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sein könnte, war die Titelheldin einer Reihe von Aufklärungsfilmen,
die in den späten Sechzigern neben den Filmen Oswald Kolles für
Furore sorgte (vgl. http://german.imdb.com/Title?0157743 und
http://www.herzenssache.de/ex/themen/helga.html).
Erwähnt wird der Schlachtruf außerdem auf folgenden Seiten:
- http://www.ahanet.de/ahanet/helga.htm
- http://www.taz.de/pt/2002/07/20/a0072.nf/text.ges,1
- http://asp.odn.de/scripts/pinnwand/pinnwand_mw/pinnwand.asp?sr=65
- http://www.taz.de/pt/2002/07/18/a0018.nf/text.ges,1
Wer aber diese Helga nun wirklich war, wird vermutlich nie geklärt
werden können. Der Lautstärke dieses Schlachtrufs tut dies aber
keinen Abbruch.
3.1.12 Was ist ein Cover?
Mit diesem Begriff können zwei verschiedene Dinge gemeint sein. Zum
einen bezeichnet man damit die Schutzhülle einer Schallplatte bzw.
einer CD. Meist bezieht man sich dabei speziell auf die Frontansicht
und das dort zu sehende Motiv.
Alternativ wird damit auch verkürzt eine sog. Coverversion, also ein
neu interpretierter Fassung eines bereits bestehenden Musikitels
bezeichnet. Genauere Informationen zu Coverversionen sind unter
http://www.coverinfo.de/erklaerg.html, http://www.coversproject.com/
und http://www.coverversion.de/Def.htm zu finden. Unter den beiden
erstgenannten sind umfangreiche Datenbanken dazu zu finden (vgl.
Abschnitt 3.4.12).
Zu beiden Begriffen finden immer wieder angeregte Diskussionen in den
Newsgroups statt. Als Beispiel hierfür wären die Debatten in den
Threads ab <3l47na.c91.ln@ID-117816.user.dfncis.de> (Covermotive)
bzw. ab <3D1CCEF0.8010809@firemail.de> (Coverversionen) zu nennen.
3.1.13 Wer sagte "Über Musik reden ist wie über Architektur tanzen"?
Der Spruch, der im Original "Talking about music is like dancing
about architecture" lautet, wurde bereits einer ganzen Reihe von
Leuten zugeschrieben. Eine Kandidaten sind Laurie Anderson, Frank
Zappa, Elvis Costello, Steve Martin, William S. Burroughs, Charlie
Mingus, Thelonious Monk, Miles Davis oder John Cage.
Wer aber diesen mittlerweile stehenden Begriff aber nun wirklich als
Erster verwendete, läßt sich wohl leider nicht mehr klären. Zumindest
dem Versuch der Aufklärung widmet sich Alain P. Scott unter
http://home.pacifier.com/~ascott/they/tamildaa.htm.
3.1.14 Was sind Goldene bzw. Platin-Schallplatten?
Bei Goldenen Schallplatten bzw. Platin-Schallplatten handelt es sich
um Auszeichnungen der Tonträgerindustrie für erreichte Absatzzahlen.
Will meinen: Übertreffen die Verkäufe eines Albums oder einer Single
eine bestimmte Anzahl, verleiht die Plattenfirma dem Künstler bzw.
den Künstlern diese Auszeichnung. Welche Anzahl für diese Preise
notwendig ist, wird unter http://www.ifpi.de/charts/gp_schall.shtml
erklärt.
In Deutschland sind für Alben für eine Goldene 100.000 verkaufte
Einheiten und für Platin 200.000 Einheiten notwendig. Diese Zahl ist
in den letzten Jahren wegen des wegbrechenden Tonträgermarktes
kontinuierlich nach unten korrigiert worden. Waren bis Ende 1999 noch
300.000 Stück für Gold und 500.000 Stück für Platin erforderlich, lag
die Schwelle bis Ende 2002 noch bei immerhin 150.000 bzw. 300.000
Stück.
Bei Singles gibt es seit Anfang 2003 für 150.000 bzw. 300.000
verkaufte Einheiten Gold bzw. Platin. Auch hier wurde korrigiert: Bis
Ende 1999 mußte man noch 500.000 bzw. 1.000.000 Singles verkaufen, um
diese Auszeichnung zu erhalten. Bis Ende 2002 waren immerhin noch
250.000 bzw. 500.000 verkaufte Singles nötig.
In den USA gibt's bei Alben Gold für 300.000 Stück und Platin bei
600.000 Stück (bis 1999 500.000 bzw. 1.000.000). Außerdem gibt es
dort noch Super-Platin, wofür die doppelte Anzahl wie für Platin
erforderlich ist, und als äußerst spezielle Auszeichnung den Diamond
Award, der für 10.000.000 verkaufte Alben verliehen wird (vgl.
http://www.riaa.com/gp).
