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Archive-name: de/katzen-faq/part2
Subject: <2004-04-28> de.rec.tiere.katzen FAQ - Haeufig gestellte Fragen (2/3)
Maintainer: drtk-FAQ-Team
URL: http://www.drtk-faq.de/
Last-posted: 2004-04-06
Last-modified: 2004-04-28
Posting-Frequency: monthly
4.2.7 Niereninsuffizienz
Bei Niereninsuffizienz arbeitet ein großer Teil des Nierengewebes nicht
mehr richtig. Feststellen kann man sie meist erst, wenn schon mindestens
60-70 Prozent des Filtergewebes der Nieren geschädigt sind. Die Diagnose
chronische Niereninsuffizienz (CNI) bedeutet nicht, dass die Katze
sofort eingeschläfert werden muss. Da aber bereits ein Großteil der
Nieren irreparabel zerstört ist, muss von nun an u. a. die Ernährung
umgestellt werden.
Die Nieren sind Filter, die das Blut von Stoffwechselabfällen reinigen,
so dass diese über den Urin ausgeschieden werden. Wenn die Filter nicht
mehr richtig arbeiten, vergiftet der Körper langsam. Die Auswirkungen
sind z. B. Erbrechen, Durchfall, stumpfes Fell, Nickhautvorfall,
Unsauberkeit. Bei vielen (nicht allen!) CNI-Katzen wird ein zu hoher
Blutdruck festgestellt. Daher werden seit kurzem auch ACE-Hemmer
(blutdrucksenkende Mittel) eingesetzt. Bei mangelndem Appetit kann man
Vitamin B-Tabletten verabreichen oder Eisen-Vitamin
B-Komplex-Injektionen geben lassen. Sollte der Phosphorspiegel im Blut
zu hoch sein und/oder die Katze beim besten Willen kein Diätfutter
fressen wollen, gibt es Präparate (u. a. Ipakitine), die den
Phosphorspiegel senken können. Es empfiehlt sich daher, den behandelnden
TA darauf anzusprechen. Auch Infusionen wirken sich positiv aus, denn
oftmals sind CNI-kranke Katzen bereits sehr ausgetrocknet. Was genau
gemacht wird, hängt auch von den Blutwerten ab.
Am wichtigsten ist es, die Nieren nicht unnötig zu belasten: Der TA wird
wahrscheinlich bereits erwähnt haben, dass von jetzt an (ausschließlich,
auch keine Leckerchen mehr!) eine Nierendiät gefüttert werden muss.
Warum? Eine schwere Belastung für die Katzennieren sind die
Stoffwechselprodukte aus pflanzlichen und damit für Katzen
minderwertigen Eiweißen. Diese finden sich häufig in Billigfuttern (vgl.
3.1 und 3.2) und müssen von nun an gemieden werden, ebenso wie ein
Zuviel an Phosphor, Calcium und Magnesium. Diese (oft unter Rohasche
zusammengefassten) Mineralien können die Nieren zusätzlich belasten.
Nierendiäten sind in der Zusammensetzung auf die Bedürfnisse einer Katze
mit CNI abgestimmt. Sie sind deshalb die wichtigste Hilfestellung, die
man einer CNI-kranken Katze geben kann. Niemals sollte statt der Diät
vom TA eine so genannte "Nieren-Schonkost" aus dem Handel gefüttert
werden; diese Schonkosten mögen zur Vorbeugung geeignet sein, zur
Behandlung aber nicht. Sollte die Katze die Diät nicht akzeptieren,
hilft es oft schon, das Futter leicht anzuwärmen.
Katzen mit Niereninsuffizienz können ebenso alt werden wie gesunde
Tiere, wenn sie entsprechend behandelt werden: mit richtiger Fütterung,
den nötigen Medikamenten und regelmäßigen Checks beim TA.
4.2.8 Diabetes mellitus
Wie der Mensch können auch Katzen an Diabetes mellitus, der
"Zuckerkrankheit" erkranken.
Was ist Diabetes?
Das Verdauungssystem spaltet Nahrung auf und wandelt einen Teil davon in
Glukose um, die ins Blut aufgenommen wird. Die Zellen des Körpers
absorbieren diese Glukose und gewinnen daraus Energie. Insulin ist das
Hormon, das den Zellen signalisiert, die Glukose aufzunehmen - fehlt das
Insulin, bleibt die Glukose im Blut. In einem gesunden System regt die
Aufnahme von Nahrung die Bauchspeicheldrüse dazu an, Insulin
auszuschütten. Je mehr Nahrung aufgenommen wird, desto mehr Insulin wird
ausgeschüttet. Stark vereinfacht handelt es sich bei Diabetes um eine
Erkrankung, bei der die Bauchspeicheldrüse kein Insulin produziert.
