute, die nicht wissen, was mit Ranking gemeint ist: Darunter
  versteht man in der "Higher Education"-Diskussion in den USA und
  anderswo die Einstufung und Auflistung von Universitaeten nach
  verschiedenen Kriterien (z.B. Zahlenverhaeltnis Profs zu Studierende,
  Qualitaet der Profs, Hoehe der Forschungsdrittmittel, u.v.a.). I.d.R.
  sind Rankinglisten dann am aussagekraeftigsten, wenn sie nach
  einzelnen Fachrichtungen aufgegliedert sind. In Deutschland ist
  Ranking in den letzten Jahren besonders durch die Veroeffentlichungen
  des "Spiegel" in die Diskussion gekommen. Ob man sich in der Auswahl
  der Uni von Rankings beeinflussen oder bestimmen laesst will ich hier
  lieber nicht diskutieren. In soc.college und soc.college.grad finden
  dazu immer wieder Diskussionen statt.

  Zum Ranking gibt es eine Reihe von Reports:

  o  "Gourman Report" (umstritten)

  o  "Educational Rankings Annual, published by Gale Research" (besser)

  o  Die jaehrliche Sonderausgabe zu Colleges und Universities des "US
     News and World Report", die in Deutschland an Bahnhoefen und
     Flughaefen recht leicht aufzutreiben sein sollte.  (Der "US News
     and World Report" hat auch einen WWW-Server laufen: "US News
     College Fair" .  Die Rankings
     kann man sich auch direkt unter
      anschauen.)

  o  Ausserdem natuerlich: Amerika-Haeuser abgrasen!

  20.  [Und wann soll ich mich um das alles kuemmern?]

  Die letzte Antwort, weil sie am einfachsten zu geben ist: So frueh wie
  moeglich ... :-). Richtwert ist, eineinhalb Jahre vor Beginn des
  geplanten Aufenthaltes mit Vorerkundungen anzufangen, und ein Jahr
  davor konkrete Schritte einzuleiten, also TOEFL-Unterlagen zu besorgen
  und sich nach Stipendien/Bafoeg umzutun. Die meisten Stipendien haben
  die BEWERBUNGSFRIST zwischen Juni und November, und dann fliegt man im
  August danach, denn sehr viele amerikanische Unis fangen schon Mitte
  bis Ende August an. Zu dieser Zeit (November) muss auch bereits der
  TOEFL absolviert sein, auch wenn man das Endergebnis noch im Dezember
  nachreichen kann.

  Wenn man sich direkt an einer Uni bewirbt, hat man u.U. laenger Zeit
  mit der endgueltigen Bewerbung; genaue Fristen stehen z.B. in den
  College Catalogs in den Amerika-Haeusern. In jedem Fall muss man die
  verschiedenen Eingangstests rechtzeitig vor der endgueltigen Bewerbung
  ablegen.

       Beachtet bitte, dass die Tests und Bewerbungsunterlagen
       amerikanischer Unis BEARBEITUNGSGEBUEHREN kosten, die sich
       u.U. ganz schoen hochsummieren!

  Wer also 1999/2000 rueber will, sollte jetzt (Winter/Fruejahr 1998) in
  Ruhe Unis auskundschaften, die Bewerbung abschicken und Englisch
  lernen ... :-)

       Und zum Schluss: Viel Glueck dabei!!!

-- 
Christian Taube -- taube@isa.de
PGP public key available. Any opinions expressed are mine! Thought for today:
Time is hard, like a tractor beam with computers, channels and impatience.

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