3.1.15 Was verbirgt sich hinter einem Labelcode?
Der Labelcode bzw. die LC-Nummer ist eine vierstellige Kennzahl, die
von der Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten mbH
(GVL) vergeben. Die GVL schüttet ähnlich wie die GEMA Beiträge an die
Künstler aus, wobei die GVL die Rechte an der Produktion verwertet,
während die GEMA für die Rechte der Urheber zuständig ist (vgl.
Abschnitt 3.6.3). Die GVL ist unter http://www.gvl.de/ zu erreichen.
Anhand dieser Nummer, die jedes Label eindeutig identifiziert, werden
die Abrechnungen der Sendeanstalten mit den jeweiligen Plattenfirmen
erstellt. Sollen also Tonträger z.B. vom Rundfunk gesendet werden,
gilt durch den Aufdruck des Labelcodes das Senderecht als erteilt.
Die Rundfunkanstalt wird in ihrem Sendebericht den Labelcode zur
Verrechnung mit der GVL benutzen. Ohne Labelcode weigern sich manche
Rundfunkanstalten, Titel zu senden.
Wenn man als Betreiber eines eigenen Labels dieses bei der GVL
anmelden möchte, kann man einen Labelcode unter der Voraussetzung,
daß man a) einen Gewerbeschein besitzt und b) mindestens einen
bereits veröffentlichten Tonträger aufweisen kann, beantragen. Die
Mitgliedschaft in der GVL sowie der Labelcode sind gratis.
3.1.16 Was ist eine P.A.?
Mit einer P.A. ist üblicherweise die Gesamtheit an Beschallungstechnik
gemeint, mit der das Publikum bei einer Veranstaltung beschallt wird.
Die gebräuchliche Variante lautet hierbei "Public Address", also
"Öffentliche Ansprache". Gelegentlich wird die Abkürzung auch als
"Power Amplifier" entschlüsselt, womit der Verstärker bzw. die
Endstufe gemeint ist. Letztere werden allerdings häufige als schlicht
als "Amps" bezeichnet.
Desweiteren wird bei Beschallungsanlagen in FOH (Front Of the House),
also den Bereich, den das Publikum zu hören bekommt, und der Backline,
dem Teil der Technik, der für die Beschallung auf der Bühne selber
verwendet wird, unterschieden.
3.2 Musik am eigenen Rechner
3.2.1 Welcher MP3-Player ist der Beste?
Unter http://mp3decoders.mp3-tech.org/contents.html gibt es einen
recht aussagekräftigen qualitativen Vergleich diverser MP3-Software-
Player. Bei Vergleichen wie diesem sollte man aber im Hinterkopf
behalten, daß sich diese Fragestellung mit Sicherheit nicht objektiv
endgültig beantworten läßt. Es ist halt eine der berühmten
Geschmacksfragen, welchen MP3-Player man für die Wiedergabe
bevorzugt. Dies hängt auch von den Kriterien ab, die man als Benutzer
an die Software stellt. Manche legen Wert auf Tastaturbedienbarkeit
und unauffälliges Verhalten, während andere hingegen bunte Bilder
bevorzugen.
Die Anlaufstellen zu einigen beliebten Playern sollen hier genannt
sein:
a) Windows:
--------
- Apollo: http://www.hut.fi/~hylinen/apollo/
- Ashampoo Media Player: http://www.ashampoo.com/products/0014/
- AudioActive Player: http://www.audioactive.com/download/
- MusicMatch JukeBox: http://www.musicmatch.com/jukebox/
- QuickTime Player: http://www.apple.com/quicktime/download/
- Quintessential Player (QCD): http://www.quinnware.com/
- RealOne Player: http://de.real.com/freeplayer_r1p.html
- Sonique: http://sonique.lycos.com/
- UltraPlayer: http://www.ultraplayer.com/
- Visual MP3: http://www.iprogramdev.com/
- WinAmp: http://www.winamp.com/
- WinPlay: http://www.iis.fhg.de/amm/download/index.html#1
- Zoom Player: http://www.inmatrix.com/files/zoomplayer_download.shtml
- Zinf: http://www.zinf.org/
b) Linux:
------
- AlsaPlayer: http://www.alsaplayer.org/
- GQmpeg: http://gqmpeg.sourceforge.net/
- Grip: http://www.nostatic.org/grip/
- MAD: http://www.mars.org/home/rob/proj/mpeg/
- mp3blaster: http://www.stack.nl/~brama/mp3blaster.html
- mpg123: http://www.mpg123.de/
- RealOne Player: http://forms.real.com/real/player/unix/unix.html
- Sajber Jukebox: http://sajberjukebox.sourceforge.net/original/
- X Multimedia System (xmms): http://www.xmms.org/
- Zinf: http://www.zinf.org/
c) MacOS:
------
- Audion: http://www.panic.com/audion/
- iTunes: http://www.apple.com/de/itunes/
- MacAmp: http://www.macamp.com/
- MacAST: http://www.macast.com/
- Mint Audio: http://www.unsanity.com/mint/
- MP3 Strip: http://www.softwarium.com/mp3strip.html
- QuickMP3: http://www.zipworld.com.au/~tonio/quickmp3.html
- QuickTime Player: http://www.apple.com/quicktime/download/
- RealOne Player: http://forms.real.com/real/realone/mac.html
- SoundJam: http://www.soundjam.com/
- WinAmp: http://www.winamp.com/download/mac/
- xAudic: http://www.xaudic.net/
Weitere Links zu MP3-Player für diverse Betriebssysteme werden unter
den Adressen http://www.dailymp3.com/playerx.shtml aufgelistet.