Ein Teil des Schadens, den Diabetes im Körper anrichtet, basiert darauf,
dass die Glukose im Blut bleibt, aber größtenteils entsteht er dadurch,
dass die Zellen wegen des Glukosemangels nicht mehr richtig
funktionieren. Der Körper beginnt zu verhungern, weil die Zellen sich
nicht erneuern können, wenn ihre Lebenszeit abgelaufen ist.
Die Anzeichen
Diabetes wird manchmal als Resultat eines routinemäßigen Bluttests
diagnostiziert, und Katzen, die sehr viel Glück haben, werden behandelt,
bevor sich Symptome zeigen. In den meisten Fällen wird die Diagnose
jedoch gestellt, weil der Katzenhalter eines oder mehrere der folgenden
Hauptmerkmale beobachtet:
· PU = Polyurie (häufiges oder exzessives Urinieren)
· PD = Polydipsie (häufiges oder exzessives Trinken)
· Gewichtsverlust trotz ausreichender Nahrungsaufnahme
Der Diabetiker ist hungrig und nimmt mehr Nahrung auf, verliert aber
trotzdem Gewicht. Einige Organe versuchen, das Problem zu korrigieren:
Die Nieren beispielsweise reagieren auf das Überangebot an Glukose im
Blut, indem sie sie ausfiltern. Sie arbeiten deswegen ständig auf
Hochtouren und benötigen dafür eine Menge Wasser. Deshalb ist der
Diabetiker ständig durstig und scheidet große Mengen verdünnten Urins
mit hohem Zuckergehalt aus. Durch die ständige Überlastung sind die
Nieren oft die ersten Organe, die geschädigt werden. Schäden an Augen
oder Nerven werden wegen ihrer Auffälligkeit jedoch oft eher
wahrgenommen. Wenn bei der Diagnose bereits Schäden festgestellt werden,
existiert der Diabetes schon eine ganze Weile und hat ein kritisches
Stadium erreicht.
Die Behandlung
Diabetes mellitus ist eine ernst zu nehmende Erkrankung, die unbedingt
behandelt werden muss, da sie sonst langsam und zunehmend qualvoll zum
Tode führt. Leider raten immer noch manche Tä davon ab, eine Behandlung
auch nur zu versuchen, obwohl die Prognose gut ist, wenn die
Blutzuckereinstellung gelingt.
Das Ziel der Behandlung ist, den Blutzucker so unter Kontrolle zu
bringen, dass er sich innerhalb (oder nahe) der Normal-Werte bewegt, die
bei funktionsfähiger Bauchspeicheldrüse vorlägen.
Bei leichten Formen des Diabetes kann man versuchen, durch eine
Nahrungsumstellung auf spezielles Diätfutter eine Besserung und
Einstellung zu erreichen. In den meisten Fällen wird man jedoch zweimal
täglich zu festen Zeiten Insulin spritzen müssen. Gliptizid-Tabletten
wirken bei Katzen praktisch nicht. Sie sollen die verbleibenden
Insulin produzierenden Zellen zu verstärkter Arbeit anregen, aber dies
ist bei einer degenerativen Krankheit nicht sinnvoll. Für
veterinärmedizinische Zwecke ist außerdem die Marktzulassung abgelaufen,
so dass sie üblicherweise nicht mehr erhältlich sein sollten. Es könnte
aber durchaus ein humanmedizinisches Präparat "umgewidmet" werden (d. h.
in diesem Fall für Tiere eingesetzt), da es nichts Vergleichbares gibt.
Damit tut man seiner Katze aber keinen Gefallen, auch wenn es zuerst
nicht so abschreckend klingt wie zweimal täglich die Spritze.
Am Anfang ist die Behandlung sehr aufwändig, da die richtige Dosis
Insulin gefunden werden muss. Das bedeutet häufige Besuche beim TA,
Blutentnahmen und damit jedes Mal Stress für die Katze. Obendrein können
die Werte verfälscht werden, da bei Katzen durch den Stress der
Blutzucker in die Höhe schießen kann. Man sollte in Absprache mit dem TA
versuchen, Blutzuckermessungen zu Hause durchzuführen. Dies geht mit
einem in der Apotheke erhältlichen Glucometer. Man braucht hierfür nur
einen einzigen Tropfen Blut, den man durch einen Stich mit einer
Lanzette in die kleine Ader am Ohrenrand gewinnen kann. Dies bedeutet
für alle Beteiligten weniger Stress.
