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in der Lautstärke kommen aber nicht nur durch unterschiedliche
Spitzenpegel, sondern im wesentlichen durch eine unterschiedliche
Kompression bei Produktion der jeweiligen Nummern zustande. Man könnte
zwar einen sog. Limiter oder Kompressor auf diese Stücke anwenden, aber
dies hätte zur Folge, daß die Klangqualität und vor allem die Dynamik
des ursprünglich sorgfältig getrimmten Ausgangsmaterials zu leiden
haben. Insofern erscheint es angeraten, auf ein solches Normalisieren
der Dateien zu verzichten. Weitere Argumente gegen solche Eingriffe
bietet <3d0a021e$0$27013$9b622d9e@news.freenet.de> an.
Wer dennoch partout darauf besteht, Audiodateien zu normalisieren, wird
http://www.audiofire.de/audiofire/infoworld/anleitungen/mp3s_normalisieren.html
möglicherweise nützlich finden.
Einem ganz anderen Ansatz folgt das Tools MP3Gain, welches unter
http://www.geocities.com/mp3gain/ zu erreichen ist. Statt einer
simplen Anhebung der Wellenform-Spitzen überprüft MP3Gain, als wie
laut die MP3-Datei vom menschlichen Ohr aufgefaßt wird und führt
eine Anpassung in der Datei selber aus, was eine verlustfreie
Modifikation erlaubt. Ein deutschsprachiges Helpfile zu MP3Gain ist
unter http://mitglied.lycos.de/dominicjefferies/mp3gain/ erhältlich.
3.2.18 Mit welcher Software kann ich Musikfiles bearbeiten?
Zur Bearbeitung von Musikdaten gibt es mehrere Möglichkeiten, die
sich im Funktionsumfang mitunter massiv unterscheiden. Neben
vornehmlich an Profis ausgerichteter Software gibt es auch einige
Angebote für den semiprofessionellen bzw. freizeitlichen Einsatz,
die allerdings nicht unbedingt kostenfrei sind:
- CoolEdit, http://www.syntrillium.com/,
- GoldWave, http://www.goldwave.com/,
- Samplitude, http://www.sekd.de/ und
- WaveStudio, http://www.creative.com/.
Eine umfassende Übersicht über Tools zur Musikbearbeitung hat
http://www.hitsquad.com/smm/cat/AUDIO_EDITORS/ im Angebot. Wer
lediglich am Schneiden von MP3-Files interessiert ist, wird in
Abschnitt 3.2.14 fündig.
3.2.19 Wie kann ich meine Tonträger-Sammlung verwalten?
Mit der Größe der eigenen CD-Sammlung steigt das Bedürfnis, diese
sinnvoll zu verwalten. Eine elektronische Verarbeitung scheint sich
dafür anzubieten. Neben der Möglichkeit, eine eigene Datenbank zu
erstellen, vor der vermutlich so mancher zurückschrecken wird, kann
man auf eigens dafür vorbereitete Datenbankprogramme zurückgreifen:
- http://www.spinfree.com/audiofile/
- http://www.collectorz.com/music/
- http://www.fnprg.com/catraxx32/catraxx32.html
- http://www.graphicalic.dk/pages/prog/mcprog.html
- http://www.hitbase.de/hitbase/german/
- http://www.itbsolutions.com/cdlib.htm
- http://www.marvintec.com/en_cdaid.htm
Zudem unterstützen auch viele CD-Player eine solche Datenbank.
Einige Beispiele hierfür wären:
- http://clarktisdale.com/cdmax.htm
- http://www.picsoft.de/swcdman.htm
- http://cabbala.trsqr.net/powerplay/
Ob die Software CDDB/FreeDB unterstützt, sollte der jeweiligen
Website oder den in Abschnitt 3.4.7 genannten Stellen zu entnehmen
sein. Eine Zusammenstellung weiterer angepaßter Archiv-Software ist
unter http://www.hitsquad.com/smm/cat/COLLECTING_CATALOGING/ zu
finden.
3.2.20 Wie kann ich den Klang meines MP3-Files verbessern?
Indem Du eine Neukodierung von der unkomprimierten Quelle (also nicht
von einer Dir vorliegenden MP3-Datei) mit verbesserter Auflösung
vornimmst. Was hingegen prinzipbedingt nicht funktionieren kann, ist,
eine bereits komprimierte Datei durch die Umwandlung in eine höhere
Bitrate qualitativ zu verbessern.
Oliver Doll benutzte einmal folgende Metapher, um die Nutzlosigkeit
solcher Konvertierungen in höhere Bitraten zu beschreiben:
| Wenn ich 100 Gramm Muesli von einem 100g fassenden Beutel in einen
| 500g fassenden Karton umschuette, bleiben es trotzdem 100g Muesli.
| Durch den Umfuellvorgang wird es sogar eher weniger, da ich was
| verschuette.