Interessant ist in diesem Zusammenhang auch der Hörtest, den die
Zeitschrift c't veranstaltete, um heraus zu finden, ob sich ein
signifikanter Unterschied zwischen MP3 und der unkomprimierten
Originalmusik "erhören" läßt. Das Ergebnis dieses Tests kann durchaus
als überraschend angesehen werden. Die Adresse dieses Artikels ist
http://www.heise.de/ct/00/06/092/default.shtml.
3.2.2 Wie stelle ich eigene MP3-Dateien her?
Um selber MP3-Dateien herzustellen, benötigt man einen sogenannten
MP3-Encoder. Ein solches Programm benutzt einen Algoritmus (siehe
Abschnitt 3.1.8), um eine Wave-Datei in das MP3-Format umzuwandeln.
Hierbei sollte allerdings dringend Abschnitt 3.6.2 beachtet werden.
Geeignete Programme zur MP3-Komprimierung sind unter anderem:
- AudioActive Production Studio, http://www.audioactive.com/,
- Audiograbber, http://www.audiograbber.de/,
- CDex, http://surf.to/cdex/,
- dBpowerAMP Music Converter, http://www.dbpoweramp.com/,
- Easy CD-DA Extractor, http://www.poikosoft.com/,
- Exact Audio Copy, http://www.exactaudiocopy.de/,
- MusicMatch JukeBox, http://www.musicmatch.com/,
- RealJukebox, http://www.real.com/,
- WinDAC, http://www.windac.de/ und
- Xing AudioCatalyst, http://www.xingtech.com/.
Zudem gibt es diverse eigenständige Encoder, die teilweise über die
Kommandozeile gesteuert werden, teilweise aber auch in Programme wie
die obengenannten eingebaut werden können. Recht umfangreiche Listen
mit Software finden sich unter http://www.dailymp3.com/encoders.html
und http://www.mp3-tech.org/encoders.html.
Für eine Komprimierung nötig ist auf jeden Fall ein geeigneter CODEC
(vgl. Abschnitt 3.1.8). Diese gibt es in verschiedensten Varianten.
Der zum regulären Lieferumfang von Windows gehörende MP3-CODEC ist
für höherwertige Komprimierungsansprüche ungeeignet, da er lediglich
bis zu einer Bitrate von 96 kB/s zu verwenden ist. Alternativen gibt
es aber einige. Ein übersichtlicher und reproduzierbarer Vergleich
verschiedener zur MP3-Komprimierung geeigneter CODECs findet sich
unter http://www.r3mix.net/analysis.htm. Deutlich aktueller als diese
Gegenüberstellung dürfte jedoch eine Untersuchung von Ende 2003 sein,
die bei http://www.rjamorim.com/test/128extension/presentation.html
zu finden ist.
Ein gewisses Mindestmaß an Rechnerleistung sollte für diesen Zweck
zwar vorhanden sein, aber je nach verwendetem CODEC ist schon ab
einem alten Pentium 200 die Konvertierung in etwa in Echtzeit
möglich. Hierbei ist zu beachten, daß die verschiedenen CODECs sich
in ihrer Ausrichtung bezüglich Qualität und Geschwindigkeit recht
drastisch unterscheiden können.
Der unter Windows mittlerweile zum Quasistandard gewordene WinAmp
kann mit Hilfe solcher CODECs ebenfalls MP3-Files herstellen. Dafür
gibt es die im Standardumfang enthaltene Datei 'OUT_MP3.DLL', welche
aber auch unter http://www.winamp.com/customize/ als PlugIn
erhältlich sein sollte.