Das Spritzen selbst wird vom TA gezeigt und einige Male unter Kontrolle
geübt. Es ist nicht sehr schwer, tut dem Tier nicht weh und wird sehr
schnell zur täglichen Routine. Wichtig ist es nur, die Zeiten genau
einzuhalten, da sonst entweder zu wenig oder zu viel Insulin im Körper
ist. Zu wenig ist kurzfristig nicht so schlimm, nur sollte dies nicht
zum dauerhaften Zustand werden, da man sonst wieder beim
unkontrollierten Diabetes mit allen bereits beschriebenen Folgen
anlangt. Gefährlich ist eine Überdosierung, da es hierbei zur
Unterzuckerung kommt: Desorientierung, Krämpfe, Koma und u. U. schneller
Tod sind die Folgen, wenn nicht eingegriffen wird. In solchen Fällen
muss man der Katze schnellstens etwas Traubenzuckerlösung (zur Not tut
es auch Honig) auf die Lefzen schmieren, sie gut einpacken und sofort
zum (Not-)TA bringen. Dieser Zustand ist akut lebensbedrohlich, und je
schneller man etwas unternimmt, desto besser sind die Chancen für die
Katze.
Wenn es anfangs auch schwierig aussieht: Im Lauf der Zeit wird die
tägliche Insulingabe schnell zur Routine, und eine gut eingestellte
Katze mit Diabetes kann noch viele glückliche Jahre erleben. Man sollte
nie vergessen, dass man mit den täglichen zwei kleinen Pieksern und der
gelegentlichen Blutzuckerkontrolle das Tier nicht quält, sondern ihm im
Gegenteil Lebensqualität zurückgibt.
4.2.9 Toxoplasmose
Wir erwarten ein Kind, müssen wir unsere Katze nun abschaffen?
Nein, es müssen nur gewisse Dinge beachtet werden. Toxoplasmen sind
Einzeller, Endwirt ist die Katze, jedoch werden auch andere Lebewesen
als Zwischenwirte genutzt. In diesem Fall bilden die Toxoplasmen im
Fleisch der Zwischenwirte Zysten, in denen sie sich bis zum Erreichen
des Endwirtes Katze verkapseln.
Die häufigste Toxoplasmeninfektionsquelle für Menschen ist nicht etwa
die Katze, sondern der Verzehr von rohem oder unzureichend gegartem
Fleisch (von allen Tieren, darunter fallen auch Rohwürste und Schin-
ken), ebenso von ungewaschenem Obst, Gemüse und Salat. Die meisten
Erwachsenen haben sich längst mit Toxoplasmen infiziert und sind daher
immun: In Mitteleuropa weisen 60-70 Prozent der Bevölkerung Antikörper
(die mütterlichen Antikörper schützen auch das Ungeborene) gegen
Toxoplasmen auf. Die Infektion verläuft meist unbemerkt oder mit
unspezifischen Merkmalen einer allgemeinen Infektion.
Nur wenn eine Frau keine Antikörper (Frauenarzt nach Blutuntersuchung
auf Toxoplasmen-Antikörper fragen!) aufweist, kann eine
Toxoplasmeninfektion während der Schwangerschaft ein Risiko für das
Ungeborene (Organschäden, Entwicklungsverzögerungen, Früh- und
Totgeburten) darstellen. In dem Fall sollte man seine Katze beim TA auf
Toxoplasmen-Antikörper testen lassen, denn nur eine frisch infizierte
Katze kann die für den Menschen gefährlichen Oozysten über den Kot
ausscheiden, der übrigens erst nach einer gewissen Zeit infektiös ist.
Wenn der Antikörper-Test der Katze negativ ist, auf keinen Fall rohes
Fleisch verfüttern (und natürlich auch selber keines essen!), um nicht
doch noch eine Infektion herbeizuführen.
Bei Freigängern, die noch keine Infektion durchgemacht haben, steht man
vor dem Problem, dass sie sich z. B. bei der Mäusejagd infizieren
können. Das bedeutet: Katze drinnen behalten (sehr schwierig) oder
penibel auf die Hygiene achten (häufiges Händewaschen).
Ist der Test der Katze positiv, der eigene aber negativ ausgefallen,
sollte frau die Reinigung der Katzentoilette jemand anderem überlassen
oder zumindest Handschuhe dabei tragen. Nach Gartenarbeit (Kot der
Nachbarskatzen!), Katzentoilettenreinigung und intensivem Schmusen
(Kotreste im Fell -> Schmierinfektion) die Hände sorgfältig waschen,
Salat, Obst und Gemüse nicht ungewaschen essen (auch Schnecken und
Insekten können Toxoplasmenträger sein) und natürlich rohe und halbgare
Fleisch- und Wurstwaren meiden. Wer diese Vorsichtsmaßnahmen beachtet,
darf auch während der Schwangerschaft Freude an seinem Fellbüschel
haben.
Weiterführendes zum Thema: http://www.laboklin.de/rat_tat/rt_toxop.htm
4.3 Wogegen kann und soll geimpft werden?
· Katzenseuche (siehe 4.2.1)
Grundimmunisierung: In der neunten oder zehnten Lebenswoche erste
Impfung, zwei bis vier Wochen später zweite Impfung. Der Impfschutz
hält je nach Impfstoff ein bis zwei Jahre vor. Notwendig für: Alle
Katzen, auch wenn sie weder Freigang noch Kontakt zu fremden Katzen
haben. Die Erreger sind äußerst widerstandsfähig und werden vom
Menschen in die Wohnung eingeschleppt.