(<3ee967be$0$10154$4d4ebb8e@read.news.de.uu.net>)
Auch die meisten anderen Bearbeitungen einer MP3-Datei (sowie anderer
in datenreduzierter Form vorliegender Audiodateien) sind mind. als
zwiespältig anzusehen, da sie fast immer eine Rekodierung zur
Bearbeitung bedingen, welche weitere Datenverluste mitbringen wird.
Bei jeder neuen Rekomprimierung dieser Art wird es auch neue Verluste
auf klanglicher Ebene geben, selbst wenn diese mit dem bloßen Ohr
meist nicht unmittelbar hörbar sind. Zwar mag es subjektiv
"Verbesserungen" des Klanges geben, aber diese beruhen nicht wirklich
auf tatsächlichen Qualitätserhöhungen.
3.2.21 Wie extrahiere ich die Tonspur einer DVD?
An den im sogenannten AC3-Format vorliegenden Klang einer DVD
heranzukommen, ist nicht wirklich trivial. Es gibt allerdings einige
Hilfsmittel, die mal mehr, mal weniger kompliziert zum gewünschten
Ergebnis führen.
DVD-Ripper wie z.B. DVDDecrypter, bei http://www.dvddecrypter.com/ zu
bekommen, bieten häufig eine sog. Stream-Processing-Funktion an, die
es einem ermöglicht, den AC3-Stream direkt von der DVD zu
extrahieren. Dieser kann mit Hilfe entsprechender Bearbeitungstools
weiterverarbeitet bzw. in "handlichere" Formate umgewandelt werden
vgl. Abschnitt 3.2.22).
Eine kommerzielle Lösung wäre der DVD-Audio-Ripper von ImTOO, den es
unter http://www.imtoo.com/dvd-audio-ripper.html gibt. Eine in der
Funktion eingeschränkte Testversion erlaubt die Extraktion von Tönen
einer Länge von bis zu fünf Minuten.
Etwas weniger komfortabel wäre der Weg über Total Recorder (vgl.
Abschnitt 3.2.9), über einen kommandozeilenbasierten Decoder wie
ac3dec und azid oder über den Zwischenschritt AVI, den man mit Hilfe
des über Freund Google auffindbaren DVD2AVI gehen kann. Das englische
Tutorial unter http://web.syr.edu/~tjmyers/audio_flow_chart.html ist
hierbei sicherlich recht nützlich.
Umfangreiche Informationen über DVD-Audio befinden sich unter
http://www.hometheaterhifi.com/volume_8_4/dvd-benchmark-part-6-dvd-audio-11-2001.html.
3.2.22 Womit kann ich AC3-Dateien umwandeln?
Dateien im AC3-Format, wie sie z.B. als Audiospur auf einer DVD
verwendet werden (vgl. Abschnitt 3.2.21), kann man u.a. mit folgenden
Tools umwandeln:
- BeSweet, http://dspguru.notrace.dk/,
- HeadAC3he, http://darkav.de.vu/,
- WinAmpAC3, http://sourceforge.net/projects/winampac3.
Eine Spezifikation dieses Formats bietet übrigens
http://www.users.on.net/rsobon/Ac3_spec.zip an.
3.3 Musik im Netz
3.3.1 Woher kann ich MP3-Files beziehen?
Immer wieder tauchen in den Musikforen Anfragen auf, in denen nach
bestimmten Musikstücken im MP3-Format gesucht wird. Es hat bislang
noch wenige bis gar keine ernsthaften Antworten auf solche Fragen
gegeben. Dies mag zum Teil daran liegen, daß die meisten gesuchten
MP3-Dateien Raubkopien von urheberrechtlich geschütztem Material
wären. Wer diese öffentlich anbietet, macht sich strafbar. Da unter
Umständen auch Links und Verweise auf solche Inhalte strafbar sein
können (vgl. Abschnitt 3.6.2) und das Usenet kein rechtsfreier Raum
ist, wie oft irrtümlich angenommen wird, kann schon die Hilfe bei dem
Versuch, sich urheberrechtlich geschütztes Material anzueignen,
unangenehme Konsequenzen nach sich ziehen. Dementsprechend gering
wird die Resonanz auf solche Anfragen in den Newsgroups sein. Nähere
Informationen zur Rechtslage finden sich übrigens in den Abschnitten
3.6.1 und 3.6.2.