Im WinAmp-Menü 'Options\Preferences\Output' (oder dem entsprechenden
deutschen Eintrag) kann man unter 'Nullsoft MP3 Output Plug-In [...]
(x86) [OUT_MP3.DLL]' aus den auf dem Rechner installierten CODECs den
jeweils gewünschten auswählen. Die Konvertierung selber geht dann
lautlos vonstatten.
3.2.3 Wie wandele ich MP3-Dateien in Wavefiles um?
Nahezu jedes gängige Musikbearbeitungsprogramm dürfte mittlerweile
eine solche Funktion besitzen. Selbst der unter Windows mittlerweile
zum Quasistandard avancierte WinAmp beherrscht diese Umwandlung. Im
Menü 'Options\Preferences\Output' kann man aus den verschiedenen
angebotenen Ausgabeformen auch das Modul 'Disc Writer [OUT_DISC.DLL]'
auswählen, das beliebiges Ausgangsmaterial als WAV-Datei in das per
'Configure' ausgewählte Verzeichnis schreibt.
Nun werden alle gewünschten Songs in die Playlist geladen. Vor dem
Start der Umwandlung sollte man sich stets vergewissern, daß der
"Repeat-Play"-Modus ausgeschaltet ist. Die Umwandlung beginnt nach
dem Druck auf die Play-Taste.
Nachdem WinAmp seine Arbeit beendet hat, sollte am besten in oben
genanntem Konfigurationsmenü das Output-PlugIn gleich wieder zurück
auf DirectSound, WaveOut, oder welches PlugIn auch immer man zum
Abspielen benutzt, zurückgestellt werden. Eine ausführlichere
Anleitung zur Umwandlung von MP3s nach Wave per Winamp bietet
http://www.audiofire.de/audiofire/infoworld/anleitungen/mp3_zu_wave.html
an.
Beim ebenfalls recht beliebten Player Sonique gilt folgendes: Im Menü
'Setup\Audio' wird als Output der 'WAV Writer' ausgewählt. Der Rest
kann dann analog zur oben beschriebenen Vorgehensweise erfolgen.
3.2.4 Wie kann ich Wavedateien in MIDI-Daten umwandeln?
Gar nicht. Die heutige Technologie ist leider noch nicht so weit
fortgeschritten, als daß eine Umwandlung der diffusen Wellenformen
in konkret zugeordnete Stimmen einer MIDI-Datei möglich wäre.
Eine Wavedatei, also ggf. komplexes Audiomaterial, zu analysieren
und in "Notenblätter" (=MIDI) umzusetzen, ist etwas, an dem auch
gute studierte Musiker manchmal zu knacken haben. Abgesehen davon
kann man gar nicht alles in MIDI machen, was sich z.B. auf dem
aktuellen Musikmarkt so tummelt (vgl. Vocals, Samples, Geräusche).
Ergo ist das für ein Programm (vorerst und sicher auch in absehbarer
Zeit noch) ziemlich unmöglich. Das wird, wenn überhaupt, wohl erst
ausgereifte KI (künstliche Intelligenz) schaffen. Es soll zwar
Programme geben, die dies bei monophonen Wavedateien schaffen
sollen, aber diese sind bestenfalls als Experimente zu werten (vgl.
auch http://www.drm-machen.de/pcsonst.html#3632).
Wer diese Experimente mit eigenen Ohren bewerten will, kann sich die
passende Software unter aus der Zusammenstellung unter
http://www.hitsquad.com/smm/cat/MIDI_PLAYERS_UTILITIES/ heraussuchen.
3.2.5 Wie wandele ich MIDI-Dateien in Wavefiles um?
Es gibt diverse entsprechende Tools, die man finden sollte, wenn man
nach "midi2wav" oder "MIDI to Wav renderer" sucht. Die dabei
erzielten Ergebnisse stehen aber im deutlichen Zusammenhang mit der
Qualität der beim jeweiligen Tool mitgelieferten Soundbänke.
Die direkte Wave-Aufnahme einer abgespielten MIDI-Datei funktioniert
nur, wenn die eigene Soundkarte vollduplex-fähig ist, also eine
gleichzeitige Aufnahme und Wiedergabe beherrscht. Darüber sollte die
Dokumentation der Soundkarte Auskunft geben. Beherrscht die Karte
dies nicht, hilft ein Tool namens "Virtual Audio Cable", welches sich
mit den gängigen Suchmaschinen finden lassen sollte.
Die zweite Methode scheint für den normalen Bedarf sinnvoller, da die
MIDI-Klänge der meisten Soundkarten bereits ausreichend sind und
"hardwareberechnete" Effekte und Klänge meist besser als solche sind,
die von einer Software gerendert werden.
http://www.public.asu.edu/~abarber2/mirror/midihelp/midi2wav.htm hat
eine Anleitung, mit Hilfe von WinAmp MIDI-Files in Wave-Dateien
umzuwandeln, im Angebot.