· Katzenschnupfen (siehe 4.2.2)
Grundimmunisierung: Ab der neunten Lebenswoche erste Impfung, vier
Wochen später zweite Impfung. Der Impfschutz hält ein Jahr vor. Danach
sollte jährlich nachgeimpft werden. Notwendig für: Alle Katzen,
Katzenschnupfen kann sehr schnell chronisch werden. Probleme: Es gibt
inzwischen Resistenzen, so dass immer häufiger auch geimpfte Tiere an
Katzenschnupfen erkranken. Zudem wird diese Erkrankung durch
verschiedene Erreger ausgelöst: vor allem Caliciviren und Chlamydien.
Chlamydien stellen derzeit nur ein Problem in größeren Beständen, also
in Zuchten und Tierheimen, dar. In Ein- oder Zwei-Katzen-Haushalten
braucht nicht unbedingt gegen Chlamydien geimpft zu werden. Wer
trotzdem dagegen impfen lassen möchte, kann auf einen Kombiimpfstoff
gegen beide Erreger zurückgreifen.
· Feline Leukämie ("Leukose", siehe 4.2.3)
Grundimmunisierung: Ab der zwölften Lebenswoche erste Impfung, zwei
Wochen später zweite Impfung. Danach jährliche Auffrischung. Geimpft
werden sollten nur FeLV-negative Tiere. Vor der ersten Impfung muss
also ein Bluttest gemacht werden. Notwendig für: Freigänger und
Katzen, die in größeren Gruppen leben. Wohnungskatzen, die allein oder
zu zweit gehalten werden und garantiert nicht in Kontakt mit fremden
Katzen kommen, brauchen nicht gegen Feline Leukämie geimpft zu werden.
Probleme: Die Impfung bzw. die Trägersubstanz des Impfstoffes
(Adjuvans) steht im Verdacht, bei älteren Katzen sehr aggressive
Tumore auszulösen, das so genannte impfinduzierte Fibrosarkom. Das
Risiko scheint mit der Häufigkeit der durchgeführten Impfungen, der
Anzahl verschiedener Impfungen an einer Impfstelle und dem Lebensalter
des geimpften Tieres zu steigen. Da ältere Katzen anscheinend einen
höheren Eigenschutz aufweisen und der Impfschutz ohnehin länger als
ein Jahr anzuhalten scheint, empfehlen manche TÄ, die Impfung nicht
jährlich, sondern nur alle zwei bis drei Jahre zu wiederholen und ab
dem siebten Lebensjahr gar nicht mehr durchzuführen. Unabhängig davon
sollte auf keinen Fall im Nacken, sondern auf den hinteren
Oberschenkeln geimpft werden, weil dort ein evtl. auftretendes
Fibrosarkom wesentlich erfolgversprechender operiert werden kann.
Außerdem sollte die Leukose-Impfstelle nicht für andere Impfungen
genutzt werden (Empfehlung: hinten links).
· Tollwut (siehe 4.2.4)
Grundimmunisierung: Einmalige Impfung ab der zwölften Lebenswoche.
Danach jährliche Auffrischung (amtstierärztlich vorgeschrieben, länger
als ein Jahr zurückliegende Tollwut-Impfungen werden nicht als
gültiger Impfschutz anerkannt). Notwendig für: Freigänger und
Wohnungskatzen mit Kontakt zu Freigängern. Diese tödliche
Virus-Infektion ist auf Menschen übertragbar. Gerät eine Katze ohne
nachgewiesenen Impfschutz (Impfpass) unter Tollwutverdacht, kann sie
getötet werden. Probleme: Auch die Tollwut-Impfung steht unter
Verdacht, das impfinduzierte Fibrosarkom auszulösen. Da sie jährlich
wiederholt werden muss, kann man nur eines tun, um das Risiko gering
zu halten: Immer auf den hinteren Oberschenkeln impfen (Empfehlung:
hinten rechts).
· Feline infektiöse Peritonitis (FIP, siehe 4.2.5)
Erste Impfung frühestens ab der 17. Lebenswoche, danach jährlich.
Notwendig für: Ein halbwegs wirksamer Schutz konnte bisher nur bei
FCoV-negativ getesteten Jungtieren nachgewiesen werden. Bei älteren
und/oder FCoV-positiven Tieren macht die Impfung keinen Sinn.