Fest steht, daß es sicherlich wohl sinnvoller ist, die verfügbaren
Suchmaschinen wie http://www.oth.net/, http://www.mediafind.de/,
http://mp3.lycos.com/, http://www.altavista.de/indexmm.html oder
http://www.audiofind.com/ zu konsultieren bzw. über die bekannten
Tauschplattformen Filesharing zu betreiben (vgl. Abschnitt 3.3.5),
als in den deutschsprachigen Newsgroups (also öffentlich) nach MP3s
zu fragen.
Frontends zu einigen der populäreren Audio-Suchmaschinen finden sich
nebenbei unter den Adressen http://www.audiovalley.com/ und
http://www.music-sites.net/search/mp3-search.htm. Eine hilfreiche
Einführung zur Bedienung solcher Suchmaschinen stellt die Seite
http://www.audiovalley.com/mp3/search-and-download-guide.html dar.
Seit einiger Zeit treten verstärkt Download-Plattformen kommerzieller
Anbieter auf den Plan. Diverse der großen Labels gründeten Dienste
wie http://www.popfile.de/, http://www.pressplay.com/,
http://www.listen.com/ oder http://www.musicnet.com/, um das große
Potential des Musikvertriebs über das Internet besser (bzw. überhaupt
einmal) abschöpfen zu können. Einige einführende Hinweise zu diesen
verschiedenen kostenpflichtigen Angebote sind unter
http://www.mp3-world.net/d/news/dienste/dienste_test.shtml und
http://www.swr3.de/info/magazin/popfile/index_02.html zu finden.
Es gibt zudem auch einige Webseiten, von den frei gegebene Musik in
diversen Formaten heruntergeladen werden kann. Neben noch ungesignten
Bands oder anderen Musikern, die das Medium Internet für die eigene
Promotion nutzen, tauchen auch oft schon etablierte Künstler mit
teilweise raren Versionen oder Remixes auf. Eine Seite, die sich ganz
dem Ausfindigmachen gerade solcher Songs verschrieben hat, findet
man unter http://www.tonspion.de/.
Diese kleine Liste von Archiven mit solcherlei freien MP3-Files
soll ebenso beim Suchen helfen:
- http://www.downloadsdirect.com/,
- http://www.launch.com/music/listen/download/,
- http://www.mp3.com/,
- http://www.mp3.de/,
- http://www.mp3-world.net/,
- http://www.mpex.net/,
- http://www.musicmatch.com/,
- http://www.vitaminic.de/ und
- http://www.winamp.com/getmusic/.
Weitere freie Webmusic-Server finden sich unter Abschnitt 3.3.2.
Zudem gibt es mit den Hierarchien alt.binaries.sounds.mp3.* und
alt.binaries.mp3.* sowie der Newsgroup alt.music.mp3 einige
englischsprachige Anlaufstellen für dieses Thema. Daneben finden
sich auch in der deutschsprachigen Hierarchie de.alt.dateien.*
gelegentlich solche Files.
In Deutschland privilegiert § 53 UrhG die private Nutzung von Kopien
von Musikstücken. Ob dies aber ein genereller Freibrief dafür ist,
MP3-Files auch von offensichtlich illegalen Seiten herunterzuladen,
ist umstritten (vgl. Abschnitt 3.6.1).
3.3.2 Wie kann ich eigene Musik im Netz veröffentlichen?
In fast allen Musik-Newsgruppen (besonders natürlich in der Gruppe
de.rec.musik.machen) tummeln sich Musiker. Einige davon haben ein
Interesse daran, ihre eigene Musik zur Verfügung zu stellen oder
sonstwie an die Ohren der Öffentlichkeit zu bringen.
Wenn die Musik publik gemacht werden soll, ist zu beachten, daß das
Usenet ist ein textbasiertes Medium ist. Aus diesem Grund sollte
darauf verzichtet werden, Musikdateien (und generell Dateien jeder
Art) an die eigenen Postings anzuhängen. Sollte jemand den Drang
verspüren, trotzdem solche Dateien zu propagieren, gibt es einige
Möglichkeiten:
a) die Hierarchie de.alt.dateien.*, in der solche Postings durch
die jeweiligen Chartas erlaubt sind. Hier ist in den meisten
Fällen wohl de.alt.dateien.misc die passende Gruppe. Man
sollte aber _dringend_ darauf verzichten, Crosspostings zu
betreiben, denn die Charta läßt hier folgendes wissen:
| Crosspostings zwischen dieser Gruppe und Gruppen außerhalb von
| de.alt.dateien.* sind hier unerwünscht und können gecancelt
| werden.
b) die englischsprachige Hierarchie alt.binaries.sounds.mp3.*,
für die es unter http://www.mp3-faq.org/ eine einführende FAQ
gibt, die nähere Hinweise auf die dortigen Spielregeln gibt.
c) für jeden zugängliche MP3-Archive wie
- http://www.besonic.com/,
- http://www.callasong.de/,
- http://www.downloadsdirect.com/,
- http://www.mp3.com/,
- http://www.mp3.de/,
- http://www.mp3-world.de/,
- http://www.mp3-artists.de/,
- http://www.mp3-world.net/,
- http://www.peoplesound.de/,
- http://www.uptrax.de/,
- http://www.virtual-volume.com/ und
- http://www.vitaminic.de/.
d) die eigene Website (siehe auch die Abschnitte 3.6.2 und 3.7.1).