3.2.6 Wie filtere ich Gesang aus einem Stück heraus?
Allein aus audiotechnischer Sicht ist dieses Ansinnen ziemlich zum
Scheitern verurteilt - es klappt so gut wie nie, die Vocals restlos
zu entfernen, ohne den Rest des Songs gleich mit zu zerstören. Bei
Aufnahmen aus den Anfängen der stereophonen Aufnahmetechnik wurde
allerdings noch ziemlich stark zwischen dem rechten und linken Kanal
getrennt, wobei die Stimmen fast immer in die Mitte gelegt wurden.
Durch Invertieren eines Kanals konnte man damals recht gute
Ergebnisse erzielen. Inzwischen funktionieren solche Verfahren aber
kaum mehr, weil alle möglichen Effekte die Stimmen im Raum verteilen
(vgl. auch http://www.drm-machen.de/pcsonst.html#3632).
Es gibt für diesen Zweck allerdings ein passendes Winamp-PlugIn unter
http://www.analogx.com/contents/download/audio/vremover.htm, welches
aber wegen der oben angesprochenen Probleme leider nur recht dürftige
Ergebnisse hervorbringt. Für weitere Nachfragen steht die Newsgroup
de.comp.audio zur Verfügung.
3.2.7 Wie kann ich meine alten LPs auf CD brennen?
Eine sehr gut geschriebene Anleitung zu diesem Problem befindet sich
unter http://www.joergei.de/lp2cd/. Dort finden sich neben einer
Beschreibung, wie der Autor sein Vinylarchiv auf CD gebracht hat,
auch viele Hinweise, wie man Knackser und Grundrauschen aus Stücken
entfernen kann. Das dort beschriebene Grundprinzip läßt sich ebenso
auf alte Aufnahmen auf Tonband bzw. Audiocassetten anwenden, so die
Möglichkeit besteht, die entsprechenden Geräte an den PC
anzuschließen.
Unter http://homepages.nildram.co.uk/~abcomp/lp-cdr.htm finden sich
einige englischsprachige Tips, die evtl. auch von Interesse sein
könnten.
Wem allerdings diese Vorkehrungen zuviel Mühe bereiten, der kann sich
die Arbeit auch an verschiedenen Stellen gegen Bezahlung abnehmen
lassen:
- http://lp2cd.de/,
- http://www.vinyl2cd.de/,
- http://www.lptocd.org/,
- http://www.musikprojekt.de/lpaufcd.htm und
- http://home.t-online.de/home/088162406-0001/jenny.htm.
3.2.8 Warum will mein Brennprogramm meine Wavefiles nicht brennen?
Sollte sich das Brennprogramm weigern, die Datei zu übernehmen, gibt
es möglicherweise mit dem Format der vorliegenden Datei Probleme.
Die Samplefrequenz muß bei 44100 Hz und die Auflösung bei 16 Bit
stereo liegen. Mit Hilfe eines gängigen Klangbearbeitungsprogramms
ist eine Umwandlung in dieses Format problemlos möglich. Beispiele
für solcherlei Software sind in Abschnitt 3.2.18 zu finden.
Um weitere Probleme im Zusammenhang mit dem Brennen von CDs zu lösen,
gibt es unter http://faq.dchlb.de/ eine hervorragende FAQ, die aus
der Newsgroup de.comp.hardware.laufwerke.brenner heraus entstanden
ist. Auch unter http://www.brennmeister.com/cdrfaq/ ist eine, wenn
auch mittlerweile etwas überholte FAQ zu diesem Thema zu finden.
3.2.9 Wie kann ich Audio-Streams abspeichern?
Als angeblich eierlegende Wollmilchsau auf diesem Gebiet gilt Total
Recorder, http://www.highcriteria.com/productfr.htm#prod_TR, für das
http://www.mp3-world.net/d/workshop/progs/webradio/ eine Einführung
anbietet. Ebenfalls als hilfreich könnte sich das Virtual Audio Cable
erweisen, welches unter http://www.ntonyx.com/vac.html zu finden ist.
Ebenfalls geeignet wäre das Tool Streambox VCR, welches aber von
seinem Hersteller mittlerweile wegen Lizenzschwierigkeiten u.a. mit
RealNetworks nicht mehr unterstützt wird. Eine Anleitung ist unter
http://home-1.worldonline.nl/~staak/vcr.htm zu finden.
Es gibt allerdings je nach Format noch weitere Möglichkeiten, die im
Folgenden beschrieben werden:
a) RealAudio
Es gibt mehrere Möglichkeiten, RealAudio-Streams abzuspeichern.