· FIV ("Katzen-Aids", siehe 4.2.6)
In Europa gab es bisher keine wirksame Schutzimpfung. Im März 2002 hat
jedoch die FDA (US-amerikanische Gesundheitsbehörde) die kommerzielle
Produktion des ersten Katzen-Aids-Impfstoffes genehmigt. Er soll in
den USA bereits im Sommer 2002 für Tierärzte verfügbar sein. Laut den
Entwicklern Niels Pederson und Janet Yamamoto haben Studien
nachweislich die Wirkung des Impfstoffes bestätigt: 67 Prozent der
geimpften Katzen blieben gesund, als sie ein Jahr nach der Impfung
infiziert wurden, verglichen mit 26 Prozent bei ungeimpften Katzen.
Weiterführende Informationen zur Impfproblematik allgemein sind zu
finden unter http://www.barfers.de/cats/peichlHF.htm
4.4 Was sind typische Krankheitssymptome? Worauf deuten sie hin?
Im Folgenden sind die wichtigsten Symptome und die Krankheiten
aufgelistet, auf die sie am ehesten hindeuten können. In jedem Fall
gilt: Lieber einmal "zu oft" zum TA, um abklären zu lassen, was genau
hinter einem Symptom steckt, als einmal zu wenig! Diese Liste ist nicht
vollständig. Sie zeigt nur einige Möglichkeiten auf, die zutreffen
können.
4.4.1 Erbrechen
Man sollte zwei Arten von Erbrechen unterscheiden:
Zum einen das physiologische, also normale Erbrechen, bei welchem die
Katze Haare z. B. in Verbindung mit Gras erbricht; zum anderen das
krankhafte Erbrechen. Teilweise sind die Übergänge fließend, z. B. kann
auch häufiges Fressen von Gras mit danach folgendem Erbrechen mit
Schleim auf eine Erkrankung hindeuten.
Krankhaftes Erbrechen kann sich sowohl in Leererbrechen mit oder ohne
Schleim als auch in Erbrechen von Futter äußern.
Beide Arten von Erbrechen sind häufig begleitet von Übelkeitsgefühlen,
die sich in Form von Schmatzen, vermehrtem Speicheln und/oder evtl.
Unruhe äußern.
Die Ursachen sind vielfältig: Magenschleimhautreizung oder -entzündung,
Verstopfung (siehe auch 4.4.2), verschluckte Fremdkörper (siehe auch
6.11), Tumoren, Probleme mit Bauchspeicheldrüse, Leber oder Niere,
massiver Spulwurmbefall, Vergiftungen und nicht zuletzt
Futtermittelunverträglichkeiten. Im Zweifelsfalle, v. a. bei täglichem
oder sehr häufigem Erbrechen und bei schlechtem Allgemeinbefinden also
immer zum TA.
Zur Selbsthilfe siehe 4.4.2 (Fastenzeit, Diät).
Als eher harmlos zu deuten ist das nicht selten vorkommende Erbrechen
nach Aufnahme großer Mengen an Trockenfutter. Es quillt im Magen auf,
dieser signalisiert Überfüllung, und das Futter kommt kurzerhand retour.
Mitunter wird auch Feuchtfutter zu hastig verschlungen und wieder
erbrochen.
Abhilfe schafft eine Portionierung des Futters. Zu langsamerem Fressen
können auch ein oder mehrere große Steine im Futternapf animieren, um
die herumgefressen werden muss. Die Steine sollten aber so groß sein,
dass sie nicht verschluckt werden. Unter Umständen hat die Katze auch
nicht genügend Ruhe beim Fressen, fühlt sich z. B. durch Mitkatzen
gestört. In dem Fall sollte man getrennt füttern.
Hält das Erbrechen weiter an, sollten organische Ursachen abgeklärt
werden.
4.4.2 Durchfall
Wenn die Katze mehrmals täglich breiigen oder wässrigen Kot mit oder
ohne Blut und/oder Schleim absetzt, können verschiedene Ursachen
dahinter stecken: Wurmbefall (dabei können sich Durchfälle mit normal
geformtem Kot abwechseln), Gärungsprozesse im Darm (Blähungen), virale,
bakterielle oder parasitäre Infektionen, Hormon- und
Stoffwechselstörungen (z. B. Schilddrüsenüberfunktion),
Futtermittelunverträglichkeiten bzw. Allergien, Tumoren, Probleme mit
der Bauchspeicheldrüse und/oder der Leber und nicht zuletzt, wenn auch
selten, Vergiftungen.
Als Grundregel gilt: Auf jeden Fall den TA konsultieren, wenn der
Durchfall länger als zwei Tage anhält, wässrig ist, viel Blut
abgesondert wird, das Allgemeinbefinden schlecht ist oder es sich um
einen Katzenwelpen handelt! Anhaltender Durchfall führt durch Wasser-
und Nährstoffverlust zu Austrocknung sowie Abmagerung und kann
Elektrolytverschiebungen im Blut bewirken.