Für spezielle Nachfragen oder Demonstrationen kann in den thematisch
passenden Gruppen auf die jeweilige Datei unter Angabe der genauen
URL bzw. Message-ID hingewiesen werden. Dies sollte aber bitte nicht
als Cross- oder Multiposting geschehen, sondern nur in genau der
einen, thematisch passenden Gruppe geschehen.
3.3.3 Wo kann ich Noten veröffentlichen?
Die gängige Notation in Notenschrift eignet sich nicht dafür, um im
Usenet übertragen zu werden. Eine lesbare Niederschrift würde sich
nur als Attachment übermitteln lassen, wovon die Netiquette abrät
(siehe http://www.rewi.hu-berlin.de/~gerlach/dni/netiquette.html#16).
Also bliebe als Anlaufstelle nur das WWW übrig. Noten für klassische
Musik können so z.B. unter http://icking-music-archive.sunsite.dk/
veröffentlicht werden.
3.3.4 Wo finde ich MIDI-Dateien?
Um nach solchen Files zu suchen, gibt es mehrere Suchmaschinen bzw.
umfangreiche Archive. Hier eine kleine Liste:
- http://www.midi-world.net/MidiBOT/Deutsch/index.htm,
- http://www.mididb.com/,
- http://www.musicrobot.com/,
- http://www.midifarm.com/,
- http://www.midipage.com/,
- http://www.geocities.com/SunsetStrip/3796/midi.htm,
- http://www.ultimatemidi.com/,
- http://www.ubikmusic.com/midiring/ und
- http://www.webring.org/cgi-bin/webring?ring=midiworld;list.
Ein Portal zur Abfrage mehrerer MIDI-Suchmaschinen steht unter
http://www.music-sites.net/search/midi-search.htm zur Verfügung.
Desweiteren gibt es mit alt.music.midi und alt.binaries.sounds.midi
gleich mehrere geeignete Newsgroups im englischsprachigen Usenet.
3.3.5 Wie funktioniert Filesharing?
Napster, eine Software zum Tausch von MP3-Dateien, hat ebenso wie
einige Zeit zuvor der MP3-Player WinAmp für immenses Aufsehen in
der Musikbranche und im Internet gesorgt. Man sprach sogar von einer
"Filesharing-Revolution". Im Gegensatz zu obskuren MP3-Seiten, die
MP3-Dateien anbieten, bieten diese Programme zumeist eine bequeme
Oberfläche und ein stets erreichbares Archiv ohne tote Links.
Das Grundprinzip dabei ist simpel, aber effektiv: jeder Nutzer stellt
Files auf seiner eigenen Festplatte zur Verfügung, wenn er/sie sich
einloggt. Im Gegenzug gewinnt man Zugriff auf alle Dateien, die die
anderen momentan eingeloggten User anbieten. Dieses Prinzip wurde
bald von einigen weiteren Programmen übernommen, die das Konzept
"Filesharing" in diversen Variationen vorantrieben und immer noch
treiben.
Die Newsgroup de.alt.comm.datentausch-dienste steht seit einiger Zeit
für Diskussionen zum Thema Napster und Konsorten bereit. Eine
einführende Mini-FAQ für diese Newsgroup befindet sich unter
http://www.sockenseite.de/datentausch-minifaq.html. Dort werden
einige der verschiedenen Filesharing-Konzepte sowie der jeweiligen
Clients vorgestellt.
Ansonsten stehen die englischsprachigen Newsgroups alt.gnutella,
alt.music.mp3.napster und alt.music.mp3.winmx zur Verfügung.