Zunächst bietet der kommerzielle RealPlayer Plus, erhältlich über
http://www.real.com/, im Gegensatz zur Freeware-Version des
RealPlayers eine Record-Funktion, mit der sich beliebige Streams
aufzeichnen lassen. Aber auch sonst gibt es mehrere Wege,
gestreamte RealAudio-Daten zu sichern:
- In einer Datei mit der Endung .ram findet sich oftmals der
Verweis auf das eigentliche File (meist mit der Endung .ra).
Dieses File kann man normalerweise wie eine ganz normale Datei
abspeichern. Gelegentlich findet sich auch eine solche Datei
nach dem Abspielen in einem temporären Verzeichnis oder im
Browser-Cache, von wo aus man es weiterverwenden kann.
- Bei regulären Streams ist es deutlich schwieriger, diese
abzuspeichern. Es gibt allerdings mittlerweile zwei sehr gute
PlugIns für WinAmp, die dies ermöglichen. Unter den Adressen
http://www.musiclivesonline.com/software/watara.html und
http://hello.to/innoreal/ stehen diese zum Download bereit.
Voraussetzung ist hier aber jeweils, daß ein funktionsfähiger
RealPlayer möglichst neueren Datums installiert ist, da beide
PlugIns auf dessen Dateien zugreifen.
Mit diesen PlugIns kann man die zu streamende Datei ganz normal
behandeln und z.B. über das DiscWriter-Output-PlugIn auf der
Festplatte abspeichern.
- Mit Hilfe des bereits etwas betagten X-File get, welches sich beim
Server als RealPlayer ausgibt, kann der Stream auf die Festplatte
geschrieben werden. Nachteil dieses Programms ist, das es seit
längerem nicht mehr weiterentwickelt wurde und deshalb
RealAudio-Files jüngeren Datums (ab dem G2-Standard) nicht mehr
verarbeiten kann. Desweiteren gibt es ein ähnlich wie X-File get
arbeitendes Tool namens StreamSave, welches sich ebenfalls bei
gängigen Download-Archiven finden lassen sollte.
Zur Umwandlung von RealAudio-Dateien sollte Abschnitt 3.2.10
gelesen werden.
b) MP3
Ähnliches wie für RealAudio-Streams gilt auch für MP3-Streams, wie
sie z.B. bei ShoutCast-Servern eingesetzt werden:
- Endet die URL des Streams auf .m3u ist dies - analog zu der bei
RealAudio verwendeten .ram-Datei - eine sog. Playlist, in der
das zu streamende MP3-File genannt wird. Auch hier sollte man
diese Datei mit den üblichen Methoden abspeichern können. Zudem
besteht hier ebenso die Möglichkeit, daß sich nach dem Ende des
Streams die komplette MP3-Datei im temporären Verzeichnis bzw.
im Cache des verwendeten Browsers befindet.
- Mittels des sich unter http://www.oddsock.org/tools/sripper/
befindlichen Tools StreamRipper32 können beliebige Streams auf
Festplatte gespeichert werden. Das Programm ist hierbei recht
vielseitig einsetzbar und zudem Freeware, wenn auch nur für
Windows erhältlich.
- Für WinAmp gibt es ein entsprechendes PlugIn des Streamrippers,
welches unter http://streamripper.sourceforge.net/ zu finden
sein sollte und mit dem es möglich ist, die Ausgabe der
gestreamten Daten auf die lokale Festplatten zu lenken. Zudem
gibt es auch ein DSP-PlugIn namens SaveCast, welches unter
http://www.oddsock.org/tools/dsp_savecast/ erhältlich ist.
3.2.10 Wie wandle ich RealAudio in andere Formate um?
Wenn es sich nicht um einen RealAudio-Stream handelt (siehe
Abschnitt 3.2.9), sondern um eine bereits auf Festplatte gebannte
Datei, stehen verschiedene Tools zur Verfügung, um die Datei in
handlichere Formate zu wandeln.
Mit den bereits erwähnten PlugIns für WinAmp ist aber eine solche
Unwandlung recht problemlos möglich. Es geht aber auch ohne WinAmp.
Zwei Konverter finden sich unter http://rawavrecorder.homestead.com/
bzw. http://www.southcom.com.au/~gwalker/download/ra2wav.htm.
Für Linux gibt es unter http://www.zip.com.au/~erikd/vsound/ eine
geeignete Software. Dort ist auch eine ausführliche Installations- und
Benutzungsanleitung zu finden. Nach der Installation kann man dann z.B.
mit dem Kommando ...
| vsound -f mitschnitt.wav -d realplay
... ein File "mitschnitt.wav" erzeugen, das - nach Beendigung des
"realplay" - den Stream im "wav"-Format erhält. Wenn ein
bereits existentes "*.rm"-File bezeichnet, ist damit die Konvertierung
ins "wav"-Format machbar. "vsound" ist - aufgrund der Arbeitsweise -
auch verwendbar für MP3-Streams.