Als erste Maßnahme bei erwachsenen Katzen, die sich ansonsten ungestört
verhalten, sollte 24 Stunden nicht gefüttert werden, um den
Magen-Darm-Trakt zu entlasten. Danach entweder eine selbst gekochte Di-
ät oder eine beim TA erhältliche Schonkost füttern, damit die
angeschlagenen Darmwände geschont werden. Handelsübliches Futter ist
nicht geeignet, da die Darmwände jetzt durchlässiger sind, so dass
größere Moleküle in die Blutbahn übertreten, vom Immunsystem als fremd
erkannt werden und eine Futtermittelallergie auslösen können. Wichtig
über die ganze Zeit ist, dass die Katze genügend trinkt! Dazu kann man
neben Wasser auch Kamillen- oder verdünnten Schwarztee anbieten, wenn
die Katze dies mag. Die Diät bzw. Schonkost sollte mindestens drei bis
vier Tage lang gegeben werden, auch wenn der Durchfall bereits
abgeklungen ist. Und zwar in möglichst kleinen, aber häufigen Portionen,
um Magen und Darm nach dem Futterentzug langsam wieder an Nahrung zu
gewöhnen und nicht gleich wieder zu überlasten.
4.4.3 Verstopfung
Setzt eine Katze seit mindestens einem Tag bei eigentlich gutem
Fressverhalten keinen Kot ab, spricht man bereits von Verstopfung. Diese
sollte so bald wie möglich behandelt werden, da sie zu einer
lebensbedrohlichen Situation führen kann!
Mögliche Ursachen: Darmträgheit bei eher faulen Katzen, Darmverschluss
durch Fremdkörper, Würmer, Tumoren oder Darmverschlingungen, Störungen
im Nervensystem z. B. nach Unfällen oder Störungen des Stoffwechsels
bzw. Hormonhaushaltes.
I. d. R. äußert sich eine Verstopfung neben dem Nichtabsetzen von Kot in
Abnahme der Futteraufnahme bis hin zu Futterverweigerung, häufigem
Leererbrechen und einem verhärteten Bauch, der auch schmerzhaft sein
kann. In vielen Fällen wird sich die Katze lustlos zeigen.
Durch den im Darm liegenbleibenden Kot und seine Giftstoffe kann sich
eine Vergiftung entwickeln; ferner kommt es zu einer Darmerweiterung,
evtl. auch zu einer Schädigung des darmeigenen Nervensystems. Bekannt
in diesem Zusammenhang ist das Megacolon, bei dem aus noch weitgehend
ungeklärten Ursachen der Dickdarm dauerhaft erweitert ist. Hier ist u.
U. lebenslang immer wieder mit Verstopfungen zu rechnen, eine Operation
ist möglich. Befinden sich Fremdkörper im Darm, hängen die möglichen
Folgen von der Art des Fremdkörpers ab: Spitze können den Darm
durchbohren, was eine schwere Bauchfellentzündung mit Fieber nach sich
zieht, stumpfe können die Darmpassage blockieren. In beiden Fällen kann
eine Operation nötig werden.
Handelt es sich um eine reine Verstopfung, also eine Kotansammlung meist
im Dickdarm, wird zunächst abgeführt: Die Katze bekommt einen Einlauf
durch den After, um ihr die Entleerung zu vereinfachen. Wenn die
mangelnde Wasseraufnahme im Darm bereits zur Austrocknung geführt hat,
wird der TA eine Infusion von Elektrolyten unter die Haut vornehmen,
gegebenenfalls auch röntgen, um nach möglichen Ursachen zu forschen. In
den nächsten Tagen muss der Katze z. B. Laktulose oder auch Milch bzw.
Milchzucker verabreicht werden, damit der Kot weich bleibt. In Absprache
mit dem TA kann der Katzenhalter selbst einen Einlauf mit Klistieren für
Säuglinge, z. B. Mikroklist, durchführen.
4.4.4 Schmerzen beim Wasserlassen
Schmerzen beim Wasserlassen äußern sich i. d. R. durch häufige
Toilettengänge mit Lautäußerungen bis hin zum Schreien und geradezu
zwanghaftes Absetzen nur kleiner Urinmengen. Evtl. wird die Katze auch
unsauber. Bei diesen Symptomen ist Vorsicht angezeigt, und es sollte so
schnell wie möglich durch einen TA nach der Ursache geforscht werden. In
Frage kommen v. a. Blasenentzündungen und Harngrieß oder Harnsteine
(Urolithiasis, siehe 4.4.5 und 4.4.6).
Als Komplikation können vorwiegend Folgen für die Nieren durch
aufsteigende Entzündungen bzw. durch einen möglichen Harnrückstau in das
Nierenbecken auftreten, schnelles Handeln und Behandeln ist also
erforderlich!