3.3.6 Wo finde ich Geräuschsamples?
Wenn Du auf der Suche nach Geräuschsamples wie Klingeln, Sirenen,
Hundegebell oder Klospülungen bist, wirst Du an folgenden Stellen
fündig:
- http://www.blacksheep.ch/noisework/sounds.html,
- http://caeaudio.com/ax.html,
- http://www.findsounds.com/,
- http://www.hoerspielbox.de/,
- http://soundamerica.com/sounds/sound_fx/,
- http://www.sounddogs.com/,
- http://www.soundsonline.com/,
- http://www.stonewashed.net/sfx.html,
- http://www.tonarchiv.de/,
- http://www.wavcentral.com/,
- http://new.wavlist.com/soundfx,
- http://www.waveform.dk/,
- http://www.wavsource.com/stuff.htm,
- http://members.tripod.com/~JBowen5150/ und
- http://heidrun.dolde.bei.t-online.de/samples.htm.
Sehr beliebt ist übrigens auch die nette Dame, die AOL-Kunden
mittels eines aufreizenden "Sie haben Post" über neue E-Mails
informiert. Damit dieser Spruch nicht nur den Boris Beckers dieser
Welt vorbehalten bleibt, kann man sich das entsprechende Wavefile
unter http://www.docoutlook.de/do2/download/post.wav herunterladen.
Wer sich für die Musik aus "Wer wird Millionär?" interessiert, wird
hingegen unter http://www.wavcentral.com/tv/millionaire.html fündig.
Wer sich für beliebte Drumloops und deren Herkunft interessiert, wird
ggf. http://hem.passagen.se/rikarde/drums.html nützlich finden.
3.3.7 Wo finde ich aktuelle Audio-CODECs?
Als erste Anlaufstelle dürfte http://nimo.everwicked.com/ dienen,
wo es den legendären Nimo CODEC Pack gibt. Dieser wird regelmäßig
aktualisiert und enthält neben den wichtigsten Video-CODECs auch eine
ganze Reihe aktueller Audio-CODECs wie MP3 oder Ogg Vorbis. Wenn der
gewünschte CODEC nicht dabei sein sollte, sollten Suchmaschinen
weiterhelfen können.
Sollte man nicht genau wissen, welchen CODEC man eigentlich benötigt,
könnte das Tool von http://www.guerillasoft.com/EncSpot2/ einen Tip
geben können. Dieses zeigt nämlich an, womit das entsprechende File
kodiert wurde.
Was ein solcher CODEC überhaupt ist, erklärt Abschnitt 3.1.8.
3.4 Recherche
3.4.1 Wo finde ich Informationen über einen Künstler?
Es gibt mehrere Möglichkeiten, an Informationen zu den gewünschten
Künstlern zu kommen.
a) Sollte es sich um Musiker aus dem Bereich der modernen Jazz-,
Rock- oder Popmusik handeln, bietet sich das Archiv des All Music
Guide unter http://www.allmusic.com/ an, das in den meisten Fällen
Informationen über die Band/den Künstler/die Künstlerin zu bieten
hat, zu denen eine kurze Biographie, eine Diskographie und eine
Liste vergleichbarer Künstler zählen.
Da der All Music Guide mit der Ultimate Band List (siehe
Abschnitt 3.4.2) zusammenarbeitet, sind auch weiterführende Links
nicht weit. Zu beachten ist aber, daß diese beiden Archive sich
hauptsächlich auf englischsprachige Künstler konzentrieren und so
z.B. bei manchen deutschen Künstlern gewisse Lücken aufweisen.
Ein internationales Archiv von Untergrundmusikern ohne eigenen
Plattenvertrag findet sich unter http://www.iuma.com/. Auch hier
liegt allerdings der Schwerpunkt auf englischsprachigen Künstlern.
b) Für den Bereich klassischer bzw. ernster Musik gibt es andere Wege
zu Informationen zu kommen. Es gibt einige öffentlich zugängliche
Bibliotheken, in deren Katalog man recherchieren kann. Eine
kleine Auswahl findet sich hier:
- http://www.lib.ox.ac.uk/
- http://www.dartmouth.edu/~library/
- http://lcweb2.loc.gov/catalog/
- http://mediatheque.ircam.fr/catalogue/index-e.html
- http://www.uwp.edu/info-services/library/uwpcat.htm
Einen Katalog solcher öffentlich zugänglicher Bibliotheken
bietet u.a. http://www.uwp.edu/info-services/library/worldcat.htm.
Sicherlich wird aber auch die Nachfrage in de.rec.musik.klassik
einige Erfolge bringen.
3.4.2 Wie finde ich Webseiten zu meiner Lieblingsband?
Ein deutschsprachiges Verzeichnis gibt es im Musikbranchenbuch unter
http://www.musikbranchenbuch.de/band.htm. Dieses Archiv hat den
Anspruch, einen Führer durch das Musikgeschäft, welches sich im
Internet abspielt, abzugeben. Bei der Suche nach deutschen Bands hat
man vielleicht bei der Suche hier Glück. Da sich das Branchenbuch
noch im Aufbau befindet, gibt es selbstverständlich noch einige
Lücken.