Hierbei ist allerdings zu beachten, daß Real Networks eine relativ
rigide Politik fährt, um den Mißbrauch ihres Formats zu unterbinden.
3.2.11 Wie wandle ich Windows Media-Dateien in andere Formate um?
Auch Microsoft setzt auf eine möglichst weitgehende Unterbindung von
Möglichkeiten, ihr proprietäres Format umzuwandeln. Nachdem recht
frühe Versionen von WinAmp (bis V2.60) noch eine Umwandlung von
WMA-Dateien in Wavefiles unterstützten, wurde auf Druck von Microsoft
dieses Feature unterbunden.
Mittels einer der älteren Versionen von WinAmp, welche im Archiv von
http://www.pure.co.jp/~shacho/mp3/saisei/winamp.html oder bei
http://www.oldversion.com/program.php?n=winamp zu finden sind, kann
aber wie gewohnt der DiscWriter zur Umwandlung eingesetzt werden.
Unter http://www.streambox.com/products/Ripper/index.asp bzw.
http://www.mp3machine.com/software/Streambox_Ripper/ befindet sich
der Streambox Ripper, der neben WMA auch die Formate Wave und MP3
beherrscht und sich so für die Konvertierung dieser Dateien geradezu
anbietet. Gleiches gilt für den unter http://www.audconv.com/ zu
findenden Audio Converter.
3.2.12 Mit welcher Software kann ich Noten setzen?
Es gibt nur recht wenig Freeware auf diesem Sektor. Das Paket
PMX/MusiXTeX ist empfehlenswert, setzt aber Kenntnisse in TeX bzw.
LaTeX voraus. Bei Liedern kann dann M-Tx zusätzlich noch sinnvoll
sein. MusiXTeX, PMX und M-Tx sind auf http://www.gmd.de/Misc/Music/
erhältlich. Mit abc, http://www.gre.ac.uk/~c.walshaw/abc/, und
GNU LilyPond, http://www.lilypond.org/, stehen weitere Werkzeuge zur
Verfügung.
Zudem wurden auf Basis von ASCII einige Notensatzformate entwickelt,
die http://www.music-notation.info/en/compmus/notationformats.html
auflistet, auch wenn sich diese im Usenet nicht durchsetzten konnten.
Allerdings ist momentan MusicXML von http://www.musicxml.org/xml.html
auf einem guten Weg, um sich als Austauschformat für Noten
etablieren zu können.
Unter http://www.drm-machen.de/pcnsatz.html ist ein detaillierterer
Überblick über solche Programme zu finden.
3.2.13 Wie stelle ich MIDI-Files als Noten dar?
MIDI-Daten sind prinzipiell nichts anderes als Notenblätter, die
in einem maschinenlesbaren Format vorliegen. Jeder MIDI-Sequencer
liest diese aus und spielt sie dementsprechend auch ab. Damit aber
auch diejenigen, die Noten lesen können, diese Daten nutzen können,
müssen sie erst in eine Partitur umgewandelt werden.
Jedes brauchbare Sequencer- und Notationsprogramm sollte eine solche
Funktion anbieten. Als Anlaufstellen für die Suche nach geeigneter
Software bieten sich http://www.musica.at/shareware/Notation/ und
http://www.hitsquad.com/smm/cat/MIDI_SEQUENCERS/ bzw.
http://www.hitsquad.com/smm/cat/MIDI_PLAYERS_UTILITIES/ an.
Vorsicht: Nicht alles, was in einer Partitur steht, wird auch in
MIDI-Files gespeichert. Gerade Dynamikanweisungen (pp, p, f, ff),
Verzierungen, Triller und ähnliches (z.B. Akkorde, Akkordbrechungen)
werden nicht in MIDI gespeichert, sondern direkt "aufgelöst"; statt
der Anweisung "Triller" findet sich in der MIDI-Datei der eigentliche
Triller aus Einzelnoten zusammengesetzt. Die Erkennung solcher
Details ist nur in Spezialfällen möglich. Häufig ist daher ein
Notenabbild der MIDI-Datei nicht das, was man erwartet hat.