Bei einer Urolithiasis ist es u. U. notwendig, eine dauerhafte
Futterumstellung (Diätfutter, nur beim TA erhältlich, siehe auch 3.10)
vorzunehmen, da der Urin dabei häufig zu alkalisch ist. Beim TA gibt es
auch diverse Mittel zur Senkung des pH-Wertes (Säuerung) des Urins
(Paste, Pulver, Tabletten). Für genügende Wasseraufnahme ist in jedem
Fall zu sorgen (siehe auch 3.11).
4.4.5 Blut im Urin
Für Blut im Urin gilt das Gleiche wie unter 4.4.4: Ursachenforschung!
Neben Entzündungen und Harngrieß/-steinen kann die Ursache v. a. bei
älteren Katzen auch ein Tumor der Blase sein; eine
Ultraschalluntersuchung ist hierbei zur Diagnosestellung hilfreich. Eher
selten: Vergiftungen.
4.4.6 Harnverhalten
Harnverhalten ist ein Symptom, das dringender Aufklärung bedarf, da
durch den zurückgehaltenen Harn zum einen Nierenschäden auftreten
können, zum anderen der im Urin enthaltene Harnstoff in das Blut über-
tritt und den Organismus regelrecht vergiften kann. Übelkeit, Brechreiz,
Futter- und Wasserverweigerung sowie schlechtes Allgemeinbefinden sind
die Folgen.
Die Ursachen liegen i. d. R. entweder in einem teilweisen bis
vollständigem Verschluss der ableitenden Harnwege durch z. B.
Entzündungen, Harngrieß bzw. -steinbildung, Tumoren oder in einer
Störung der Nervenfunktion der Blase. Diese Störung kann durch ein
Trauma bedingt sein, also eine Verletzung der Nerven. Man kennt bei der
Katze aber auch eine - mit Behandlung vorübergehende - Lähmung
unbekannter Ursache, die auch nach Operationen bzw. Narkosen auftreten
kann.
In nahezu jedem Fall wird über einen Blasenkatheter Urin abgelassen
und/oder ein entkrampfendes Mittel gespritzt. Die weitere Behandlung
richtet sich nach der Ursache. Siehe auch
http://www.keinwitz.de/fus.html
4.4.7 Sehr häufiges Wasserlassen
Häufiges Wasserlassen mit Produktion von insgesamt viel Urin ist i. d.
R. ein Zeichen schwererer Erkrankungen, allen voran Erkrankungen der
Nieren (siehe 4.2.7) und Diabetes mellitus ("Zuckerkrankheit", siehe
4.2.8). Sie alle gehen mit starkem Durst sowie vermehrter Wasseraufnahme
einher und führen schnell zu einer Austrocknung.
Sehr selten liegt die Ursache in einer Störung der Nebennierenrinde
(Morbus Cushing bzw. Cushing-Syndrom) bzw. der übergeordneten
Schaltstellen im Gehirn (Morbus Cushing; Morbus Addison). Diese, wie
auch die vorgenannten Erkrankungen, gehören unbedingt in tierärztliche
Behandlung.
Bei häufigem Wasserlassen immer nur kleiner Mengen siehe 4.4.4.
4.4.8 Schlittenfahren
Wenn eine Katze auf etwas seltsame Weise ihren Hintern über den Boden
zieht, wird dieses Rutschen oft als "Schlittenfahren" bezeichnet. Es
zeigt gewöhnlich an, dass das Tier unter einem heftigen Juckreiz am
After leidet. Dieser ist fast immer einem von zwei Gründen zuzuordnen:
Wurmbefall (siehe 4.5.4) oder Probleme mit den Analbeuteln.
Hinterlässt die Katze beim Schlittenfahren eine bräunliche, unangenehm,
aber nicht nach Kot riechende Spur, dann hat sie vermutlich Probleme mit
den Analbeuteln. Rechts und links neben dem After sitzen zwei Drüsen,
die einen Geruchsstoff produzieren. Dieser wird in den Analbeuteln
gesammelt und beim Koten abgegeben. Verunreinigungen oder erbliche
Veranlagung können dazu führen, dass sich die Beutel nicht regelmäßig
entleeren. Der dadurch entstehende Stau ist für die Katze sehr
unangenehm, da er Druckschmerz und Juckreiz verursacht. Durch das
Schlittenfahren versucht sie sich Erleichterung zu verschaffen. Wird
ein solches Verhalten beobachtet, sollte unbedingt ein Besuch beim TA
erfolgen. Ohne vollständige manuelle Entleerung und anschließende
Kontrolle kann es zu schweren Entzündungen kommen. Als Warnung sei
angemerkt, dass der tierärztliche Eingriff kurzfristig schmerzhaft sein
kann und das Tier nicht gerade erfreut darauf reagiert. So manche
normalerweise ganz liebe Schmusekatze hat dabei schon das Personal der
TA-Praxis demoliert...