Ein weiteres Verzeichnis für Websites zu einer Band findet sich unter
http://www.ubl.com/. Nach der Eingabe des jeweiligen Bandnamens im
entsprechenden Suchformular werden alle bei UBL angemeldeten Seiten
zu dieser Band aufgelistet. Hier finden sich neben den evtl.
existierenden offiziellen Seiten normalerweise auch jede Menge
Fanseiten.
Trotz des Namens "Ultimate _Band_ List" gilt dieses Verzeichnis
natürlich auch für Solokünstlerinnen und -künstler. Da UBL mit dem
All Music Guide (siehe Abschnitt 3.4.1) zusammenarbeitet, ist es von
dort nicht weit zu näheren Informationen zu den gewünschten
Künstlern.
Ein anderes Archiv mit unzähligen Verweisen zu Bands steht unter
http://www.theroc.org/mus-link/roc14.htm zur Verfügung. Hier
finden sich auch weitere Querverweise zu passenden Newsgroups,
Plattenlabels, Radiostationen und Musikmagazinen, welche aber
hauptsächlich den englischsprachigen Bereich abdecken.
Unter http://musicmoz.org/ ist ein umfangreiches Verzeichnis solcher
und anderer musikbezogener Links zu finden. Natürlich hat aber auch
das Vorbild dmoz unter http://dmoz.org/Arts/Music/Bands_and_Artists/
eine ganze Wagenladung von Anlaufstellen im Angebot.
Ein Portal zur Abfrage mehrerer Suchmaschinen zu musikbezogenen
Websites steht mit http://www.music-sites.net/search/sites-search.htm
zur Verfügung.
3.4.3 Wie komme ich an die Noten zu bestimmten Stücken?
Der reguläre Weg, um an Noten zu kommen, wäre sicherlich der Gang in
den Musikalienfachhandel oder die Nachfrage im Versandhandel. Es gibt
auch einige Anbieter, bei denen man solche Noten auch online
bestellen kann. Hier ist eine kleine Auswahl:
- http://www.musicmedia.de/musikcity/noten/default.asp
- http://www.musikkontakt.de/links/listen/musikhaus.html
- http://www.guitarnet.purespace.de/links.htm
- http://www.notenshop.de/
- http://www.continuo.de/
- http://www.rp-chords.de/
- http://www.blockfloete.de/deutsch/inh_32.htm
- http://www.doublebass.de/
- http://www.musik-direkt.com/
- http://www.noten.com/
Weitere Links dazu bietet http://www.musikbranchenbuch.de/versano.htm
an. Es gibt natürlich auch einige englischsprachige Anlaufstellen:
- http://www.sheetmusicplus.com/
- http://www.sheetmusicservice.com/
Dadurch erhält man legale Originale und die Komponisten bekommen
ebenfalls den ihnen zustehenden Teil (vgl. auch Abschnitt 3.6.3).
Unter http://www.whc.de/dpb.htm bietet Capella Software mittlerweile
weit über 6000 Partituren zur Verwendung mit Capella zum legalen und
kostenfreien Download an.
Das deutsche Urheberrecht (UrhG) erlaubt die Vervielfältigung von
Noten zum privaten Gebrauch in § 53, Absatz 4:
| Die Vervielfältigung graphischer Aufzeichnungen von Werken der
| Musik, [...] wenn es sich um eine im wesentlichen vollständige
| Vervielfältigung handelt, ist, soweit sie nicht durch Abschreiben
| vorgenommen wird, stets nur mit Einwilligung des Berechtigten
| zulässig [...] oder zum eigenen Gebrauch, wenn es sich um ein seit
| mindestens zwei Jahren vergriffenes Werk handelt.
Um an solche Noten zu kommen, gibt es folgende Möglichkeiten:
a) Eine oft nahezu komplette Partitur existiert evtl. im MIDI-Format.
In Abschnitt 3.3.4 wird die Suche nach MIDI-Files erläutert und
in Abschnitt 3.2.13 findet sich eine Erklärung, wie man diese
MIDI-Dateien in lesbare Noten umwandeln kann.
b) Etliche legale Originale gibt es auch kostenfrei zum Selberdrucken
im Internet. Ein guter Einstiegspunkt ist hierbei das dem Gedenken
an Werner Icking, der auch an dieser FAQ mitwirkte, gewidmete
Archiv unter http://icking-music-archive.sunsite.dk/, welches auch
einige weitere Verweise, z.B. zu "nordischer" Musik,
Blockflötenmusik oder Choralmusik, enthält.