3.2.14 Wie kann ich MP3-Dateien schneiden?
Für diesen Zweck gibt es mehrere Programme, die sich anbieten:
- MannsMP3Edit: http://www.mannsmp3edit.i-p.com/
- mp3DirectCut: http://www.rz.uni-frankfurt.de/~pesch/#mp3dc
- MP3Trim: http://www.logiccell.com/~mp3trim/
- MP3-Cutter: http://www.mp3-cutter.de/
- MP3-Cutter2: http://www.mp3machine.com/software/MP3Cutter2/
- MP3Trackmaker: http://www.heathcosoft.com/software/mp3trackmaker/
http://www.lepsite.de/download.php?file=trackmaker
- MP3 Splitter: http://codevisions.online.de/files/mp3splitter.zip
- Unphuck: http://www.thesleepwalker.com/software/#mp3
- WaveRecorder: http://www.waverec.de/
- mpegcut: http://www.huennebeck-online.de/download/mpegcut (Linux)
Über eventuelle Einschränkungen in der Funktionsweise informieren die
jeweiligen Produktseiten.
Unter http://www.mp3burn.de.vu/ ist ein Tutorial für die Bearbeitung
kompletter Alben, die in lediglich einem MP3-File vorliegen, zu
finden.
3.2.15 Wie bearbeite ich die ID3-Tags meiner MP3s?
Zur genaueren Auszeichnung von MP3-Dateien dienen die sogenannten
ID3-Tags. Über diese können für jede Datei diverse Details zu diesem
Musikstück (u.a. Interpret, Songtitel, Album) angegeben werden. Neben
diversen Abspielprogrammen (vgl. Abschnitt 3.2.1) können diese Tags
mit Hilfe diverser Tools auch deutlich komfortabler bearbeitet und
angepaßt werden:
- http://www.renatager.de/
- http://www.id3-tagit.de/
- http://surf.to/mptagger
- http://www.softpointer.com/tr.htm
- http://www.whitsoftdev.com/page.php?id=6
- http://www.zerobyte.nl/
- http://mp3renamer.de/
- http://www.mp3tag.de/
- http://www.mp3tagger.de.cx/
- http://ostermiller.org/mp3tagger/
- http://www.xs4all.nl/~bosma/MP3Tagger/
- http://kickme.to/cocac/,
- http://www.mp3base.dk/mp3base.htm,
- http://www.magnusbrading.com/mp3ts/,
- http://www.mutschler.de/mp3ext/ und
- http://www.geocities.com/toytools/taga.html.
Diese Programme können z.B. anhand der ID3-Tags die MP3s automatisch
umbenennen bzw. die Tags anhand des Filenamens erstellen. Bei
http://www.mp3-world.net/d/software/utilities-id3.shtml findet sich
eine Übersicht über weitere Programm dieser Art.
3.2.16 Wie erzeuge ich eine 'np'-Zeile automatisch?
Nachdem es bislang allein Sache der organischen Keyboarderweiterung
war, eine solche Zeile (vgl. Abschnitt 3.1.2) zu erstellen, gibt es
mittlerweile einige Hilfsmittel, um dies zu automatisieren. Im Thread
ab <9j75v4.3vv6h47.1@hamster.sockenseite.de> in de.comp.audio (vgl.
http://groups.google.com/groups?hl=de&th=8eb47774069bc650&rnum=1)
wurden einige Möglichkeiten genannt. Eine ausführliche Anleitung für
die Umsetzung mit Hilfe von Gnus und XMMS ist unter Message-ID
<82lmc6yivc.fsf_-_@baldur.baysec.org> gepostet worden.
Desweiteren gibt es unter http://drpizza.arsware.org/nowplaying/ ein
Freeware-Plugin für WinAmp, das auch noch erlaubt, einige WinAmp-
Funktionen über Hotkeys zu erreichen. Das "Now Playing Plug-in v3.0"
sollte anhand der Screenshots auf der Website konfiguriert werden, um
diese Funktion auch mit WinAmp nutzen zu können. Ähnlich funktioniert
auch der FortAmp Signature Generator, welcher den aktuell von WinAmp
abgespielten Track automatisch in eine Signaturdatei schreibt. Dieses
Tool ist bei http://www.albert-zangerl.com/prog.php#SigGen zu finden.
3.2.17 Wie bringe ich Musikdateien auf eine einheitliche Lautstärke?
Wenn man auf der eigenen Festplatte eine Anzahl von MP3s oder anderen
Musikdateien versammelt hat, wird einem evtl. beim Abspielen auffallen,
daß diese unterschiedlich laut klingen. Dies hängt von der
Grundlautstärke ab, mit der diese Stücke jeweils aufgenommen wurden.
Der eine oder andere mag nun auf die Idee kommen, diese Files zu
"normalisieren", d.h. den Lautstärkepegel anzugleichen, um möglichst
gleich laute Tracks zu erhalten.
Beim diesem Normalisieren wird allerdings nicht die gesamte Lautstärke
angeglichen, sondern nur der maximale Wiedergabepegel. Die Unterschiede
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