4.4.9 Appetitlosigkeit
Appetitlosigkeit kann durch sehr viele sehr unterschiedliche
Erkrankungen ausgelöst werden. Sie ist oft das erste Anzeichen dafür,
dass es der Katze nicht gut geht - also in jedem Fall abklären lassen!
Als Appetitlosigkeit bezeichnet man völlige Futterverweigerung,
"Mäkelei" (wenn z. B. die Katze über einen längeren Zeitraum die
aufgenommene Futtermenge immer weiter reduziert oder nur noch mit
besonders leckeren Dingen zum Fressen zu überreden ist) oder auch
erkennbaren Hunger, der einfach nicht gestillt wird (wenn sie z. B.
fressen möchte, es aber aufgrund von Schmerzen oder weil sie ihr Futter
nicht riechen kann, sein lässt).
Häufig bestehen Probleme in der Maulhöhle: Zahnstein, Zahnfleisch- oder
Rachenentzündung, abgebrochene und/oder entzündete Zähne, Geschwüre
(siehe auch 4.4.11), Verletzungen, seltener Tumoren können schuld sein.
Oder im Verdauungstrakt: Magen- oder Darmschleimhautentzündungen,
Verstopfung oder Fremdkörper (siehe auch 4.4.3), Tumoren, seltener
Vergiftungen. Auch bei schwereren Erkrankungen tritt Appetitlosigkeit
ein: Nierenerkrankungen (siehe 4.2.7), Diabetes mellitus (siehe 4.2.8),
Erkrankungen von Leber, Bauchspeicheldrüse oder Herz, Infektionen aller
Art (vom einfachen Schnupfen bis hin zur tödlich endenden FIP, siehe
4.2.5). Auch schlechtes Allgemeinbefinden (Fieber, Schmerzen) kann der
Grund sein.
Wichtig ist - neben einem alsbaldigen TA-Besuch -, der Katze das Futter
möglichst schmackhaft zu machen, sei es durch Anwärmen oder Zerkleinern.
Nötigenfalls kann auch auf Leckerchen und/oder zur normalen Ernährung
eher wenig geeignete Lebensmittel wie Käse, Wurst o. ä. ausgewichen
werden. In Absprache mit dem TA kann auch eine Zwangsernährung nötig
sein, denn bei Katzen führt eine längere Nahrungsabstinenz durch Abbau
körpereigenen Fettgewebes zu einer übermäßigen Anflutung von Fettsäuren
in der Leber. Da diese nicht adäquat verarbeitet werden können, kommt es
zum Fettleber-Syndrom, das - je nach Grad der Leberschädigung - tödlich
enden kann.
4.4.10 Starker Durst
Trinkt die Katze plötzlich oder schleichend wesentlich mehr als vorher,
ist ein TA-Besuch dringend angeraten. Sehr häufig liegen
Nierenerkrankungen (siehe 4.2.7) oder ein Diabetes mellitus vor (siehe
4.2.8). Nur selten liegt die Ursache in einem Diabetes insipidus.
Keinesfalls sollte das Wasser rationiert werden, da durch das vermehrte
Trinken i. d. R. ein Flüssigkeitsverlust über den Urin ausgeglichen
wird. Bekommt die Katze jetzt weniger zu trinken, droht sie sehr schnell
auszutrocknen!
4.4.11 Mundgeruch
Fällt ein vorher nicht dagewesener Geruch aus der Maulhöhle auf, sollte
ein TA konsultiert werden.
Als Ursachen kommen Probleme in der Maulhöhle (Zahnstein, Zahnfleisch-
und Mundschleimhautentzündungen, Karies), Entzündungen im Bereich der
Speiseröhre oder der Magenschleimhaut (evtl. nach einer Verletzung durch
einen möglicherweise verschluckten Fremdkörper) in Frage. Bei diesen
Erkrankungen nimmt man i. d. R. einen unangenehm-fauligen Geruch wahr.
Bei Nierenfunktionsstörungen (siehe 4.2.7) fällt häufig und leider meist
erst im Endstadium durch eine Absonderung von Ammoniak über die oberen
Verdauungswege ein stechend-scharfer Geruch auf, während bei einem
Diabetes mellitus (siehe 4.2.8) in einem ebenfalls fortgeschrittenen
Stadium ein eher süßlich-scharfer Geruch auftritt.
4.4.12 Niesen, Schnupfen
Niest eine Katze mehrere Tage hintereinander mehrmals täglich, liegt die
Ursache in den häufigsten Fällen in einer Infektion (siehe auch 4.2.2).
Hierbei unterscheidet man Virusinfektionen mit klarem, meist wässrigem
Sekret und bakterielle Infektionen mit gelblich-grünem, meist zähem
Sekret. Erstere bilden i. d. R. durch Abwehrschwächung die Grundlage für
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