c) Die Website http://www.musikdatenbank.de/ bietet eine Art
Flohmarkt für alle möglichen (musikalischen) Zwecke, so auch zum
Anbieten und Suchen von Noten, an (vgl. Abschnitt 3.5.3).
d) Die Newsgroup de.rec.musik.recherche dient nicht nur der Suche
nach Songtiteln bzw. -texten (vgl. Abschnitt 3.4.4), sondern auch
der Recherche nach Notationen dieser Musikstücke. Es bietet sich
allerdings an, zunächst die hier genannten Anlaufstellen zu
befragen.
e) Für Gitarristen gibt es zusätzlich die Möglichkeit, nach
Tabulaturen (=Tabs) zu suchen. Solche Tabs liegen für gewöhnlich
in Textform vor. In der Gruppe de.rec.musik.recherche kann auch
nach solchen Notationen gesucht werden. In der entsprechenden FAQ
ist unter http://www.sockenseite.de/recherche-faq.html#Gitarre
auch eine kleine Liste mit diversen Tabs-Archiven und passenden
Suchmaschinen. Desweiteren steht mit alt.guitar.tab eine passende
Newsgroup im englischsprachigen Usenet zur Verfügung.
f) Auch Tabulaturen für Baß und Schlagzeuge sind im Netz zu finden.
Unter http://www.sockenseite.de/recherche-faq.html#Schlagzeug bzw.
http://www.sockenseite.de/recherche-faq.html#Bass finden sich ein
paar Anlaufstellen.
g) Wer nach Kinderliedern sucht, wird bei http://ingeb.org/ fündig
werden.
Als hilfreich könnte sich auch die Recherche in den von Yahoo! unter
http://dir.yahoo.com/Entertainment/Music/Lyrics_and_Notation/
angegebenen Seiten erweisen.
3.4.4 Wo finde ich Songtexte?
Im deutschsprachigen Usenet gibt es eine spezielle Gruppe für die
Recherche nach Songtexten bzw. den zu einem bestimmten Text passenden
Songtiteln. In de.rec.musik.recherche sollten solche Fragen Gehör
(und Antworten) finden. Ratschläge zur Nutzung dieses Forums gibt es
unter http://www.sockenseite.de/recherche-faq.html. Dort finden sich auch
viele hilfreiche Tips zur selbständigen Suche.
Desweiteren steht mit alt.music.lyrics eine englischsprachige
Newsgroup zur Verfügung, deren FAQ unter der Adresse
http://www.geocities.com/SunsetStrip/Balcony/9150/amlfaq.html zu
finden ist.
3.4.5 Wie identifiziere ich unbekannte Songs?
Bei Fragen nach der Identifikation eines Songs ist es generell
ratsam, den eigenen Anfragen möglichst präzise Informationen auf den
Weg zu geben. So hilft es zu wissen, ob ein Mann oder eine Frau
singt, welcher Musikrichtung das Stück zuzuordnen ist und wie alt es
ungefähr sein dürfte. Natürlich sind auch Textzeilen immer hilfreich,
wenn es darum geht, einen Song zu erkennen. Geeignete Anlaufstelle
für solche Anfragen sollte die Gruppe de.rec.musik.recherche sein
(siehe Abschnitt 3.4.4).
Unter http://www.musicline.de/de/melodiesuche befindet sich übrigens
eine in Zusammenarbeit von musicline.de und dem Fraunhofer Institut
für Integrierte Schaltungen entwickelte Melodie-Suchmaschine.
Sollte es sich um ein in der Werbung vorkommendes Stück handeln, gibt
es weitere Hilfen. Unter http://www.werbesongliste.de/ ist eine
umfassende Übersicht zu finden, welche mit Hilfe der Newsgroup
de.alt.fan.konsumterror erstellt und ständig erweitert wird. Dazu
bietet auch http://www.sockenseite.de/recherche-faq.html#4.2 eine
kurze Übersicht an. Sollten beide Wege fehlschlagen, erklärt
http://www.werbesongliste.de/kannmirdennwirklichkeinerhelfen.html,
wie man sonst noch verfahren könnte.
3.4.6 Wie identifiziere ich klassische Musik?
Durch Beschreibung des relativen Melodieverlaufs (auf, ab, gleich)
lassen sich viele Stücke klassischer Musik z.B. hier identifizieren:
- http://www.themefinder.org/
- http://tuneserver.de/
- http://www.name-this-tune.com/?L=2
Unter http://www.sengpielaudio.com/VonWemIstDasMusikstueck.pdf gibt
es übrigens eine Erklärung des bei http://www.name-this-tune.com/
benutzten Parsons-Code und einige weitere Recherche-Tips.
3.4.7 Gibt es eine Datenbank aller erschienenen CDs?
Nein. Die Compact Disc Data Base, die unter http://www.cddb.com/ bzw.
neuerdings unter http://www.gracenote.com/ zu erreichen ist, bietet
aber ein sehr umfangreiches und mit Hilfe der Anwender, die es stets
mit neuen Einträgen versorgen, stetig anwachsendes Archiv.
Die Datenbank von Gracenote kann mittels einer recht komfortablen
Oberfläche dazu genutzt werden, mittels Songtitel, Albumtitel oder
Interpreten an die weiteren Daten zu den jeweiligen CDs zu gelangen.
Somit ist es z.B. möglich, auch mit bloßen Auszügen des Titels zu
recherchieren, wie der Song vollständig heißt, wer ihn wann
veröffentlicht hat und auf welcher CD er zu haben ist, sowie die
komplette Playlist einer CD herauszufinden.
Zudem kann Gracenote dazu genutzt werden, um mittels der ermittelten
Disc-ID die Identität einer CD zu bestimmen, wie es z.B. Programme
wie WinAmp tun. Mit dieser Funktion lassen sich Daten wie der Titel,
der Interpret und auch die Playlist ermitteln. Einige etwas
ausführlichere Erklärungen über diese Funktion bietet Gracenote unter
http://www.cddb.com/FAQs.html an.
Ursprünglich war das Archiv von Gracenote ein freies Projekt, wurde
aber von der Firma Escient aufgekauft. Weil gewisse Passagen der
Lizenzrichtlinien zur Verwendung dieser Technik verändert wurden,
befürcheten einige Nutzer bereits die nunmehr immer deutlicher
werdende Kommerzialisierung des Projektes und etablierten mit freedb
eine Alternative.
Dieses Archiv ist weiterhin vollkommen frei nutzbar und kann unter
http://www.freedb.org/ erreicht werden. Zwar umfaßt dieses Archiv
(noch) nicht so viele Einträge wie Gracenote, ist aber zum einen auf
Open Source ausgelegt und kann zum anderen vollständig zur lokalen
Nutzung heruntergeladen werden. Aber auch eine webbasierte Suche ist
mit freedb möglich: Bei http://www.freedb.org/freedb_search.php gibt
es ein entsprechendes Suchformular.
Eine informative FAQ bietet http://www.freedb.de/faq.html an, und
http://www.freedb.org/cgi-bin/ib3/ikonboard.cgi wartet mit einem
passenden Diskussionsforum auf. Da die FreeDB zugrunde liegende
Software ein Open-Source-Projekt ist, können interessierte Nutzer
sich bei http://sourceforge.net/projects/freedb/ über den aktuellen
Stand informieren.
Ein großer Pluspunkt der beiden Archive besteht darin, daß jeder
mithelfen kann, das jeweilige Archiv zu vervollständigen. So ist
Gracenote zwar das derzeit wohl umfangreichste öffentlich zugängliche
Angebot, bleibt aber dennoch weit davon entfernt, wirklich
vollständig zu sein. Die rigiden Lizenzrichtlinien, die u.a. die
ausschließliche Nutzung dieses Archivs vorgeben und weitere Bedenken,
die eine vollständige Kommerzialisierung der Datenbank befürchten,
hinterlassen einen etwas bitteren Beigeschmack.
In diesen Zusammenhang als äußerst interessanter Lesestoff dürfte
sich ein Artikel aus der Washington Post erweisen, der unter
http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/articles/A44112-2001Feb22.html
zu finden ist.
Desweiteren bietet http://www.musicline.de/ ein Archiv aller derzeit
in Deutschland lieferbaren Tonträger. Dieses Projekt, das aus der
Music Info Disc (vgl. Abschnitt 3.1.3) hervorgegangen ist, kann über
das Suchformular unter http://www.musicline.de/de/prosearch abgefragt
werden.
Als letzte Alternative wäre noch http://www.allmusic.com/ zu nennen,
welches ebenso über ein recht umfangreiches Archiv mit den Fakten und
Daten zu erschienenen Alben verfügt (vgl. auch Abschnitt 3.4.1). Ein
direkter Zugriff über CD-Player oder andere Wiedergabeprogramme ist
aber hier nicht möglich.
3.4.8 Wo finde ich Coverscans für ein bestimmtes Album?
In der Regel, nämlich nachdem man das Cover des gewünschten Albums
selber eingescannt hat, auf der eigenen Festplatte.
Bei noch erhältlichen Alben kann man über diverse Online-CD-Händler
wie http://www.jpc.com/ oder http://www.amazon.de/music (vgl. auch
Abschnitt 3.5.1) an solche Scans kommen. Spezialisiert auf solche
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